In der Bezirksliga Ost hat ASKÖ Leonding am Freitagabend gegen Union HOVA Adlwang mit 0:2 verloren. Für die Gäste war es ein Sieg mit Gewicht, weil sie damit den Abstand nach hinten vergrößerten. Mario Schoißwohl führte die drei Punkte vor allem auf die frühe Führung, eine kompakte Abwehrarbeit und auf die Effizienz vor dem Tor zurück, die Adlwang diesmal über die ganze Partie trug.

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Schon vor dem Anpfiff war für Adlwang klar, wie wichtig dieser Abend werden konnte. Schoißwohl sprach von einem richtungsweisenden Auswärtsspiel, mit dem seine Mannschaft Abstand zu den Abstiegsrängen halten wollte. Der Plan war deshalb klar und einfach: hinten kompakt stehen und vorne die Chancen sauber nutzen. Genau so begann die Partie dann auch. Die Gäste kamen nach seiner Einschätzung gut hinein und erarbeiteten sich früh Möglichkeiten. Bereits in der 5. Minute fiel das 1:0 durch Bela David Barna, und genau dieses frühe Tor gab dem Spiel die Richtung. „Unsere Mannschaft war vom Trainer perfekt eingestellt. Wir wollten kompakt stehen und effizient unsere Chancen nutzen“, sagte Schoißwohl. Die Führung habe „das Spiel dann auf unsere Seite geschoben“, so der Sektionsleiter, und damit den Matchplan von Beginn an gestützt.
Nach der Pause musste Leonding naturgemäß mehr tun, und Schoißwohl hielt fest, dass das Heimteam „alles Mögliche“ versuchte, um noch einmal zurückzukommen. Adlwang zog sich dagegen immer weiter zurück und war vor allem mit konsequenter Defensivarbeit beschäftigt. „Die letzten zwanzig Minuten verteidigten wir eigentlich nur mehr in der eigenen Hälfte“, schilderte Schoißwohl. Trotzdem sah er seine Mannschaft in dieser Phase sehr stabil. Die einzige echte Topchance der Leondinger sah er schon vor der Pause bei einem Eckball in der 44. Minute, als die Gäste Glück hatten. Offensiv hatte Paul Dorfer schon zuvor auf sich aufmerksam gemacht, einmal mit einem Weitschuss an die Latte und einmal mit einem weiteren Versuch knapp am Kreuzeck vorbei. In der Nachspielzeit machte er es dann besser und traf per Freistoß zum 2:0. "Ich bin froh das Pauli mit seinen harten Schüßen keine gegnerischen Spieler verletzt hat, beim aufwärmen hätte schon ein Fenster dran glauben müssen", meinte der Sektionsleiter scherzhaft. Für Schoißwohl war das „der Sargnagel“ und damit die endgültige Entscheidung.
Dass am Ende die Null stand, war für Adlwang fast so wichtig wie das Ergebnis selbst. „Die größte Stärke waren die Kompaktheit, die Effizienz vor dem Tor und zum ersten Mal auch eine sehr gute Abwehrleistung“, sagte Schoißwohl. Bemerkenswert war das aus Sicht der Gäste auch deshalb, weil mit Ivan Dramac der Spielmacher fehlte und man in der Offensive andere Lösungen finden musste. Umso mehr hob Schoißwohl den Charakter der Mannschaft hervor: „Die Mannschaft hat charakterlich und moralisch wieder bewiesen, in welch guter Verfassung sie ist.“ Lob gab es außerdem für die mit gereisten Fans, die das Auswärtsspiel „zu einem Heimspiel“ gemacht hätten. Besonders freute sich Schoißwohl für den seit mehreren Runden formstarken Paul Dorfer, aber auch für den jungen 18 jährigen Linksverteidiger Ardit Ramaj, der aus seiner Sicht seine Qualitäten immer häufiger zeigte. Schoißwohl betonte aber "es wär unfair jetzt jemanden herauszuheben da es einfach von allen super gemacht wurde und immer die gesamte Manschaftsleistung in Vordergrund steht" er meinte weiter, "da wir jetzt wissen, das wir solche engen Spiele auch für uns entscheiden können, wird das Selbstvertrauen sicher nicht kleiner machen". Auch mit der Leistung des Schiedsrichters war man zufrieden; strittige Szenen sah Schoißwohl keine.
Schoißwohl wollte den Erfolg deshalb auch nicht als bloßen Einzelmoment verstanden wissen. „Eigentlich sind wir gut aufgestellt“, sagte er und verwies darauf, dass Adlwang nun erstmals ohne Gegentor blieb. Für ihn ergibt das ein stimmiges Gesamtbild: „Das spiegelt eigentlich wieder, dass wir eine gute, kompakte Mannschaft sind und eine super Mischung haben mit jungen Talentierten sowie erfahrenen Spielern, mit einer guten Defensive und einem guten Sturm. Ein sehr ausgeglichenes Team mit einer unglaublichen Moral das wieder auch den guten Charakter des Teams zeigt.“ Genau dieses Gleichgewicht brachte Adlwang diesmal auch am Platz durch. Der Lohn war ein 2:0-Auswärtssieg, der in der Tabelle auf neun Punkte bringt und nach diesem richtungsweisenden Abend deutlich mehr ist als nur ein ordentliches Resultat.