In der Bezirksliga Ost hat sich der ATSV Neuzeug am Freitagabend mit einem 2:0-Erfolg gegen die Union HOVA Adlwang belohnt. Trainer Stefan Reifenauer sah einen starken Start seiner Mannschaft, eine versäumte Vorentscheidung vor der Pause und danach eine sehr disziplinierte zweite Hälfte. Am Ende stand für die Gastgeber nicht nur ein verdienter Sieg, sondern laut Coach auch „endlich zu null“ und der erste Heimsieg.

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Reifenauer war mit dem Auftritt seiner Mannschaft vor allem in der ersten Halbzeit sehr einverstanden. „Wir sind sehr gut in das Spiel gestartet und haben von Anfang an das Heft in die Hand genommen“, sagte der Trainer nach dem Schlusspfiff. Neuzeug hatte nach seiner Einschätzung sofort Zugriff, spielte mit viel Selbstvertrauen und brachte genau jene Spielfreude auf den Platz, die er sehen wollte. Der Coach sprach von einem „super Spiel in der ersten Halbzeit“, in dem sich sein Team Chancen erarbeitete und immer wieder zu schönen Kombinationen kam. Der Lohn dafür folgte in der 32. Minute, als Thomas Popp einen Eckball genau dorthin brachte, wo Kilian Eckerstorfer eingelaufen war. Der Verteidiger köpfte zum 1:0 ein und belohnte damit jene Phase auch auf der Anzeigetafel, in der die Gastgeber mehr vom Spiel hatten.
Dass die Partie zur Halbzeit trotzdem noch offen war, lag aus Sicht des Neuzeug-Trainers daran, dass seine Mannschaft in ihrer besten Phase nicht nachlegte. Gerade die letzten zehn Minuten vor dem Seitenwechsel bezeichnete Reifenauer als starke Druckphase. „Leider haben wir verpasst, das zweite Tor nachzulegen“, meinte er und verwies darauf, dass seine Mannschaft da noch sehr gute Möglichkeiten hatte. So ging es nur mit einem knappen 1:0 in die Pause, und genau das machte die Sache bei schwierigen Bedingungen heikel. Der Trainer sprach von feuchtem und rutschigen Platz, weshalb jederzeit Fehler oder Ungenauigkeiten möglich seien. Neuzeug reagierte darauf mit einer etwas anderen Herangehensweise. Die Gastgeber standen nach Wiederbeginn kompakter, ließen Adlwang etwas mehr kommen und legten die zweite Hälfte bewusster an. „Wir haben das wirklich sehr gut wegverteidigt, sehr solide, sehr kompakt gestanden“, fasste Reifenauer diese Phase zusammen.
Ganz ohne Arbeit ging es für die Heimelf in dieser zweiten Halbzeit freilich nicht. Reifenauer bescheinigte den Gästen ein intensives Spiel mit viel Laufbereitschaft und einer klaren Ausrichtung auf Zweikämpfe und zweite Bälle. „Sie haben sehr viel Intensität reingelegt und alles nach vorne geworfen“, sagte der Neuzeug-Coach über Adlwang. Gerade deshalb hob er die Defensivleistung seiner Mannschaft besonders hervor. Sein Lob galt ausdrücklich dem gesamten Kollektiv, weil Neuzeug nach seiner Darstellung über die gesamten 90 Minuten kaum etwas zuließ. „Wir haben eigentlich keine Großchance für Adlwang in 90 Minuten zugelassen“, betonte Reifenauer. Auch die Leitung durch das Schiedsrichterteam wollte er nicht zum Thema machen. Zwar sah er zwei Situationen, die aus seiner Sicht Elfmeter für seine Mannschaft hätten sein können, insgesamt sei der Unparteiische aber „kein maßgebender Faktor“ gewesen und habe die Partie ruhig geleitet.
Die endgültige Entscheidung fiel erst spät, passte aber genau zu dem Plan, den der ATSV Neuzeug nach der Pause verfolgte. In der 88. Minute gewann die Heimelf laut Trainer den Ball in der eigenen Abwehrreihe, Florian Gärtner spielte sofort tief und setzte Georg Storz ideal ein. Der schnelle Offensivspieler gewann das Laufduell, zog alleine Richtung Tor und schob zum 2:0 ein. Reifenauer sprach davon, dass man sich dieses zweite Tor schon früher erhofft habe, umso wichtiger sei es gewesen, dass es am Ende doch noch gefallen ist. Für ihn lag der Unterschied diesmal auch darin, dass seine Mannschaft aus den vergangenen Wochen gelernt habe. „Wir haben das diesmal mit noch mehr Klarheit und Überlegtheit gespielt“, sagte er. Neuzeug habe nicht zu offen agiert, sondern mit mehr Bedacht auf die Absicherung. So wurde aus einer guten Leistung auch ein Ergebnis, das greifbar ist: der erste Heimsieg, laut Trainer endlich ein Sieg zu null und mit zwölf Punkten nach acht Runden vorläufig Platz fünf für Neuzeug.