In der Bezirksliga Ost hat die Union HOVA Adlwang das Kellerduell gegen den SC St. Valentin mit 8:3 gewonnen und damit am fünften Spieltag ein deutliches Zeichen gesetzt. Schon früh war zu sehen, in welche Richtung der Sonntagnachmittag laufen würde. Für Sektionsleiter Mario Schoißwohl lag der Grund klar auf der Hand: Adlwang ging mit voller Entschlossenheit in dieses enorm wichtige Spiel und ließ den Gästen kaum Luft. Dass die Partie trotzdem noch drei Gegentore brachte, passte für ihn als einziger Makel nicht ins Bild.

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Was Schoißwohl nach dem Schlusspfiff schilderte, ließ sich im Spielverlauf klar ablesen. „Wir wussten, dass das ein sehr wichtiges Spiel ist, um uns von den hinteren Abstiegsplätzen abzusetzen. Die Mannschaft ging von der ersten bis zur letzten Minute raus und zeigte dem Gegner, dass es hier heute in Adlwang nichts zu holen gibt“, sagte der Sektionsleiter. Schon ab der 13. Minute schlug sich diese Haltung auch auf der Anzeigetafel nieder. Fabio Mugrauer brachte die Gastgeber in Führung, nur eine Minute später legte Paul Dorfer das 2:0 nach. Dorfer erhöhte in der 21. Minute sogar auf 3:0, ehe Antonio Dramac nur drei Minuten später bereits das 4:0 folgen ließ. Damit war die Partie früh in eine Richtung gekippt, die St. Valentin kaum mehr korrigieren konnte.
Auch wenn David Heigl nach 29 Minuten auf 1:4 verkürzte, änderte das am Bild des Spiels aus Adlwanger Sicht wenig. Schoißwohl formulierte es deutlich: „Wenn ein Spiel 8:3 ausgeht und es nach einer halben Stunde 4:0 steht, dann kann man sagen, dass eigentlich alles aufgegangen ist. Der Gegner war von der ersten Minute an mit unserem Powerplay und unserem Drang aufs Tor überfordert.“ Adlwang blieb in dieser wilden Phase vorne weiter effektiv. Bela David Barna stellte in der 33. Minute auf 5:1, Cihan Koc verkürzte noch einmal auf 2:5, doch noch vor der Pause traf Bela David Barna ein zweites Mal zum 6:2-Halbzeitstand. Nach Seitenwechsel erhöhte Mugrauer mit seinem zweiten Treffer rasch auf 7:2. Dass Koc später noch einmal zum 3:7 traf, störte Schoißwohl trotzdem. „Was mir nicht gefallen hat, ist, dass wir trotzdem drei Gegentore bekommen haben. Alle drei wären zu vermeiden gewesen und waren Geschenke für den Gegner“, sagte er. Den letzten Treffer des Tages erzielte schließlich Ivan Dramac in der Nachspielzeit zum 8:3.
Bei aller Freude über acht eigene Tore suchte Schoißwohl den Sieg nicht mit Häme gegenüber dem Gegner zu erklären. „Der Gegner wurde sicher unter seinem Wert geschlagen, da uns an diesem Tag alles aufging“, meinte er und schob sogar nach: „Mit dem Tormann konnte man auch ein bisschen Mitleid haben, weil er bei fast keinem Tor etwas machen konnte.“ Für Adlwang war es vor allem die Bestätigung, dass die Mannschaft mit ihrer Art Fußball zu spielen auf dem richtigen Weg ist. „Wir gaben St. Valentin von der ersten Minute an das Gefühl, dass sie heute hier nichts holen können“, sagte Schoißwohl. Dazu stellte er auch den größeren Zusammenhang her: „Wir sind die ganze Saison charakterlich und moralisch stark.“ Nach fünf Runden steht damit erst eine Niederlage zu Buche, und gerade in einem direkten Duell im unteren Tabellenbereich kann so ein klarer Sieg Wirkung entfalten. "Fokus muss jetzt auswärts auf Leonding liegen, hier könnten wir uns dann Luft zu den Abstiegsplätzen verschaffen", meinte er weiter. Schoißwohl sprach auch die 1B-Mannschaft an: "Für unsere sehr wichtige 1B freut es mich besonders, auch weil sie das Spiel umdrehten und sich ebenfalls mit dem ersten Dreier belohnten. Hier ist auch sehr viel Qualität im Team, mit einigen vielversprechenden Talenten."
Zum Abschluss richtete Schoißwohl den Blick nicht nur auf das Ergebnis, sondern auch auf das Drumherum. „Ich möchte mich ganz herzlich bei den heimischen Fans bedanken, die trotz strömenden Regens auf den Fußballplatz gekommen sind und die Mannschaft unterstützt haben“, sagte er. Dazu kam von ihm auch ein ausdrückliches Lob an das Gespann auf dem Feld: „Ich fand die Leistung von Schiedsrichter Vrtagic extrem gut und besonders die Linienrichter waren an diesem Tag wirklich erste Sahne.“ Vor allem aber blieb für ihn die mannschaftliche Geschlossenheit der wichtigste Punkt. „Großes Kompliment an die kompakte Mannschaftsleistung. Unglaublich und ich bin echt stolz auf die Jungs“, sagte Schoißwohl. Für die Union Adlwang war dieses 8:3 damit weit mehr als nur ein torreiches Ergebnis. Es war ein Nachmittag, an dem fast alles funktionierte, an dem viele Treffer fielen und an dem die Gastgeber im Kampf um Abstand nach hinten genau das Signal setzten, das sie setzen wollten.