Bezirksliga Süd

FC Hertha Wels Amateure: Anspruch klar formuliert – Herbst an der Spitze bestätigt

Die FC Hertha Wels Amateure haben im Herbstdurchgang der Bezirksliga Süd ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt. Mit 27 Punkten überwintert das Team an der Tabellenspitze – knapp vor den ebenfalls stark auftretenden 1b-Mannschaften der SPG Allhaming/Weißkirchen Juniors und der SPG St. Marienkirchen/Wallern 1b. Besonders auffällig: die defensive Stabilität. Nur 14 Gegentore unterstreichen die reife Spielanlage einer jungen Mannschaft. Bester Torschütze im Herbst war Gabriel Dretvic mit sechs Treffern.

„Wir haben den Anspruch auf Platz eins und den Aufstieg“

Überraschend kommt diese Platzierung für die Verantwortlichen keineswegs. Sektionsleiter Adnan Begic macht keinen Hehl daraus, dass die Zielsetzung bereits vor Saisonbeginn klar formuliert war. „Ich habe schon bei der Ligasitzung gesagt, dass wir den ersten Platz und auf den Aufstieg im Visier haben“, erklärt Begic. Dass dieser Anspruch nun auch sportlich untermauert wurde, sei kein Zufall, sondern Ergebnis konsequenter Arbeit. Zwar sei die Mannschaft im Sommer neu zusammengestellt worden und sehr jung, doch gerade diese Mischung habe sich schnell gefunden. Begic verweist dabei explizit auf die enge Verzahnung mit der Akademie und die Arbeit von Seid Halilovic, der den Kader strategisch aufgebaut habe.

Defensive als Fundament des Erfolgs

Mit nur 14 Gegentoren stellen die Hertha Amateure eine der stabilsten Defensiven der Liga. Für Begic ist das kein Zufallsprodukt. Viele Spieler stammen aus der Akademie und sind taktisch gut geschult. „Sie können sehr gut in einer Viererkette spielen, wir haben am Ende sogar mit einer Dreierkette agiert“, so der Sektionsleiter. Ein wesentlicher Faktor sei zudem der konditionelle Bereich. Man lege großen Wert auf Fitness und Athletik, unterstützt durch einen eigenen Athletiktrainer. Schnelligkeit, Intensität und defensive Disziplin bilden das Fundament, auf dem sich die Mannschaft ihre Punkte erarbeitet hat.

Während der Hinrunde kam es zu einem Trainerwechsel: Florian Falkner kehrte zurück und übernahm von Elvis Basovic. Laut Begic handelte es sich dabei um eine interne Entscheidung, die eng mit der Vereinsstruktur zusammenhängt. Die Amateure fungieren als oberste Mannschaft der Akademie, arbeiten eng mit der U18 zusammen und sind Teil eines langfristigen Entwicklungskonzepts. Basovic habe andere Vorstellungen gehabt und sich mit dem Gesamtkonzept nicht vollständig identifizieren können. Der Wechsel sei daher folgerichtig gewesen.

Aufstieg als klares Ziel für das Frühjahr

Nach dem starken Herbst gibt es für das Frühjahr keine Ausflüchte. Der Aufstieg soll fixiert werden – und zwar möglichst früh. „Wir müssen mit der Mannschaft in die Landesliga aufsteigen“, sagt Begic unmissverständlich. Die Leistungsdifferenz zwischen Bezirksliga und der zweiten Bundesliga, in der die Profimannschaft spielt, sei aktuell zu groß. Diese Lücke wolle man durch eine starke Amateure-Mannschaft schließen. Zusätzliche Motivation lieferte zuletzt auch der Gewinn der Hallenmeisterschaft – der erste Titel dieser Art seit acht Jahren. Dabei setzten sich die Hertha Amateure gegen namhafte Konkurrenz durch.

Kader bleibt weitgehend zusammen

Im Winter wird es nur minimale Veränderungen geben. Maximal zwei Spieler könnten noch dazukommen, fix ist bislang jedoch nichts. Der Kader gilt als groß und ausgeglichen, zudem stehen jederzeit Spieler aus der U18 zur Verfügung. Perspektivisch rücken ohnehin jedes Jahr zahlreiche Talente nach. Die Vorbereitung läuft bereits: Trainingsstart war in der zweiten Jännerwoche, erste Testspiele gegen Union Katsdorf (2:2) und Amateure Steyr (2:0) wurden absolviert. Auf ein Trainingslager verzichtet man – die infrastrukturellen Bedingungen in Wels seien mehr als ausreichend.