Spielberichte

"Es war fast nicht möglich, dass ein Spielfluss zusammenkommt" – SK Admira Linz verliert in Hofkirchen/Traunkreis

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Sportunion Hofkirchen/Trk
SK ADmira Linz

In der Bezirksliga Ost musste sich der SK ADmira Linz am Sonntag bei der Sportunion Hofkirchen/Traunkreis mit 0:3 geschlagen geben. Das Ergebnis fiel aus Sicht der Linzer deutlicher aus, als es der Spielverlauf lange hergab. Matthias Kowatsch sprach nach dem Spiel von vielen Unterbrechungen, fehlendem Spielfluss und einem Gegner, der in den entscheidenden Momenten abgebrühter auftrat. Vor allem nach der Pause blieb ein möglicher Anschluss lange liegen.

Die Beine mehrerer Fußballspieler in Rot-Gelb und Weiß

Image by Phillip Kofler from Pixabay

Starker Beginn ohne Ertrag

Admira war nach Darstellung von Matthias Kowatsch gut in die Partie gekommen und hatte vor allem in der Anfangsphase mehr vom Spiel. Bis zur Trinkpause nach rund 25 Minuten sah der Funktionär seine Mannschaft sogar klar überlegen. Die Linzer erarbeiteten sich gute Möglichkeiten und hatten mit einem Stangenschuss auch die große Gelegenheit auf die Führung. "Bis zur Trinkpause waren wir klar überlegen", sagte Kowatsch. Genau diese Phase nutzte Admira aber nicht, und danach kippte das Spiel Stück für Stück. Der Aufsteiger setzte immer öfter auf hohe Bälle nach vorne, gewann diese mit einer robusten Art gut weiter und nahm den Gästen damit den Rhythmus. Admira verlor den Faden, ließ sich auf diese Spielweise ein und geriet dann in Minute 36 in Rückstand. Igor Kutic traf für die Gastgeber zum 1:0, mit diesem Spielstand ging es auch in die Pause.


Nach Seitenwechsel war mehr drin

Aus der Kabine kam Admira laut Kowatsch deutlich verbessert zurück. Die Linzer brachten wieder mehr Ruhe in ihr Spiel und arbeiteten sich in eine Phase hinein, in der der Ausgleich möglich schien. Die große Chance zum 1:1 blieb jedoch ungenutzt. Gerade deshalb war aus Sicht der Gäste viel liegen geblieben, weil Hofkirchen zu diesem Zeitpunkt noch voll in Reichweite war. In Minute 61 sah dann mit Martin Zauner ein Spieler der Gastgeber die Rote Karte, doch auch diese Szene brachte der Partie keinen echten Fluss mehr. Kowatsch nannte die vielen Unterbrechungen den entscheidenden Punkt des Nachmittags. "Es war fast nicht möglich, dass ein Spielfluss zusammenkommt und dass man wirklich einmal längere Dominanz entwickelt", sagte er. Dazu kam, dass es laut Kowatsch nach der Roten Karte auch von den Rängen her unruhig wurde und sogar ein Ordner zweimal über das Feld gehen musste. Für Admira war es dadurch schwer, über längere Zeit Druck aufzubauen.

Strauch macht in Schlussphase Deckel drauf

Je länger die Partie dauerte, desto mehr lief sie den Linzern davon. Kowatsch betonte zwar, dass seine Mannschaft bis zum Schluss versuchte, noch etwas mitzunehmen, doch klare und wirklich torgefährliche Aktionen kamen zu selten. Hofkirchen war in den entscheidenden Momenten schlicht konsequenter. Das 2:0 fiel in Minute 86, als Clemens Strauch traf. Drei Minuten später legte Strauch noch einmal nach und stellte auf 3:0. Über die strittigen Szenen wollte Kowatsch kein großes Thema aufmachen. Eine Szene sei schwer zu beurteilen gewesen, die letzte für ihn eher klar. Auch bei der Roten Karte gegen Hofkirchen gebe es unterschiedliche Sichtweisen. Den Schiedsrichter wollte er aber ausdrücklich nicht für die Niederlage verantwortlich machen. "Alles in allem war es ein faires Spiel", sagte Kowatsch, auch wenn es durch die vielen Unterbrechungen sehr zerfahren blieb.

Junge Admira soll aus solchen Spielen lernen

So blieb beim SK Admira Linz nach dem 0:3 weniger der Eindruck einer klar unterlegenen Mannschaft zurück, sondern eher jener einer Partie, in der mehr möglich gewesen wäre. "Am Ende des Tages war es ein Spiel, das man nicht zwingend verlieren hätte müssen", meinte Kowatsch. Den Unterschied sah er vor allem in der größeren Abgebrühtheit des Gegners. Die Union Hofkirchen habe mit Kampfschärfe, Erfahrung und einer körperbetonten Spielweise aus dem Match sehr viel gemacht, während seiner Mannschaft in solchen Spielen noch ein Stück Erfahrung fehle, um die Partie klarer zu lenken. Gerade das ordnet Kowatsch aber als Teil der Entwicklung ein, weil Admira mit einer sehr jungen Mannschaft unterwegs ist. Trotz der Enttäuschung blieb daher auch etwas Positives hängen. "Die Einstellung von jedem Einzelnen stimmt. Das stimmt mich auch positiv für die weitere Entwicklung", sagte er. Die Niederlage war deutlich, die Erkenntnisse für die kommenden Wochen aus Sicht der Linzer aber ebenso klar.

Bezirksliga Ost: SU Hofkirchen : SK ADmira - 3:0 (1:0)

  • 89
    Clemens Strauch 3:0
  • 86
    Clemens Strauch 2:0
  • 36
    Igor Kutic 1:0