In der Bezirksliga Ost hat die Union WABS Saxen am Sonntagnachmittag die ASKÖ Doppl-Hart 74 mit 6:1 besiegt und dabei vor allem kurz vor der Pause den Grundstein gelegt. Neo-Trainer Marian Haider sprach nach dem Schlusspfiff von einem ganz wichtigen Doppelschlag vor der Halbzeit. Genau diese Phase machte aus einer zunächst offenen Partie eine klare Angelegenheit, auch wenn der neue Coach das Endergebnis insgesamt „schon zu hoch“ einordnete.

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Saxen hatte von Beginn an mehr vom Spiel und kam laut Haider vor allem über den Ballbesitz in die Partie. „Der Gegner hat uns im 4-4-2 versucht zu stören, aber nicht wirklich attackiert. Wir haben sehr viel Ballbesitz gehabt und waren auf alle Fälle die aktivere Mannschaft“, sagte der Trainer. Ganz ungefährlich war Doppl-Hart dennoch nicht. Über Umschaltsituationen wurde es immer wieder unruhig, dazu kam eine Aktion der Gäste, die noch vor der Pause wegen Abseits aberkannt wurde. Mit zunehmender Spieldauer brachte Saxen das Spiel aber mehr und mehr auf seine Seite. In der 20. Minute war Julian Karl nach einem weiten Einwurf zur Stelle und stellte auf 1:0. Richtig entscheidend wurde dann die Schlussphase des ersten Durchgangs, als Karl in der 43. Minute das 2:0 nachlegte und Matthias Lehbrunner in der Nachspielzeit der ersten Hälfte auf 3:0 erhöhte.
Haider machte keinen Hehl daraus, dass genau dieser Doppelschlag die Partie in eine klare Richtung lenkte. „Sehr wichtig war, dass wir vor der Halbzeit gleich zweimal getroffen haben, das 2:0 und das 3:0“, meinte er. Ganz erledigt war Doppl-Hart damit allerdings noch nicht. Als Alexander Sixl in der 73. Minute per Elfmeter auf 3:1 verkürzte, wurde es für kurze Zeit noch einmal heikel. Umso wichtiger war aus Sicht der Gastgeber die direkte Antwort. Nur vier Minuten später traf Julian Karl zum 4:1 und schnürte damit seinen Dreierpack. Danach spielte Saxen die Räume besser aus, konterte mehrfach gefährlich und legte durch Felix Halbartschlager in der 84. Minute sowie Philipp Mühlehner tief in der Nachspielzeit noch zwei Tore nach. Trotzdem ordnete Haider das Resultat bewusst nüchtern ein: „Das 6:1 ist schon ein bisschen zu hoch. Das Spiel hätte auch anders ausgehen können.“
Warum der Sieg am Ende trotzdem verdient war, erklärte Haider sehr klar. „Ab der 15. oder 20. Minute haben wir gegen den Ball wirklich gut ins Spiel gefunden. Wir waren sehr giftig, sehr aggressiv und haben von vorne bis hinten gut gearbeitet“, sagte er. Gerade dieses unangenehme Anlaufen habe der Union Saxen geholfen, die Stärken des Gegners besser zu kontrollieren. Haider bescheinigte der ASKÖ Doppl-Hart individuelle Klasse und nannte die Gäste eine fußballerische Mannschaft, die auf Fehler warten wollte und immer wieder in Umschaltmomenten gefährlich werden konnte. Dass daraus nicht mehr entstand, lag aus seiner Sicht auch an der eigenen Defensive und am Rückhalt dahinter: „Wir haben einen überragenden Torwart gehabt, der uns auch im Spiel gehalten hat.“ Und vorne passte die Effizienz. „Wenn du sechs Tore schießt, dann ist es natürlich verdient“, sagte Haider. Mit zehn Punkten aus sechs Runden festigt Saxen damit seinen Platz im oberen Drittel der Tabelle.