Platz sechs mit 42 Punkten, ein starkes Frühjahr trotz Ausfällen und jetzt ein klarer Blick nach vorne: Bei Union Zorn Gestra Bad Hall geht man in der Bezirksliga Ost mit einem guten Gefühl aus der Saison. Sportlicher Leiter Alexander Meier spricht von einer Halbserie mit vielen Verletzungen, lobt die Breite im Kader und will auch unter dem neuen Trainer am eingeschlagenen Weg mit vielen Eigenbauspielern festhalten.

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Rückblickend sieht Alexander Meier vor allem einen Punkt, der die Monate bei Union Zorn Gestra Bad Hall stark geprägt hat. „Wir haben über die gesamte Halbserie immer wieder mit Verletzungsproblemen zu tun gehabt“, sagt der sportliche Leiter und verweist darauf, dass Schlüsselspieler teils schon früh in der Saison und auch später in der Halbserie ausgefallen sind. Dass Union Zorn Gestra Bad Hall am Ende trotzdem auf 42 Punkte und Rang sechs gekommen ist, führt Meier vor allem auf die Kaderbreite zurück. „Wir haben einen sehr breiten Kader, eine sehr gute 1B und auch einen sehr guten Nachwuchs. Durch die nachrückenden Spieler wurde das sehr gut abgefedert“, sagt er. Gerade das Frühjahr habe ihm deshalb gefallen, weil die Mannschaft nicht eingebrochen sei. In den letzten fünf Spielen holte Union Zorn Gestra Bad Hall noch zwei Siege, spielte einmal unentschieden und blieb auch gegen starke Gegner konkurrenzfähig. „Wir sind sowohl ergebnistechnisch als auch spielerisch sehr zufrieden“, fasst Meier die zweite Saisonhälfte zusammen.
Besonders deutlich wird die Linie des Vereins beim Blick auf jene Spieler, die in den vergangenen Wochen in den Vordergrund gerückt sind. Meier hebt ausdrücklich die jungen Kräfte hervor, die durch die Ausfälle ihre Chance bekommen und sie aus seiner Sicht auch genutzt haben. Vor allem Marcel Pölzguter ist für ihn ein Name, der heraussticht. „Marcel Pölzguter ist heuer im Winter 15 geworden und war damit für die Kampfmannschaft spielberechtigt. Er hat sofort eine Rolle übernommen“, sagt Meier. Er spricht von einem „absoluten Zukunftsversprechen“ und betont gleichzeitig, dass der junge Spieler in Union Zorn Gestra Bad Hall den nächsten Schritt im Erwachsenenfußball machen soll. Doch nicht nur Pölzguter wird intern hervorgehoben. Auch Fabian Spann und Zoltan Zalai nennt Meier ausdrücklich als Beispiele dafür, dass sich Spieler in der entscheidenden Saisonphase bewährt haben. Die Schlussfolgerung daraus ist für den sportlichen Leiter klar: „Diese Spieler haben sich in den letzten fünf, sechs Spielen absolut bewährt. Die Chance wird ihnen gegeben und auf die wird gebaut.“
Neben dem Rückblick auf die Saison ist bei Union Zorn Gestra Bad Hall auch personell einiges in Bewegung. Nach vier Jahren kam es im Sommer zu einem Trainerwechsel. Der bisherige Trainer hat den Verein laut Meier in beiderseitigem Einvernehmen verlassen. Mit einem neuen Cheftrainer, Peter Winkler, geht Bad Hall nun in die kommende Saison, von dem man sich vor allem in der Entwicklung der jungen Spieler einen frischen Impuls erwartet. Viel Aktivität am Transfermarkt soll es dagegen nicht geben. Als Neuzugang steht Innenverteidiger Ferdinand Racz fest, gleichzeitig betont Meier, dass alle Kaderspieler, mit denen man in die neue Saison gehen will, aktuell fit sind. Dass Union Zorn Gestra Bad Hall grundsätzlich weiter auf die eigene Ausbildung setzt, ist für ihn ohnehin der entscheidende Punkt. „Wir gehen den Weg mit sehr vielen eigenen Spielern aus dem Nachwuchs und maximal mit Ergänzungen aus dem näheren Umfeld der Gemeinde“, sagt er. Nur wenige Akteure im aktuellen Kader stammen nicht aus dem eigenen Nachwuchs, was Meier mit sichtbarem Stolz anspricht: „Da sind wir schon stolz, dass wir über Jahre in der Bezirksliga vorne mitmischen.“
Der Blick nach vorne fällt bei Union Zorn Gestra Bad Hall deshalb auch entsprechend ruhig aus. Meier sieht in der abgelaufenen Saison bestätigt, dass der eingeschlagene Weg trägt, gerade weil die Mannschaft trotz Ausfällen stabil geblieben ist und junge Spieler Verantwortung übernommen haben. Im Liga-Vergleich nennt er Union Ansfelden als jene Mannschaft, die „den intensivsten und besten Fußball gespielt“ habe, während er beim Ennser Sportklub vor allem die individuelle Qualität hervorhebt. Ein Saisonhighlight war für ihn trotzdem, dass die Mannschaft auch gegen starke Gegner ihr Niveau zeigen konnte. Genau darin sieht er auch einen Fingerzeig für die Zukunft: Wenn die Mannschaft gegen starke Gegner ihr bestes Spiel abliefert, ist sie in dieser Liga weiter konkurrenzfähig. Mit Neo-Trainer Winkler an der Seitenlinie und einer klaren Linie im Kader geht Union Zorn Gestra Bad Hall daher mit einer recht klaren Botschaft in die kommende Saison: möglichst wenig Aktionismus, dafür Vertrauen in jene Spieler, die sich zuletzt empfohlen haben.