In der Bezirksliga Ost hat die ASKÖ Leonding am Freitagabend die Union WABS Saxen mit 5:0 besiegt und dabei laut Trainer Dominik Schneeberger den Matchplan fast durchgehend durchgezogen. Leonding war vom Anpfiff weg das aktivere Team, führte zur Pause 2:0 und legte nach dem Seitenwechsel drei weitere Treffer nach. Vor allem das energische Anlaufen und viele hohe Ballgewinne machten für den Coach den Unterschied aus.
Schneeberger musste nach dem Schlusspfiff nicht lange nach einer Erklärung suchen. „Wir dominierten das Spiel im Grunde von der ersten Minute weg“, sagte der Leonding-Trainer und meinte damit vor allem die Art, wie seine Mannschaft gegen den Ball arbeitete. Die Gastgeber eroberten viele Bälle hoch, zwangen Saxen immer wieder zu langen Zuspielen und konnten dadurch sofort wieder Druck aufbauen. So fiel auch früh das 1:0, als Raoul Wehrl in der 7. Minute traf. Der Coach verwies dabei auf einen ganz bewussten Teil des Plans: „Wir wollten viel aufs Tor schießen und konsequent auf die zweiten Bälle gehen.“ Genau daraus sei der Führungstreffer entstanden. Leonding blieb auch danach am Drücker, ließ den Gästen kaum Luft und legte in der 28. Minute durch Michael Halbartschlager das 2:0 nach. Für Schneeberger war genau dieser Treffer der Moment, in dem das Spiel klar in die gewünschte Richtung kippte: „Das 2:0 war entscheidend.“
Besonders ausführlich sprach Schneeberger über die Entstehung des zweiten Tores, weil es für ihn sinnbildlich für den ganzen Abend stand. Zuerst habe seine Mannschaft den Ball konsequent aus der eigenen Box verteidigt, danach sei es mit einem schnellen Umschalten über das ganze Feld gegangen. „Wir haben den Gegner in kürzester Zeit überrannt und sind am Ende auf eine Vier-gegen-Zwei-Situation gelaufen, die wir sehr schön fertig gespielt haben“, schilderte der Trainer. Mit dem 2:0 zur Pause war Leonding laut eigener Einschätzung zwar schon sehr zufrieden, dennoch sah Schneeberger noch Luft nach oben. Nach dem Seitenwechsel setzte sich die Überlegenheit fort. In der 51. Minute erhöhte Sebastian Bauer auf 3:0, wobei der Coach auch hier von einem konsequenten Abschluss sprach und zugleich eine „kleine Mithilfe des Gästetorwarts“ erwähnte. Später schraubten die Gastgeber das Ergebnis weiter in die Höhe: Maximilian Alexander Neubauer traf in der 72. Minute zum 4:0, ehe Raoul Wehrl in der Nachspielzeit mit seinem zweiten Treffer den 5:0-Endstand herstellte.
So klar das Ergebnis am Ende auch ausfiel, ganz ohne Ansatzpunkte für Kritik wollte Schneeberger den Abend nicht abhaken. „Fünf Tore muss man trotzdem einmal machen, das ist absolut positiv hervorzuheben“, sagte er, verband dieses Lob aber sofort mit dem Hinweis, dass der Sieg sogar noch deutlicher hätte ausfallen können. Vor allem im letzten Drittel habe seine Mannschaft nicht in jeder Szene die letzte Klarheit gehabt. „Wir müssen dort den besser postierten Spieler finden und die Chancen besser fertigspielen“, meinte der Trainer. Auch die Bank hob er ausdrücklich hervor, weil Leonding nach seiner Einschätzung von außen noch einmal Qualität und Energie nachlegen konnte. Über den Gegner verlor Schneeberger keine großen Worte, stellte aber fest, dass Saxen „keinen guten Tag“ erwischt habe. Besonders auffällig aus seiner Sicht: „Saxen hatte keinen Schuss auf unser Tor.“ Dazu kam aus Leondinger Sicht noch eine strittige Szene vor der Pause. „In Halbzeit eins müssen wir einen klaren Elfmeter zugesprochen bekommen“, sagte Schneeberger, ergänzte aber auch, dass die Leistung des Schiedsrichters ansonsten „okay“ gewesen sei.
Am Ende rückte der Trainer vor allem die eigene Mannschaft in den Mittelpunkt und sprach von einem Auftritt, der genau so angelegt gewesen sei. „Ein pauschales Kompliment an die Mannschaft“, sagte Schneeberger. Die ASKÖ Leonding habe sich unter der Woche gezielt auf die Union Saxen vorbereitet, den Matchplan entsprechend ausgerichtet und diesen dann am Freitag sehr ordentlich umgesetzt. Gerade deshalb war für ihn nicht nur das Ergebnis wichtig, sondern auch die Art und Weise, wie es zustande kam. „Wir konnten einen kleinen Turnaround schaffen“, sagte er und schob gleich nach, worauf es nun ankommen werde: „Mit diesem Selbstvertrauen und mit dieser Energie müssen wir auch in die nächsten Spiele gehen.“ Nach einem dominanten 5:0, bei dem Leonding mit und gegen den Ball über weite Strecken klar überlegen war, dürfte dieser Abend für die Gastgeber jedenfalls mehr gewesen sein als nur ein deutlicher Sieg. Er war vor allem ein Schritt, an dem sich die kommenden Wochen messen lassen.