In der Bezirksliga Ost hielt Union Zorn Gestra Bad Hall gegen SK ADmira Linz lange gut mit, musste sich am Ende aber mit 0:2 geschlagen geben. Für Co-Trainer Karl Pölzguter war die Partie über weite Strecken offen, ehe die Gäste vor dem Tor konsequenter wurden. Genau darin sah er auch den entscheidenden Unterschied: „Sie haben ihre Chancen genutzt. Ganz einfach.“

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Bad Hall lieferte dem Tabellenzweiten vor allem in der ersten Halbzeit einen sehr ordentlichen Kampf. Karl Pölzguter sprach davon, dass seine Mannschaft „sehr gut dagegengehalten“ habe. Vor allem im Mittelfeld und im hinteren Bereich hätten die Gastgeber „fast keine Fehler zugelassen“, obwohl Admira, wie er betonte, „eine sehr hohe und sehr schnelle Spielweise“ auf den Platz brachte. Genau deshalb wog das 0:1 kurz vor dem Seitenwechsel besonders schwer. Bis zur 44. Minute, als Alexander Obermühlner für die Linzer traf, sei die Partie nach Einschätzung des Co-Trainers offen gewesen. „Wir hätten die Tore machen können, sie hätten Tore machen können“, sagte Pölzguter. Mit diesem Treffer ging es dann mit 0:1 in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel wollte Bad Hall mehr Zugriff bekommen und versuchte, weiter vorne Druck zu machen. Genau in dieser Phase sah Pölzguter im Rückblick den Punkt, an dem das Spiel stärker in Richtung der Gäste ging. „Ich glaube, dass wir dann eher höher gestanden sind und auch ein Pressing versucht haben“, erklärte er. Admira habe das aber gut gelöst und vor allem über „gute Konterlaufwege“ ausgenutzt. Pölzguter erinnerte dabei an schnelle Konterverläufe und daran, dass die Linzer solche Situationen konsequent fertigspielten. Der zweite Treffer fiel schließlich in der 77. Minute durch Jakub Rottner. Damit stand es 0:2, obwohl Bad Hall aus Sicht des Co-Trainers lange in einem Spiel war, das auch anders hätte kippen können.
Trotz der Niederlage wollte der Bad Haller Co-Trainer seiner Mannschaft nur wenig vorwerfen. Im Gegenteil: Pölzguter hielt ausdrücklich fest, dass „im Prinzip alles funktioniert“ habe. Er verwies darauf, dass sich seine Elf selbst Torchancen erarbeitet und gegen einen starken Gegner über weite Strecken gut behauptet habe. „Ich sehe jetzt keine großen oder prägnanten Fehler“, sagte er. Umso knapper fiel seine Erklärung für den Unterschied zwischen den beiden Teams aus. Auf die Frage, was Admira besser gemacht habe, antwortete er trocken: „Die Tore.“ Noch klarer wurde er später mit dem Satz, der den Abend aus seiner Sicht am besten zusammenfasste: „Sie haben ihre Chancen genutzt. Ganz einfach.“ Trotzdem schob Pölzguter fair hinterher: „Gratulation an Admira.“
Auch rund um die Partie blieb Pölzguter sachlich und wollte keine Diskussionen aufmachen, die vom Wesentlichen ablenken. Über den Schiedsrichter sagte er klar: „Im Großen und Ganzen hat es gepasst. Das Spiel gewinnst oder verlierst du nicht gegen den Schiedsrichter.“ Viel wichtiger war ihm die Entwicklung seiner eigenen Mannschaft. „Wir sind eine junge Mannschaft, und ich glaube, es wird von Spiel zu Spiel besser werden“, sagte der Co-Trainer. Den Zusammenhalt hob er dabei besonders hervor, weil aus seiner Sicht jeder für jeden kämpft und die Gruppe intakt ist. Bad Hall bleibt damit nach neun Runden bei zwölf Punkten im Mittelfeld, kann aus diesem 0:2 aber auch mitnehmen, dass gegen ein Spitzenteam lange viel gepasst hat und am Ende vor allem die Effizienz vor dem Tor den Ausschlag gegeben hat.