In der Bezirksliga Ost will SPV Kematen-Piberbach/Rohr nach einer schwierigen Saison wieder in ruhigeres Fahrwasser kommen. Trainer Andreas Hintersteiner blickt offen auf Rang zwölf und eine Spielzeit zurück, in der seine Mannschaft erst spät zu Punkten kam und sich am Ende über die Relegation retten musste. Der Kern seiner Analyse ist klar: Oft war man auf Augenhöhe, vor dem Tor ließ sein Team aber zu viel liegen.

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Hintersteiner ordnet die abgelaufene Spielzeit vor allem über ihren Verlauf ein. Nach der Relegation um den Aufstieg in die Landesliga sei die Pause kurz gewesen, danach habe seine Mannschaft den Einstieg in den Herbst verpasst. „Wir haben eine sehr schwierige Saison gehabt. Nach der Relegation zum Aufstieg in die Landesliga war die Pause relativ kurz, dementsprechend sind wir in die Herbstsaison sehr schlecht reingestartet“, sagt der Trainer. Ganz verloren ging die Mannschaft aber nicht. Im Herbst habe sich die SPV Kematen-Piberbach/Rohr „zum Schluss noch ein bisschen rehabilitiert“ und wieder Punkte geholt. Auch die jüngsten Resultate der Saison zeigen dieses Wechselspiel: Auf ein 4:1 gegen ASKÖ Leonding folgten ein 0:2 bei Union Saxen, ein 3:0 gegen SK Asten, ein 1:2 bei SK Amateure Steyr und zum Abschluss ein 1:1 gegen ATSV Neuzeug. Unter dem Strich standen damit 24 Punkte und Rang zwölf.
Der eigentliche Knackpunkt lag für Hintersteiner weniger in fehlender Konkurrenzfähigkeit als in der Verwertung. „Viele Spiele waren gleichwertig, aber wir haben die Vielzahl an Torchancen nicht genützt“, sagt er und trifft damit den Kern seiner Rückschau. Gerade weil die Mannschaft laut Trainer in vielen Partien mithalten konnte, wiegt diese Aussage schwer. Im Frühjahr sei die Entwicklung dann wieder in die falsche Richtung gegangen. „Wir haben Spiele abgegeben, haben keine Neuverpflichtungen bekommen und dann einen Negativlauf gehabt“, so Hintersteiner. Deshalb habe man sich „nur mehr über die Relegation retten können“. Dazu kam, dass der Kader nach seinen Worten auch schmerzhafte Abgänge verkraften musste. Vor allem der Verlust eines Stabilisators in der Innenverteidigung und eines Offensivspielers, der immer wieder den Unterschied ausmachen konnte, habe wehgetan. Dass der Trainer trotz Nachfrage keinen einzelnen Spieler herausheben wollte, passt zu diesem Bild. „Aufgrund der schlechten Saison kann man hier keinen herausheben“, sagt er offen.
Der Blick nach vorne fällt trotzdem klar aus. Im Sommer wurden mehrere Zugänge fixiert. Mit Aleksandar Bobar und Julian Schneider kommen Verstärkungen für Defensive und zentrales Mittelfeld, dazu wurden mit Ivan Puskaric ein Stürmer und mit Andreas Forstner ein junges Talent geholt. Auch Dejan Bobar gehört zu den Neuen, wird nach seinem Kreuzbandriss aber im Herbst sicher nicht zur Verfügung stehen. Hintersteiner hofft, „dass er in der Winterpause wieder einsteigen und uns dann in der Frühsaison helfen kann“. Im Umfeld der Mannschaft bleibt dafür alles unverändert. „Trainerstab und Funktionärsseite sind gleich geblieben. Wir gehen mit dem Staff wieder in die neue Saison und hoffen, dass wir eine bessere Saison spielen“, betont der Trainer. Dass die Liga keine Geschenke verteilt, weiß er ohnehin. Den Ennser Sportklub und Union Ansfelden nennt er als verdiente Aufsteiger, dazu sieht er Vereine wie Union Mitterkirchen und ASKÖ Doppl-Hart weiter vorne stark aufgestellt. Die Vorbereitung beginnt nach einer bewusst gewählten vierwöchigen Pause am 20. Juli, danach stehen drei Testspiele an. Für die SPV Kematen-Piberbach/Rohr geht es damit um einen sauberen Neustart – und diesmal vor allem um einen besseren Start in die Saison.