In der Bezirksliga Ost hat die ASKÖ Blaue Elf Linz am Freitagabend gegen die Union Zorn Gestra Bad Hall einen deutlichen 5:1-Heimsieg gefeiert. Trainer Gheorge Cibu sah den Ausschlag vor allem darin, dass seine Mannschaft den Plan diesmal konsequent über die gesamte Spielzeit durchzog. Gegen einen spielerisch starken Gegner legte der Aufsteiger schon vor der Pause den Grundstein und zog die Partie danach in entscheidenden Momenten klar auf seine Seite.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Für Cibu war die Basis des Erfolgs schnell erkennbar. „Grundsätzlich muss man sagen, dass wir es endlich einmal geschafft haben, unseren Matchplan über 90 Minuten durchzuziehen“, sagte der Trainer nach dem Spiel. Genau diesen Eindruck hinterließ die Blaue Elf auch im Verlauf der Partie. Bad Hall brachte seine spielerische Qualität mit, doch die Gastgeber hielten mit viel Intensität dagegen und ließen sich auf die Anforderungen dieses Abends ein. In der 28. Minute brachte Benjamin Patocs die Linzer mit 1:0 in Führung, kurz vor dem Seitenwechsel legte David Christian Hutter in der 42. Minute das 2:0 nach. Dass es mit diesem Vorsprung in die Kabinen ging, war für Cibu ein wichtiger Punkt, weil seine Mannschaft bis dahin nicht nur konsequent arbeitete, sondern auch die eigenen Vorstöße nützte.
Die Partie war damit aber noch nicht erledigt, das sprach auch der Trainer offen an. „Es war eine offene Partie, wo der Gegner immer wieder zu Chancen gekommen ist, wenn wir nicht ganz dabei waren“, sagte Cibu. Genau diese Phase kam nach dem Seitenwechsel, als Bernhard Reichl Bad Hall in der 59. Minute auf 2:1 heranbrachte. Für die Gäste war das der Moment, in dem sie noch einmal an eine Wende glauben durften. Cibu hatte diese Reaktion erwartet: „Wir haben gewusst, dass der Gegner noch einmal zurückkommen will, noch einmal alles reinwerfen möchte.“ Umso wichtiger war aus seiner Sicht, dass seine Mannschaft danach nicht in Hektik verfiel. In der 74. Minute stellte Riste Atanasov auf 3:1, und genau dieses Tor hob der Trainer besonders hervor, weil es den Druck der Gäste wieder klar abbremste.
Mit dem 3:1 war der Widerstand von Bad Hall gebrochen, und die Blaue Elf brachte den Abend in der Schlussphase deutlich zu Ende. Julius Redl erhöhte in der 90. Minute auf 4:1, Simon Ludwig Berger setzte in der Nachspielzeit mit dem 5:1 den Schlusspunkt. Cibu ordnete diese Phase klar ein: „Nach dem 2:1 haben wir noch einmal versucht, unsere Aktionen gezielt zu beenden. Das ist uns mit dem 3:1 gelungen. Die letzten zwei Tore sind aus Kontern gefallen, und die haben dann bestätigt, dass wir das Spiel auch verdient gewonnen haben.“ Diese Aussage passt zum Gesamtbild. Die Linzer blieben nicht nur zweikampfstark und wachsam, sondern waren nach vorne auch entschlossener, sobald sich Räume auftaten. So wurde aus einem anfangs offenen Spiel am Ende ein klarer Heimsieg.
Besonders zufrieden war Cibu mit der Art, wie seine Mannschaft das Spiel angenommen hat. „Auf jeden Fall die Hingabe, das Wollen, jeden Zweikampf zu gewinnen, das Wollen, jeden Ball zu behaupten, das Wollen, jede Aktion positiv zu beenden“, nannte er als größte Stärke seines Teams. Entsprechend deutlich fiel auch sein Lob aus: „Somit sehr, sehr glücklich über die Leistung der Mannschaft und Gratulation an die Jungs.“ Gleichzeitig wollte der Trainer den Sieg nicht größer machen, als er ist. Verbesserungspotenzial sieht er trotz des klaren Ergebnisses überall: „In allen Belangen. Natürlich wollen wir uns spielerisch verbessern. Natürlich wollen wir uns kämpferisch verbessern. Natürlich wollen wir uns taktisch verbessern.“ Auch der Gegner bekam Respekt mit auf den Weg. Cibu bezeichnete die Union Bad Hall als „sehr, sehr starke Mannschaft“ mit „sehr guten Einzelspielern“ und betonte, dass sein Team viel investieren musste, um die Gäste nicht zur Entfaltung kommen zu lassen. Gerade deshalb dürfte dieser 5:1-Erfolg für die Linzer mehr sein als nur ein gutes Resultat: Er war der Beleg, dass die Blaue Elf ihren Zugang an diesem Abend vom Anpfiff bis zum Schlusspfiff durchgezogen hat.