In der Bezirksliga Ost hat die ASKÖ Leonding am Samstagnachmittag mit 2:1 bei der Union Freller Dach Schiedlberg gewonnen, sich damit aus Sicht von Trainer Dominik Schneeberger enorm wichtige Punkte und den ersten Saisonsieg geholt. Der Coach sah seine Mannschaft über weite Strecken am Drücker, sprach von einer sehr starken ersten Halbzeit und davon, dass sich sein Team diesmal endlich auch mit drei Punkten für den klaren Matchplan belohnt habe.

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Von Beginn an hatte Leonding laut Schneeberger mehr vom Spiel. "Das Spiel war von der ersten Sekunde an in Richtung Leonding", sagte der Trainer, der vor allem den schnellen Zugriff seiner Mannschaft hervorhob. Die Gäste eroberten viele Bälle hoch, hielten Schiedlberg über weite Phasen in dessen Hälfte und spielten vor der Pause fast nur auf das Tor der Gastgeber. In der 11. Minute brachte Mathias Haider die Leondinger mit 1:0 in Führung. Schneeberger ordnete diese Szene so ein: "Das erste Tor war ein Elfmeter aus einer sehr gut herausgespielten Aktion, wo wir wahrscheinlich auch ohne Elfmeterpfiff das Tor gemacht hätten." Weil Leonding weiter am Drücker blieb, folgte kurz vor dem Seitenwechsel auch noch das 2:0. Raoul Wehrl traf in Minute 44 nach einer Freistoßsituation, bei der die Gäste laut ihrem Trainer "konsequent auf dem zweiten beziehungsweise dritten Ball" waren. Für Schneeberger war deshalb klar, dass seine Mannschaft zur Pause eigentlich noch höher hätte führen müssen, weitere klare Chancen ließ man liegen.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich die Grundrichtung der Partie aus Sicht des Leondinger Trainers zunächst nicht entscheidend. Seine Mannschaft blieb in weiten Teilen kontrolliert und ließ Schiedlberg lange nicht richtig ins Spiel kommen. Erst in der Schlussphase wurde es noch einmal enger, weil die Gastgeber in der 75. Minute durch Sebastian Enengl auf 1:2 verkürzten. Schneeberger sprach dabei von einer Unachtsamkeit und meinte, seine Elf habe dieses Gegentor "zu einfach" bekommen. Der Treffer brachte Schiedlberg zwar wieder näher heran und ließ die Partie offener wirken, mehr als dieses Aufbäumen sah der Leondinger Coach aber nicht. "Schiedlberg hat mit dem 2:1 etwas Lunte gerochen, aber keine zwingende Chance mehr auf den Ausgleich vorgefunden", sagte er. So blieb es am Ende bei einem knappen, aus seiner Sicht aber verdienten Auswärtssieg.
Dass Leonding diese Partie mitnehmen konnte, führte Schneeberger vor allem auf die Arbeit seiner Mannschaft gegen den Ball zurück. "Besonders gut funktioniert hat die Arbeit gegen den Ball. Wir haben dem Gegner fast 90 Minuten unser Spiel aufgedrückt", sagte der Trainer. Dazu kam aus seiner Sicht, dass seine Mannschaft auch mit Ball deutlich klarer und cleverer auftrat als in den vergangenen Wochen. Gerade dieser Punkt war ihm wichtig, weil er ausdrücklich davon sprach, dass Leonding diesmal die kapitalen Eigenfehler abgestellt habe. "Wir konnten erstmals in dieser Saison unsere kapitalen Eigenfehler abstellen, und dann kommen auch wir zu unseren drei Punkten", so Schneeberger. Auch den Gegner ordnete er aus dieser Perspektive ein. Schiedlberg habe an diesem Tag nicht die nötige Energie auf den Platz gebracht und im eigenen Ballbesitz Schwierigkeiten gehabt, weil Leonding das Spiel sehr intensiv anging und unbedingt gewinnen wollte.
Ganz ohne Diskussionen ging die Partie aus Leondinger Sicht dennoch nicht vorbei. Schneeberger verwies auf einige strittige Szenen, die aus seiner Sicht eher für die ASKÖ Leonding hätten ausfallen können. Entscheidend blieb für ihn aber etwas anderes: Leonding setzte den Plan konsequent um und belohnte sich diesmal auch auf der Anzeigetafel. "Kompliment an die Mannschaft, die den Matchplan wieder sehr gut umgesetzt hat. Dieses Mal haben wir uns auch mit den drei Punkten belohnt", sagte der Trainer. Gerade mit Blick auf die aktuelle Situation und die Tabelle sei dieser Sieg "sehr, sehr wichtig" gewesen. Entsprechend will man in Leonding den Erfolg nicht größer machen als nötig, aber als klare Bestätigung mitnehmen. "Wir müssen jetzt die nächsten Wochen genau dort in Ruhe weiterarbeiten", gab Schneeberger die Richtung vor.