Bezirksliga Süd

ATSV Zipf: Zwischen Leistung und Punkten klafft eine Liga höher noch eine Lücke

Der ATSV Zipf steht nach dem Aufstieg in die Bezirksliga Süd vor einer herausfordernden Frühjahrssaison. Nach dem Meistertitel im Vorjahr verlief der Herbstdurchgang durchwachsen, mit 12 Punkten rangiert man aktuell auf dem vorletzten Tabellenplatz. Der Rückstand auf Rang acht beträgt jedoch lediglich vier Zähler, die Liga präsentiert sich extrem eng.

Auffällig ist vor allem die magere offensive Ausbeute: Mit nur 11 erzielten Toren stellte Zipf im Herbst die harmloseste Angriffsreihe. In der Winterpause reagierte der Verein personell – und vollzog zudem einen Trainerwechsel. Miodrag Stajkovic übernahm im Jänner die Mannschaft.

„Mit den Leistungen zufrieden, mit den Punkten nicht“

Sektionsleiter Klaus Brandt zieht ein differenziertes Fazit der Hinrunde. „Mit der Punkteausbeute sind wir nicht ganz zufrieden, das ist absolut richtig“, stellt Brandt klar. Gleichzeitig betont er jedoch, dass die Mannschaft spielerisch oft überzeugt habe. „Mit der sportlichen Leistung an sich sind wir eigentlich zufrieden. Wir haben einige Spiele sehr unglücklich verloren, obwohl wir gut im Match waren.“ Abgesehen von einer deutlichen Auswärtsniederlage bei Windischgarsten/Spital habe man in nahezu jeder Partie konkurrenzfähig agiert. „Die Mannschaft ist voll intakt, das passt grundsätzlich“, so Brandt.

Gerade in einer Liga, in der generell wenig Tore fallen, wie Brandt anmerkt, seien Kleinigkeiten entscheidend. Umso schwerer wiege die offensive Flaute.
„Da haben wir ganz klar Bedarf gesehen – und auch reagiert“, sagt Brandt. Mit Taha Kazemi, der zuletzt in Pregarten aktiv war und aktuell in Linz studiert, wurde ein neuer Stürmer verpflichtet. „Er soll uns im Frühjahr helfen, effizienter zu werden.“

Trainerwechsel als Impuls

Bereits fünf Runden vor Saisonende gab es die Trennung von Coach Thomas Bischof. Die Co-Trainer, Roman Ensberger und Sascha Stöckl, übernahmen interimistisch. „Roman hat dann am Ende gesagt, dass die Mannschaft für die Bezirksliga einen neuen Impuls braucht“, erklärt Brandt. Die zeitlichen Anforderungen hätten sich mit dessen beruflicher Situation nicht mehr vereinbaren lassen. Mit Miodrag Stajkovic habe man nun einen engagierten Trainer gefunden. „Er arbeitet sehr intensiv, ist voll dabei. Was sich konkret verändert, wird man aber erst in den Spielen sehen.“

Klassenerhalt als klares Ziel

An den Zielsetzungen gibt es beim ATSV Zipf keine Zweifel. „Das Wichtigste ist ganz klar der Klassenerhalt“, betont Brandt. Weitere Zielmarken wolle man erst definieren, wenn man sehe, wie sich die Mannschaft im Frühjahr präsentiere. Der geringe Punkteabstand nach vorne lasse jedenfalls Hoffnung zu.

Vorbereitung ohne Trainingslager

Die Vorbereitung läuft auf Hochtouren. Ein Trainingslager ist nicht geplant. „Wir trainieren im Februar hauptsächlich in der Halle sowie am eigenen Platz“, so Brandt. Die Vorbereitungsspiele finden am Kunstrasen statt. Das erste Testspiel steigt am Samstag gegen Riedau und soll erste Erkenntnisse unter dem neuen Trainer liefern.