In der Bezirksliga Ost hat die ASKÖ Leonding am Freitagabend gegen die Union Mitterkirchen mit 0:2 verloren. Nach einem torlosen ersten Durchgang brach Stefan Graf den Widerstand der Gastgeber per Freistoß, in der 88. Minute legte Roland Pleimer nach. Trainer Kevin Eder führte den Auswärtssieg vor allem auf die gute Balance seiner Mannschaft zurück: "Wir waren giftiger gegen den Ball und im Ballbesitz zielstrebiger Richtung Tor."
Mitterkirchen war von Beginn an sofort im Spiel und genau das stellte Kevin Eder nach dem Schlusspfiff auch in den Mittelpunkt. "Wir sind gleich richtig gut reingekommen", sagte der Trainer, der schon in den ersten Aktionen gesehen hatte, dass seine Mannschaft den Ton angeben wollte. Besonders wichtig war für ihn dabei nicht nur die Aggressivität gegen den Ball, sondern auch die mannschaftliche Ordnung. "Wir haben eine sehr gute Balance gefunden, sowohl mit Ball als auch gegen den Ball. Wir haben die Abstände zwischen den Reihen eng gehalten und dadurch von Anfang an viel Spielkontrolle gehabt", erklärte Eder. Diese Kontrolle schlug sich früh auch in Chancen nieder. Über die linke Seite kamen die Gäste in der Anfangsphase durch, der Stanglpass fand in der Mitte einen völlig freien Abnehmer, doch der Abschluss aus kurzer Distanz ging über das Tor. Mitterkirchen ließ sich davon laut Eder aber nicht aus der Ruhe bringen, blieb am Drücker und kam immer wieder über die Flügel und über Kombinationen durchs Zentrum in gefährliche Räume. Leonding verteidigte die Sache über weite Strecken kompakt und tief, machte es den Gästen dadurch schwer, hinter die letzte Linie zu kommen. Trotzdem hatte Mitterkirchen vor der Pause noch eine weitere große Möglichkeit, als nach einer Kombination durch die Mitte ein Ball in den Rückraum gelegt wurde und der Abschluss vom Elfmeterpunkt knapp neben die Stange ging. So blieb es trotz klarer Vorteile beim 0:0 zur Halbzeit.
Nach der Pause änderte sich am Grundmuster zunächst wenig, allerdings wurde die Partie etwas offener. Eder schilderte, dass sich Leonding nun mehr zugetraut habe und dadurch auch mehr Räume entstanden seien. Genau das wollte Mitterkirchen nutzen. "Wir haben in der Halbzeit gesagt, dass wir wieder gleich anschließen wollen, aber noch schneller und noch besser in die Tiefe kombinieren müssen", erzählte der Trainer. Das gelang den Gästen nun deutlich öfter. Kurz nach Wiederbeginn lief Mitterkirchen sogar allein auf den Tormann zu, der diese große Möglichkeit aber noch entschärfen konnte. Dazu kamen mehrere gefährliche Eckbälle und Standards, die Leonding weiter unter Druck setzten. In der 53. Minute fiel dann die verdiente Führung: Stefan Graf trat einen Freistoß aus rund 20 Metern zentral vor dem Tor und drehte den Ball über die Mauer. Der Leondinger Tormann kam zwar noch hin, konnte den gut gesetzten Ball aber nicht mehr entscheidend abwehren. Eder gefiel danach vor allem, dass seine Mannschaft nicht in alte Muster zurückfiel. "Wir sind in keiner Phase des Spiels dieses Mal irgendwie zurückgefallen. Wir waren von der ersten bis zur letzten Minute konsequent", sagte er. Erst in der 88. Minute wurde der Aufwand auch endgültig mit dem zweiten Tor belohnt. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld kam der Ball Richtung zweite Stange, in der Mitte war Mitterkirchen gut eingelaufen und Roland Pleimer fälschte entscheidend zum 0:2 ab.
Für Eder lag der entscheidende Unterschied zwischen beiden Mannschaften nicht nur in den beiden Standardsituationen, sondern vor allem in der Art und Weise, wie seine Elf das Spiel angenommen hat. "Wir haben den Kopf ausgeschaltet und die Verunsicherung gleich von Beginn an rausgebracht", sagte er. Dazu kam für den Trainer, dass jeder Spieler seine Aufgabe sauber erfüllt habe. "Jeder, der am Platz gestanden ist, hat seine Aufgabe sehr gut umgesetzt. So waren wir über die ganze Spielzeit konsequent und konstant." Über die ASKÖ Leonding sprach Eder trotz der klaren Niederlage respektvoll. Er bezeichnete die Gastgeber als solide Mannschaft mit guten Einzelspielern, meinte aber auch, dass die Union Mitterkirchen es an diesem Abend mannschaftlich so gut gelöst habe, dass Leonding nahezu gar nicht ins Spiel gekommen sei. Wirklich gefährlich wurde es aus seiner Sicht nur vereinzelt bei Standards, die seine Mannschaft konzentriert wegverteidigte. Auch mit der Leistung des Unparteiischen war der Trainer zufrieden: "Die Leistung von Schiedsrichter Viertlmayr war absolut gut und solide." Unter dem Strich stand damit ein aus Sicht der Gäste verdienter Auswärtssieg, der sich auch in der Tabelle bemerkbar macht. Mitterkirchen hält nach zehn Runden bei 13 Punkten auf Rang sechs, Leonding bleibt mit sieben Zählern auf Platz 13.