Spielberichte

Thomas Hinterreiter (Trainer Union Freller Dach Schiedlberg): „In der ersten Halbzeit waren wir klar besser“

SK Amateure Steyr
Union Schiedlberg

In der 19. Runde der Bezirksliga Ost setzte sich der Union Freller Dach Schiedlberg beim SK Amateure Steyr mit 2:1 durch. Die Gäste stellten schon vor der Pause die Weichen, gerieten nach dem Seitenwechsel aber noch einmal unter Druck. Trainer Thomas Hinterreiter fasste den Abend so zusammen: „In der ersten Halbzeit waren wir klar die bessere Mannschaft und sind verdient 2:0 in Führung gegangen. Nach der Pause haben wir stark nachgelassen, es aber über die Zeit gebracht. Am Ende war es trotzdem ein verdienter Sieg.“

Torhüter mit Dress in Rot-Weißer im Tor

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Zwei Nagler-Treffer vor der Pause bringen Schiedlberg auf Kurs

Schiedlberg erwischte den besseren Start und belohnte sich in einer dominanten ersten halben Stunde. In Minute 27 traf Marcel Nagler zum 0:1, zehn Minuten später legte Fabio Nagler das 0:2 (37.) nach – mit diesem Polster ging es auch in die Kabinen. Hinterreiter ordnete die starken 45 Minuten so ein: „Die ganze erste Halbzeit waren wir überlegen, wir haben die Zweikämpfe gewonnen und hatten eine super Intensität.“ Zur Entstehung der Treffer gab er einen Einblick: „Beim 1:0 war’s ein hoher Ball in die Tiefe, ein kurzer Zweikampf mit dem Tormann, der zweite Ball – und dann ein super Abschluss unseres Flügelspielers. Das 2:0 war ein Traumtor: Ball in die Mitte und ein Distanzschuss.“ Aus Schiedlberger Sicht passte in dieser Phase vieles zusammen, während Steyr kaum Entlastung fand.

Amateure Steyr legt zu, Vojvoda verkürzt – Schiedlberg zittert sich ins Ziel

Nach der Pause bekam die Partie ein anderes Gesicht. Steyr steigerte Mut und Tempo, kam besser über die Seiten und suchte zunehmend die Tiefe. „In der zweiten Halbzeit waren sie mutiger, sind über die Seiten gekommen und zum Schluss mit langen Bällen ziemlich gefährlich geworden“, beschrieb Hinterreiter die heiklere Phase. In der 80. Minute wurden die Gastgeber belohnt: Shqiprim Vojvoda traf zum 1:2. Auch das passte zu Hinterreiters Eindruck: „Genauso wie das 2:1 vom Gegner – ein Distanzschuss unter die Latte.“ Schiedlberg musste nun viel weg verteidigen, fand offensiv kaum Entlastung und verwaltete den Vorsprung mit großem Einsatz. „Wir haben stark nachgelassen, aber es dann über die Zeit gebracht“, sagte der Coach, der dennoch die Wirkung der starken ersten Hälfte betonte.

Zweikampf-Wucht, Pressing und eine knappe Schiri-Szene

Der Grundstein lag für Hinterreiter klar im Auftreten vor dem Wechsel: „Die Zweikämpfe in der ersten Halbzeit waren Wahnsinn. Wir hatten eine super Intensität im Pressing und haben sicher hinausgespielt. Das war wirklich schön zum Anschauen.“ Nach dem Seitenwechsel fehlten allerdings Körner und Klarheit: „In der zweiten Halbzeit sind dann Kraft und Konzentration ausgegangen.“ Für Gesprächsstoff hätte es aus Steyrer Sicht dennoch geben können: „Die Gegner haben zweimal Elfmeter reklamiert, aber der Schiedsrichter hat keine Anzeichen gemacht, dass das Elfmeter waren“, erklärte Hinterreiter, der insgesamt ein Lob verteilte: „Ansonsten hat er eine gute Leistung gebracht.“ Fußballerisch blieb das Bild eindeutig: Schiedlberg war vor der Pause das aktivere Team, danach hielt die Defensive dem steigenden Druck der Amateure mit viel Arbeit stand.

Tabelle, Einordnung und was Schiedlberg mitnimmt

Durch den 2:1-Auswärtssieg festigt Schiedlberg seinen Platz im gesicherten Mittelfeld und steht nach 19 Runden bei 26 Punkten auf Rang sieben, während Amateure Steyr mit 20 Zählern auf Platz zehn bleibt. Für Hinterreiter war es vor allem ein Sieg der ersten 45 Minuten: „Mit der starken ersten Halbzeit geht das Ergebnis in Ordnung.“

Gleichzeitig nahm der Trainer eine klare Hausaufgabe mit: „In der zweiten Halbzeit sind Kraft und Konzentration ausgegangen.“ Für die nächsten Wochen heißt das, die Intensität im Pressing und die Konsequenz in den Zweikämpfen länger auf den Platz zu bringen. Die drei Zähler aus Steyr geben Rückenwind – und die Erinnerung daran, wie gut es lief, solange Schiedlberg am Drücker blieb.

Bezirksliga Ost: Am. Steyr : Schiedlberg - 1:2 (0:2)

  • 80
    Shqiprim Vojvoda 1:2
  • 37
    Fabio Nagler 0:2
  • 27
    Marcel Nagler 0:1