In der Bezirksliga Ost musste sich die Union Zorn Gestra Bad Hall am Samstagnachmittag gegen den ATSV Neuzeug mit 1:3 geschlagen geben. Nach einem 0:3 zur Pause lief Bad Hall der Partie lange hinterher, auch wenn nach dem Seitenwechsel noch einmal Leben ins Heimspiel kam. Neo-Trainer Peter Winkler sah vor allem den schwachen Beginn als Grund für die Niederlage: „Neuzeug war frischer, agiler und passsicherer als wir.“

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Bad Hall fand von Beginn an nie in den Rhythmus, den sich der Trainer vorgestellt hatte. Peter Winkler sprach nach dem Spiel von einem Auftritt, bei dem „der Spielfluss von Anfang an nicht so zustande gekommen ist, wie wir uns das vorgestellt haben“. Seine Mannschaft spielte laut Winkler behäbig, leistete sich viele unkonzentrierte Fehlpässe nach vorne und kam dadurch kaum in die Partie. Neuzeug nutzte diese Phase konsequent. In der 17. Minute traf Fabian Fischer mit einem Schuss aus rund 35 Metern unter die Latte zum 0:1. Beim 0:2 durch Luca Käfer in der 24. Minute und beim 0:3 kurz vor der Pause durch Florian Ganglbauer halfen die Gastgeber mit Fehlern im eigenen Aufbau zusätzlich mit.
Entsprechend deutlich fiel auch Winklers Analyse aus. „Der Knackpunkt war, dass Neuzeug viel frischer, viel agiler, viel spielfreudiger und viel passsicherer agiert hat als meine Mannschaft“, sagte der Bad-Hall-Coach. Vor allem gegen den Ball und nach Ballverlusten sah er sein Team im Nachteil, weil die Gäste genau auf diese Momente warteten. Winkler beschrieb Neuzeug als Mannschaft, die nach Ballgewinnen mit Lauffreude, Schnelligkeit und viel Bewegung ohne Ball sofort den Weg nach vorne suchte. „Sie sind als Einheit aufgetreten und wir nicht“, brachte er den Unterschied auf den Punkt. Dazu kam, dass Bad Hall laut seinem Trainer gerade jene Lauffreudigkeit und Freude am Spiel vermissen ließ, die es gegen einen so wachen Gegner gebraucht hätte.
Nach dem Seitenwechsel zeigte Bad Hall dann zumindest ein anderes Gesicht. Winkler sah seine Mannschaft nun als spielbestimmendes Team, während sich Neuzeug etwas weiter zurückzog. In der 63. Minute brachte Patrick Grillitsch die Gastgeber mit dem 1:3 noch einmal heran und gab dem Heimteam damit neue Hoffnung. Der Trainer meinte, mit etwas Glück hätte sich daraus vielleicht noch mehr entwickeln können, doch das zweite Tor fiel nicht mehr. „Leider konnten wir nicht den Anschlusstreffer zum 3:2 erzielen. Somit war das Spiel entschieden“, sagte Winkler, der den Auswärtssieg der Gäste ausdrücklich als verdient einstufte. Die Steigerung nach der Pause war da, sie kam für die Bad Haller an diesem Nachmittag aber zu spät.
So blieb für die Union Bad Hall nach der siebenten Runde vor allem die Erkenntnis, dass eine deutliche Steigerung nötig ist. Winkler sprach das nach dem Schlusspfiff offen an und richtete den Blick gleich nach vorne: „Da müssen wir uns schon Gedanken machen, dass wir in der kommenden Woche gegen Kematen eine andere Leistung abliefern.“ Bad Hall hält damit weiter bei zwölf Punkten, der ATSV Neuzeug verbesserte sich auf neun Zähler. Das Ergebnis erklärt sich aus Sicht des neuen Trainers vor allem durch die erste Halbzeit, in der seine Mannschaft nie richtig ins Spiel kam und sich den großen Rückstand einhandelte. Die bessere Phase nach der Pause war vorhanden, sie reichte aber nicht mehr, um die Partie noch einmal wirklich zu drehen.