In der 20. Runde der Bezirksliga Ost setzte sich Union Zorn Gestra Bad Hall klar mit 4:0 gegen Union WABS Saxen durch. Nach kurzem Anlauf übernahm Bad Hall das Kommando und ließ über weite Strecken nichts anbrennen. Obmann Bernd Lechner sprach von einem abgeklärten Auftritt und einem frühen Knackpunkt: „Nach dem 1:0 war die Messe gelesen.“ Am Ende stand ein souveräner Heimsieg, der Bad Hall weiter im vorderen Mittelfeld festigt und Saxen ohne Zählbares die Heimreise antreten ließ.
Saxen startete forsch und hatte in den ersten zehn Minuten mehr vom Spiel. „Saxen war in den ersten zehn Minuten tonangebend“, bestätigte Obmann Bernd Lechner, „aber die restlichen achtzig Minuten hat Bad Hall beherrscht und dominiert.“ Genau in dieser Phase schlug Bad Hall zu: In Minute 10 brachte Julian Miedler die Hausherren mit 1:0 in Front. „Nach dem 1:0 war die Messe gelesen. Dann hat man deutlich gesehen, dass Bad Hall an diesem Tag eine Klasse besser war“, so Lechner. Bad Hall blieb am Drücker, nutzte seine Chancen konsequent und erhöhte noch vor der Pause: Manuel Fellinger stellte in der 39. Minute auf 2:0, mit diesem beruhigenden Polster ging es in die Kabinen.
Auch nach dem Seitenwechsel kontrollierten die Bad Haller das Geschehen. Kurz nach Wiederbeginn fiel die Vorentscheidung: Patrick Grillitsch traf in der 52. Minute zum 3:0. Saxen versuchte zu antworten, fand aber kaum Mittel gegen die nun sehr abgeklärte Heimelf. Spätestens mit dem zweiten Treffer von Manuel Fellinger zum 4:0 in Minute 63 war der Deckel drauf. „Saxen konnte nicht mehr zulegen“, fasste Lechner zusammen. Bad Hall ließ hinten wenig zu, blieb im Vorwärtsgang zielstrebig und spielte das Ergebnis sauber nach Hause – ein Auftritt, der über weite Strecken überlegen wirkte und die klareren Chancen auch eiskalt verwertete.
Als eine wichtige Szene hob Lechner einen starken Moment seines Keepers hervor: „Einmal lief ein Stürmer von Saxen alleine auf unser Tor, und Julian Lechner hielt hervorragend.“ Der gehaltene Abschluss passte zum Gesamtbild, denn die Defensivreihe stand an diesem Tag sicher. Lechner lobte ausdrücklich die Kette um Dejan Bobar, Julian Miedler, Paul Weiermayer und Kilian Hotz – insgesamt sei es „eine geschlossene mannschaftliche Leistung“ gewesen.
Verbesserungspotenzial sieht der Obmann trotz des klaren Sieges durchaus, er verwies auf anhaltendes Verletzungspech in dieser Saison. Über den Gegner meinte er knapp: „Es hat mich nichts überrascht.“ Ein Sonderlob bekam der Unparteiische: „Die Leistung des Schiedsrichters war sehr in Ordnung, er hatte das Spiel jederzeit unter Kontrolle und es gab keine strittigen Szenen.“ Mit nun 32 Punkten hält Bad Hall Rang sechs, Saxen bleibt bei 22 Zählern auf Platz zehn.