Mit einer späten Wende im Rücken und einem Ligawechsel vor der Brust geht die Union HOVA Adlwang in die neue Saison der Bezirksliga Ost. „Wie jedes Jahr in Adlwang ist das Ziel, nicht abzusteigen und das so schnell wie möglich mit den 30 Punkten zu fixieren“, sagt Sektionsleiter Mario Schoißwohl im Gespräch mit Ligaportal. Nach einem schwierigen Frühjahr, vier Neuzugängen und mehreren neuen Derbys geht der Verein mit einer klaren, aber bodenständigen Vorgabe in die kommende Spielzeit.

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Die vergangene Saison der Bezirksliga Süd hinterließ in Adlwang einen zwiespältigen Eindruck. Vor allem in der Rückrunde kam die Mannschaft zunächst nicht in Schwung. „Wir haben in der Rückrunde ein wenig gebraucht und sind dann leider immer weiter zurückgefallen, weil einfach das Erfolgserlebnis gefehlt hat“, schildert Schoißwohl. Erst als der Knoten mit dem Sieg gegen Zipf platzte, veränderte sich die Dynamik wieder.
Die Zahlen zum Saisonfinish stützen diese Einschätzung. Aus den letzten vier Partien holte Adlwang zehn Punkte, bei einem Torverhältnis von 18:6. Aus Sicht des Vereins war genau diese Schlussphase entscheidend, weil sie gezeigt hat, dass in der Mannschaft deutlich mehr steckt, als der Verlauf der Wochen davor vermuten ließ. Der erste Erfolg brachte jene Sicherheit zurück, die davor gefehlt hatte, und aus einer verunsicherten Elf wurde wieder ein Team, das Spiele aktiv gestalten konnte.
In der Kaderplanung setzt der Verein auf Kontinuität. Bis auf die bereits in der Rückrunde vollzogene Trennung von Stürmer Onur Memis blieb das Grundgerüst zusammen. Gleichzeitig wurde punktuell nachgeschärft. Neu dazu kommen Stürmer Bela Brana (26) aus Wartberg, Flügelspieler Fabio Mugrauer (23) aus Steinerkirchen, Verteidiger Ardit Ramaj (18) aus Kematen/Rohr sowie das erst 16-jährige Top-Talent Justin Scheucher für Mittelfeld bzw. Abwehr aus Waldneukirchen. "Ein klares Zeichen in welche Richtung wir Arbeiten" so Schoißwohl
Gerade diese Mischung dürfte für Adlwang wichtig werden: erfahrene Kräfte, die den Stamm tragen, und Ergänzungen für jene Positionen, auf denen der Verein Handlungsbedarf gesehen hat. Dazu kommt, dass der Start in die Vorbereitung personell reibungslos verlaufen ist. Seit 1. Juli wird trainiert, und Schoißwohl spricht von einem erfreulichen Bild: „Viele Leute sind im Training und die Stimmung könnte nicht besser sein.“ Inhaltlich liegt der Schwerpunkt auf dem Spielerischen und der Kondition. Verletzungssorgen gibt es derzeit keine, alle Spieler sind fit in die Vorbereitung gegangen.
Neben dem Kader hat sich auch das Umfeld spürbar verändert. Adlwang wechselt von der Gruppe Süd in die Bezirksliga Ost, ein Schritt, den man sich im Verein und in der Mannschaft ausdrücklich gewünscht hat. Damit verändert sich nicht nur das sportliche Umfeld, sondern auch die Stimmung rund um den Klub. „Wir freuen uns natürlich auf die Derbys mit Kematen, Neuzeug, Schiedlberg und natürlich auf die wichtigsten zwei Spiel des Jahres gegen den Nachbarn aus Bad Hall“, sagt Schoißwohl. Gerade diese Paarung verspricht in der neuen Saison zusätzliche für Aufmerksamkeit und eine tolle Kulisse vor ausverkauftem Haus. "Auf dieses Derby warten wir jetzt schon über 8 Jahre in Adlwang und Bad Hall" so Schoißwohl
Auch im Nachwuchsbereich wurde eine markante Entscheidung getroffen. Die Spielgemeinschaft mit Waldneukirchen wurde mit beidseitigem Einverständnis aufgelöst, Adlwang ist damit nach 24 Jahren wieder eigenständig unterwegs und Startet mit 110 Kinder auf 9 Teams aufgeteilt in den Herbst. Mit Unterstützung des Sponsors läuft die Jugendarbeit nun unter dem Namen Agru Juniors Adlwang. Für den Verein ist das mehr als eine organisatorische Änderung. „Der Nachwuchs hat bei uns oberste Priorität und mit Agru im Rücken der ausschließlich nur die gute Nachwuchsarbeit unterstützt, können wir unsere Vision weiter vorantreiben “, betont Schoißwohl.
Für die kommende Saison ergibt sich damit ein klares Bild: Die Mannschaft will den positiven Schlussspurt mitnehmen, der Kader wurde gezielt ergänzt, in der neuen Liga warten emotionale Nachbarschaftsduelle, und im Unterbau setzt der Verein auf Eigenständigkeit. Große Töne sind in Adlwang dennoch nicht zu hören. Der Auftrag bleibt derselbe wie in den vergangenen Jahren: früh genug die nötigen Punkte sammeln und sich damit Ruhe für den weiteren Saisonverlauf verschaffen.