In der Bezirksliga Ost setzte sich der ASKÖ Leonding im Kellerduell mit 2:1 gegen den SC St. Valentin durch. Co-Trainer Daniel Steinbeiss sprach von einem Sechs-Punkte-Spiel, das seine Elf mit viel Kontrolle und Geduld für sich entschied. Der Elfmeter vor der Pause öffnete die Tür, nach der Pause legte Leonding nach, ehe die Gäste verkürzten. „Wir waren kompakt und effizient“, fasste Steinbeiss zusammen.

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Beide Seiten gingen mit Druck in dieses Duell, der Abstiegskampf lag spürbar in der Luft. Leonding ließ sich davon nicht anstecken und hatte, wie Steinbeiss betonte, „über die ganze Spielzeit Spielkontrolle“. Besonders vor der Pause lief der Ball sicher durch die Leondinger Reihen; laut Co-Trainer lag der Ballbesitz da bei „knapp 67 Prozent“. Kurz vor dem Halbzeitpfiff fiel das 1:0: Nach einem verunglückten Rückpass spritzte Sebastian Stiegler dazwischen, war vor dem herauskommenden Goalie am Ball und wurde im Strafraum gelegt – Strafstoß. Stefan Maslac übernahm die Verantwortung und verwandelte souverän. Für Steinbeiss war dieser Moment die Weiche für alles Weitere: „Der Elfmeter war der Dosenöffner. St. Valentin brauchte den Sieg dringend, daher war es enorm wichtig, vorne zu sein.“ Mit der Führung im Rücken ging Leonding in die Kabine und behielt die Ruhe.
Aus der Pause kam Leonding hellwach. „Wir konnten uns in der zweiten Halbzeit besser aufstellen und das 2:0 machen“, meinte Steinbeiss. Der Treffer fiel nach einer Ecke, die die Gäste nicht sauber klären konnten. Der Ball sprang Michael Halbartschlager vor den starken linken Fuß, und der Verteidiger jagte das Leder aus rund 25 Metern ins Eck – 2:0 kurz nach Wiederbeginn. St. Valentin meldete sich aber zurück: Nach gut einer Stunde entstand im Fünfer ein wildes Gestochere nach einem Eckball, Lukas Ullmann staubte zum 2:1 ab. Offensiv blieb es damit offen, doch Leonding ließ hinten wenig zu. „Wir sind defensiv sehr gut gestanden und haben den Vorsprung mit viel Arbeit verteidigt“, sagte der Co-Trainer. Am Ende stand ein verdienter 2:1-Heimsieg, den die Gastgeber abgeklärt ins Ziel brachten.
Warum es diesmal reichte, erklärte Steinbeiss mit klaren Worten: „Man hat den Zusammenhalt und den Willen der Mannschaft extrem gemerkt. Die Burschen waren fokussiert, sind defensiv sehr gut gestanden und sind als Einheit aufgetreten.“ Besonders freute ihn, dass mehrere Eigenbauspieler viel Anteil hatten: „Unsere jungen Spieler sind gut integriert und können sich mittlerweile richtig zeigen.“ Den Gegner sah der Assistent unaufgeregt: „St. Valentin hat viel mit langen und weiten Bällen versucht, ist aber meist an unserer Verteidigung gescheitert. Sie wollten uns im Aufbau anpressen, das ist ihnen aber nicht gelungen.“ Den Kern des Unterschieds fasste er zusammen: „Wir haben das Mittelfeld bestimmt, waren effizient vor dem Tor und sehr kompakt.“
Ein Thema am Rand blieb der Kampfcharakter der Partie, die den Rhythmus immer wieder unterbrach. „Es war kein hitziges Spiel“, meinte Steinbeiss, ohne lange nachzutreten. Sportlich zählt für Leonding nun der Ertrag: Mit 23 Punkten rangiert der ASKÖ auf Platz acht, St. Valentin hält bei 17 Zählern auf Rang elf. Im engen Tabellenkeller war dieses 2:1 tatsächlich das angesprochene Sechs-Punkte-Spiel – wichtig für die Nerven und für den Abstand nach unten. „Ein Pauschallob an die Mannschaft“, sagte der Co-Trainer zum Schluss zufrieden – und der Blick geht auf die nächsten harten Wochen im Abstiegskampf.