Spielberichte

„Wir haben zu viele schlechte Entscheidungen getroffen“ – Blaue Elf Linz gerät am Bachlberg schon früh klar ins Hintertreffen

SK ADmira Linz
Blaue Elf Linz

In der Bezirksliga Ost hat der SK ADmira Linz das Duell mit der ASKÖ Blaue Elf Linz mit 5:2 gewonnen. Aus Sicht von Trainer Gheorge Cibu lag der Grund für die Niederlage des Aufsteigers klar in der eigenen Anfangsphase. Er sprach nach dem Spiel von einem „Tag der falschen Entscheidungen“ und sah genau dort den Knackpunkt der Partie, in der seine Mannschaft danach lange hinterherlaufen musste.

Bällesack

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Drei frühe Gegentore als schwere Hypothek

Für Cibu war das Spiel am Bachlberg praktisch von Beginn an aus dem Tritt geraten. „Es war ein Tag der falschen Entscheidungen von unserer Seite“, sagte der Trainer und meinte damit vor allem die ersten Minuten, in denen seine Mannschaft nie richtig in die Partie fand. Bereits in der 1. Minute brachte Matthäus Ortmayr die Admira in Führung, nur kurz darauf erhöhte Elias Engleder in der 3. Minute auf 2:0. Der Blaue-Elf-Coach schilderte diese Phase als besonders bitter, weil man gewusst habe, was auf die Mannschaft zukommen würde. „Wir haben gewusst, dass Admira uns unter Druck setzen möchte, wenn wir den Ball in unserem Drittel haben. Anstatt dass wir den Ball nach vorne spielen, haben wir es verdengelt“, sagte Cibu. Als Alexander Obermühlner in der 16. Minute auch noch das 3:0 erzielte, war der Rückstand aus Sicht der Gäste schon sehr groß.

Vor der Pause keimte Hoffnung auf, nach dem Seitenwechsel war sie schnell wieder weg

Ganz aufgegeben hatte sich die Blaue Elf nach diesem Fehlstart aber nicht. Cibu erklärte, dass seine Mannschaft nach dem 0:3 versucht habe, „das Spiel in die eigene Hand zu bekommen“ und mehr Druck zu erzeugen. Das zeigte sich auch auf der Anzeigetafel, als Benjamin Patocs in der 30. Minute auf 3:1 verkürzte. „Da ist ein bisschen ein Funken Hoffnung aufgekommen“, sagte der Trainer rückblickend. Mit diesem Zwischenstand ging es auch in die Pause, und dort wurden laut Cibu die Punkte angesprochen, die verbessert werden mussten. Doch der Neustart misslang. Schon in der 50. Minute stellte Alexander Obermühlner mit seinem zweiten Treffer des Abends auf 4:1. Cibu sprach auch hier wieder von einem „eklatanten Fehler“ seiner Mannschaft und stellte klar: „Somit war eigentlich das Spiel entschieden.“

Admira blieb druckvoll, Blaue Elf stemmte sich noch einmal dagegen

Dass seine Mannschaft sich trotz des neuerlichen Rückschlags nicht völlig hängen ließ, zeigte die Schlussphase. Die Gäste kamen in der 80. Minute durch Ismail Muratspahic noch einmal auf 4:2 heran und versuchten danach, alles nach vorne zu werfen. Cibu sagte: „Wir haben dann noch einmal alles in die Waagschale geworfen.“ Dazu passte auch, dass bei einer späten Ecke sogar der Tormann mit nach vorne geschickt wurde. Das letzte Tor fiel dann aber wieder auf der anderen Seite. Tim Permadinger traf in der Nachspielzeit zum 5:2-Endstand. Für Cibu war dieses fünfte Gegentor kein zentraler Punkt mehr. Er formulierte es deutlich: „Das 5:2 ist eigentlich nicht mehr erwähnenswert.“ Viel wichtiger war für ihn, dass seine Mannschaft dem Spiel wegen der frühen Fehler fast die ganze Zeit hinterherlaufen musste.

Klare Analyse des Trainers und der Blick auf die nächsten Aufgaben

In seiner Gesamtbewertung fand Cibu klare Worte. „Wir haben schlichtweg zu viele schlechte Entscheidungen getroffen. Wir haben es viel zu kompliziert versucht“, sagte der Trainer. Gleichzeitig erkannte er an, dass die Admira genau das auf den Platz brachte, was seine Mannschaft erwartet hatte. „Admira hat druckvoll gespielt, giftig gespielt, spritzig gespielt und uns immer wieder unter Druck gesetzt“, meinte er. Die Gastgeber hätten aus den Fehlern der Gäste Kapital geschlagen und „somit auch zu Recht gewonnen“. Einen Nebenschauplatz wollte Cibu nach dem Schlusspfiff nicht aufmachen. „Die Leistung von Schiedsrichter Ömer war absolut in Ordnung“, stellte er klar. Den Fokus richtet er stattdessen auf die eigene Arbeit: Seine Mannschaft müsse „konzentrierter sein, taktisch disziplinierter sein und unseren Spielplan besser durchsetzen“, damit es im nächsten Spiel anders läuft.

Bezirksliga Ost: SK ADmira : BE Linz - 5:2 (3:1)

  • 94
    Tim Permadinger 5:2
  • 80
    Ismail Muratspahic 4:2
  • 50
    Alexander Obermühlner 4:1
  • 30
    Benjamin Patocs 3:1
  • 16
    Alexander Obermühlner 3:0
  • 3
    Elias Engleder 2:0
  • 1
    Matthäus Ortmayr 1:0