Bezirksliga Süd

Vöcklabrucker SC: Starke Defensive als Fundament für einen starken Aufsteiger-Herbst

Der Vöcklabrucker SC hat sich nach dem Meistertitel und dem Aufstieg in die Bezirksliga Süd nahtlos eine Klasse höher etabliert. Die Mannschaft von Trainer Edis Kenjar überwintert mit 19 Punkten auf Rang sieben und damit exakt dort, wo sich der Verein selbst gesehen hat. Auffällig ist dabei vor allem die Herangehensweise: Mit nur 14 erzielten Toren in 13 Spielen, aber lediglich neun Gegentreffern – Ligabestwert – agiert der Aufsteiger äußerst effizient.

Zufriedenheit im Verein – Zielsetzung voll erfüllt

Der sportliche Leiter, Philipp Lettner, zieht eine durchwegs positive Bilanz. „Wir sind äußerst zufrieden. Das war genau unser Ziel, das wir uns gesetzt haben – und das haben wir im Herbst auch erreicht“, erklärt Lettner. Gerade für einen Aufsteiger sei die Ausgangsposition zur Winterpause mehr als ordentlich. Auch die Entwicklung über die Hinrunde hinweg stimmt ihn optimistisch: „Am Ende haben wir uns sogar noch einmal steigern können.“

Minimalismus mit System – Defensive als Prunkstück

Die Zahlen unterstreichen den Charakter der Mannschaft. Wenige Tore, wenige Gegentore, viele enge Spiele – der Vöcklabrucker SC lebt von seiner defensiven Stabilität. Lettner relativiert jedoch den offensiven Output: „Das Spiel ist nicht so angelegt, dass wir bewusst unser Augenmerk sehr stark auf die Defensive richten. Wir hatten vorne oft Aluminiumtreffer oder gute Chancen, die wir nicht genutzt haben.“

Was hingegen konstant funktioniert, ist die Arbeit gegen den Ball. „Unser absolutes Prunkstück ist die Abwehr. Die steht sehr gut, wird auch gezielt so trainiert, und das setzt die Mannschaft hervorragend um“, betont der sportliche Leiter. Gerade als Aufsteiger sei eine derart stabile Defensive ein entscheidender Faktor. „Neun Gegentore nach 13 Spielen in der Bezirksliga – das ist schon außergewöhnlich.“

Frühjahr ohne Druck

An den Zielen für das Frühjahr wird nicht gerüttelt. „Wenn wir am Ende in diesem Bereich landen, dann haben wir alles richtig gemacht“, stellt Lettner klar. Der Verein verspürt keinen Druck, mehr erreichen zu müssen. „Wir haben von Anfang an gesagt, wir wollen im Mittelfeld ankommen. Wenn das gelingt, können wir allen im Verein nur gratulieren.“

Kader: Punktuelle Anpassungen, viel Kontinuität

Im Winter setzt der Vöcklabrucker SC bewusst auf Stabilität. Einen Abgang gibt es mit Philipp Juhasz, der zu seinem Stammverein TSV Timelkam zurückkehrt. „Er hat offen kommuniziert, dass er kürzertreten will. Das war ehrlich und für uns nachvollziehbar“, so Lettner. Ersetzt wurde Juhasz durch Mohamed Bulut, der von Schwanenstadt kommt und als defensiver Mittelfeldspieler eine ähnliche Rolle einnehmen soll. Zudem kehrt ein Spieler nach längerer Verletzungspause zurück.

Vorbereitung und Trainingslager

Die Wintervorbereitung ist bereits angelaufen. „Die Jungs sind schon fleißig am Laufen – das, was jeder Fußballer liebt“, sagt Lettner mit einem Augenzwinkern. In den Semesterferien steht zudem ein Trainingslager in Kroatien am Programm, das neben der sportlichen Arbeit auch dem Teambuilding dienen soll. Der Vöcklabrucker SC bestätigt als Aufsteiger also eine alte Fußballweisheit: Eine stabile Defensive ist die halbe Miete zum Klassenerhalt. Lettner formuliert es abschließend so: „Wir sind gekommen, um zu bleiben – und aktuell schaut es sehr gut aus.“