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„Aufgrund der Anfangsphase bin ich zufrieden mit dem Punkt“ – darum kann Union Saxen mit Punkt gut leben

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Union Mitterkirchen
Union Saxen

In der Bezirksliga Ost hat die Union WABS Saxen im Derby bei der Union Mitterkirchen ein 1:1-Unentschieden mitgenommen und konnte laut Neo-Trainer Marian Haider mit diesem Punkt „ganz gut leben“. Nach einer schwierigen Anfangsphase fing sich Saxen, ging durch Martin Winklehner kurz vor der Pause in Führung und kassierte nach dem Seitenwechsel den Ausgleich durch Paul Haslinger. Weil die Gäste aus vielen guten Räumen zu wenig machten, blieb es am Ende beim Remis.

Bällesack

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Saxen übersteht heikle Anfangsphase

Haider hatte eine offene Partie gesehen, in der beide Seiten gegen den Ball Probleme hatten. „Für beide Mannschaften war es gegen den Ball schwierig, weil wir sehr viel Platz zum Spielen gehabt haben und sehr einfach ins letzte Drittel gekommen sind“, sagte der Saxen-Trainer. Gerade in den ersten 25 bis 30 Minuten war Mitterkirchen aus seiner Sicht gefährlicher, weil die Gastgeber mit hohen und diagonalen Chipbällen immer wieder durchkamen und Saxen speziell auf der linken Seite nicht sauber genug stand. Ein Stangenschuss und weitere gefährliche Bälle zur zweiten Stange ließen die Gäste in dieser Phase durchatmen. Erst ab etwa der 30. Minute wurde Saxen griffiger, das Spiel kippte in ein ausgeglicheneres Bild. Umso wichtiger war aus Haiders Sicht das 0:1 kurz vor der Pause: Nach einem Chipball auf rechts brachte Felix Halbartschlager den Ball noch volley zur zweiten Stange, wo Martin Winklehner zum 0:1 traf.


Ausgleich fällt aus Sicht der Gäste zu billig

Auch nach dem Seitenwechsel kam Saxen zunächst nicht gut hinein. „Die ersten zehn Minuten haben wir keinen Zugriff gehabt und sehr viele Räume gelassen“, sagte Haider. Trotzdem ärgerte ihn vor allem die Entstehung des 1:1 in der 56. Minute. Der Ausgleich durch Paul Haslinger fiel nach einem eigenen Einwurf der Gäste, der in der Mitte landete, und einer anschließenden Aktion im Strafraum. Für den Saxen-Coach war das besonders bitter, weil seine Mannschaft in dieser Phase aus seiner Sicht gar nicht so viel zuließ. „Das war kein spielerisches Element, sondern wieder ein dummer Einwurf unsererseits“, meinte Haider und erinnerte daran, dass Saxen auf ähnliche Weise schon einmal ein Gegentor kassiert hatte. Danach wurde die Partie härter und unruhiger, mit vielen Zweikämpfen und hohen Bällen. „Dann war es ein umkämpftes Spiel, ein richtiges Derby“, fasste Haider diese Phase zusammen.

Vieles war besser, nur im letzten Drittel fehlte der Ertrag

Trotz des Remis nahm Haider aus dem Auftritt seiner Mannschaft auch einiges Positives mit. „Die Kommunikation war sehr gut, und die Mannschaft hat ein anderes Gesicht gezeigt als in der letzten Wochen“, sagte er. Auch läuferisch und im Zweikampfverhalten sei Saxen deutlich besser gewesen. Der Plan gegen Mitterkirchen war klar: Weil die Gastgeber im Mittelfeld sehr mannorientiert agieren und viel über Stefan Graf läuft, wollte Saxen nicht ständig auf die Sechser-Positionen spielen, sondern eher eine Linie höher in die Räume dahinter kommen. Genau das gelang vor allem in der ersten Halbzeit immer wieder. Haider sprach von vielen Situationen, in denen seine Mannschaft auf den Halb- oder Außenpositionen Überzahl hatte. Dass daraus nicht mehr wurde, lag für ihn an den letzten Entscheidungen. „Die Entscheidungen aus der Dreierkette heraus waren eigentlich super. Nur die Spielfortsetzung im letzten Drittel, die letzten Laufwege und die nötige Konsequenz haben gefehlt“, sagte der Trainer. Aus seiner Sicht hätte Saxen aus dem vorhandenen Raum deutlich mehr machen können.

Rote Karte in der Schlussphase, Punkt bleibt trotzdem willkommen

Die ganz große Möglichkeit, das Derby doch noch zu gewinnen, sah Haider in der Schlussphase. Die Union Saxen lief nach seiner Schilderung noch einmal alleine auf das Tor zu, ehe Mitterkirchens Paul Gaisrucker das Foul zog und in der 88. Minute Rot sah. Für den neuen Trainer war das eine der entscheidenden Szenen, weil seine Mannschaft in diesem Moment dem 2:1 sehr nahe war. Dass es trotzdem beim 1:1 blieb, passte für ihn aber unter dem Strich. „Aufgrund der Anfangsphase bin ich zufrieden mit dem Punkt“, sagte Haider, auch wenn der Ausgleich nach eigener Führung natürlich schmerzte. Schiedsrichter Aliu bewertete er über weite Strecken als ordentlich, auch wenn ihm in den letzten Minuten etwas die klare Linie fehlte. Für Saxen bleibt damit ein Derby-Punkt, mit dem man leben kann.

Bezirksliga Ost: Mitterkirchen : Saxen - 1:1 (0:1)

  • 56
    Paul Haslinger 1:1
  • 45
    Martin Winklehner 0:1