In der Bezirksliga Ost jubelte am Sonntag der Auswärtssieger: ASV Raika Haidershofen-Behamberg unterlag zuhause ASKÖ Leonding mit 1:2. Michael Leitner traf früh für die Gäste, Anes Mahmic glich vor der Pause aus, ehe Michael Halbartschlager in Minute 90+3 den späten Sieg fixierte. „Es war der Lucky Punch in der Nachspielzeit“, sagte Leondings Obmann Anton Reiter – ein hartes Stück Arbeit, das am Ende die volle Ausbeute brachte.

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Leonding kam wacher in die Partie und legte eine starke Anfangsphase hin. „Wir sind gut in die Partie gestartet und hatten die ersten zwanzig Minuten klar die Kontrolle“, beschrieb Obmann Anton Reiter den Beginn. Die Gäste tauchten früh gefährlich auf, verpassten zunächst noch die Führung, ehe der Druck belohnt wurde: In Minute 15 stellte Michael Leitner auf 0:1. „Gleich anfangs hatten wir eine große Chance und haben dann verdient das 1:0 gemacht“, so Reiter. Haidershofen brauchte ein wenig, fand dann aber besser in die Zweikämpfe und setzte über den Kampf Akzente. Das Heimteam kam noch vor der Pause wieder ran: Anes Mahmic traf in Minute 35 zum 1:1, mit diesem Ergebnis ging es auch in die Halbzeit. „Danach flaute das Spiel ab und das Niveau war eher bescheiden“, ordnete Reiter die Phase rund um den Ausgleich ein.
Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich eine enge Partie, in der beide Teams wenig zuließen und sich viel im Mittelfeld neutralisierten. „Im Laufe der zweiten Halbzeit war nicht viel Unterschied zu sehen“, sagte Reiter, der dem Gegner ein Kompliment machte: „Kämpferisch waren sie top eingestellt. Man hat gemerkt, dass sie unbedingt die drei Punkte wollten und nicht wie ein Abstiegskandidat gespielt haben.“ Diskussionsstoff gab es kurzzeitig rund um Abseitsentscheidungen: „Es gab auf jeder Seite jeweils ein Abseitstor“, so der Leondinger Obmann. Gleichzeitig betonte er die ordentliche Leistung des Unparteiischen: „Der Schiedsrichter war eigentlich in Ordnung.“ Je länger das Spiel dauerte, desto mehr lief es auf die Frage hinaus, wer noch den einen, entscheidenden Moment finden würde.
Als vieles bereits auf ein Remis hindeutete, griff Leonding in der Nachspielzeit noch einmal an – und fand genau diesen Moment. In Minute 90+3 erzielte Michael Halbartschlager das 1:2. Reiter schilderte die Szene so: „Es war eine Einzelleistung von Michael Halbartschlager. Er hat noch einmal alle Kräfte gesammelt, ist von der Mittellinie los, hat zwei, drei Gegenspieler überspielt und blieb im Strafraum eiskalt.“ Zuvor hatte Leondings Tormann einige Möglichkeiten der Hausherren entschärft, was den Gästen die Chance auf den Lucky Punch erhielt: „Zum Schluss waren wir die Glücklichen“, fasste Reiter zusammen. Trotz der drei Punkte blieb er selbstkritisch: „Wir mussten den einen oder anderen Ausfall kompensieren. Wir sind gut als Mannschaft gestartet, haben dann aber stark nachgelassen. Da haben wir sicher noch Aufholbedarf für die letzten Runden.“ In der Tabelle hält Leonding nach Runde 20 bei 26 Punkten und stabilisiert Rang sieben, Haidershofen steht mit 10 Zählern auf Platz 13. Für die Gäste zählt nun, den Schwung des späten Sieges mitzunehmen – und die starken Anfangsminuten künftig über längere Phasen auf den Platz zu bringen.