Spielberichte

„Genau solche Spiele musst du gewinnen“ – Kematen bringt auch einen zähen Nachmittag über die Linie

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Kematen-Piberbach/Rohr
Blaue Elf Linz

In der Bezirksliga Ost hat SPV Kematen-Piberbach/Rohr gegen ASKÖ Blaue Elf Linz einen verdienten 3:1-Heimsieg eingefahren. Der Tabellenführer hatte laut Co-Trainer Daniel Peterstorfer über weite Strecken klar mehr vom Spiel, machte es sich mit der Chancenverwertung aber selbst schwer. Erst nach einer hektischen Phase brachte Kematen die Partie endgültig auf seine Seite und blieb damit auch im fünften Spiel ohne Punktverlust.

Nahaufnahme eines Fußball beim Abstoß durch den Torwart

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Viel Ballbesitz, aber nur ein Tor bis zur Pause

Peterstorfer zeichnete nach dem Schlusspfiff ein klares Bild einer ersten Halbzeit, in der die Gastgeber das Kommando hatten. „In der ersten Halbzeit hatten wir gegen einen tief stehenden Gegner gefühlt rund 80 Prozent Ballbesitz“, sagte der Co-Trainer. Die Linzer zogen sich weit zurück, konzentrierten sich fast ausschließlich auf die Defensive und lauerten auf Konter. Aus diesen Situationen entstand laut Peterstorfer aber kaum etwas, abgesehen von einem Torschuss. Kematen war dagegen gut im Spiel, musste sich auf schwierigem Platz jede Aktion sauber erarbeiten und kam trotzdem immer wieder zu guten Möglichkeiten. Belohnt wurde der Aufwand vorerst nur mit dem 1:0 durch Lukas Pölz in der 31. Minute. Dass zur Pause trotzdem nur ein knapper Vorsprung stand, passte dem Co-Trainer gar nicht. „Mit etwas mehr Effizienz hätten wir schon zur Pause 2:0, 3:0 oder sogar 4:0 führen können“, sagte Peterstorfer und brachte damit auf den Punkt, warum sich die Partie länger offen hielt, als es dem Spielverlauf eigentlich entsprach.


Unterzahl, Anschluss und schnelle Antwort

Nach der Pause bekam die Partie dann eine Phase, die den Heimischen noch einmal alles abverlangte. „Wir kamen nach der Pause nicht mit der nötigen Konsequenz aus der Kabine“, sagte Peterstorfer. Kematen war in dieser Phase in Unterzahl, wollte das Spiel aber nicht aus der Hand geben, stellte sein Auftreten etwas um und ging bewusst kein unnötiges Risiko ein. Nach diesen turbulenten Minuten fand Kematen wieder besser hinein und kam in der 71. Minute zum aus seiner Sicht verdienten 2:0 durch Rene Gumplmayr. Ruhe brachte dieser Treffer aber nicht, denn Benjamin Patocs stellte nur zwei Minuten später mit dem 2:1 den Anschluss her. Die Gäste warfen danach alles nach vorne, und hätten mit etwas glück sogar den Ausgleich erzielen können, doch Kematen blieb stabil und antwortete sofort: Andreas Forstner machte in der 76. Minute das 3:1 und entschied die Partie damit endgültig.

Moral als Schlüssel

Gerade weil das Spiel nicht durchgehend rund lief, war Peterstorfer mit dem Auftritt seiner Mannschaft am Ende einverstanden. „Heute war es sicher nicht unsere beste Leistung, aber genau solche Spiele musst du gewinnen“, sagte er. Für ihn war es ein Nachmittag, an dem man als Mannschaft auch dann funktionieren muss, wenn der Gegner tief steht, der Platz schwierig zu bespielen ist und nicht alles sauber zusammenläuft. Genau diesen Punkt hob er besonders hervor. „Wir haben Moral gezeigt, auch in Unterzahl ruhig weitergespielt und am Ende verdient gewonnen.“ Dazu kamen sogar noch weitere Möglichkeiten, den Sieg höher ausfallen zu lassen. Mit 15 Punkten aus fünf Spielen bleibt Kematen damit vorne, der Co-Trainer hielt den Blick aber bewusst nüchtern: „Jetzt heißt es regenerieren, weiterarbeiten und demütig bleiben.“

Bezirksliga Ost: Kematen-Piberbach/Rohr : BE Linz - 3:1 (1:0)

  • 76
    Andreas Forstner 3:1
  • 73
    Benjamin Patocs 2:1
  • 71
    Rene Gumplmayr 2:0
  • 31
    Lukas Pölz 1:0