Bezirksliga Süd

"Ab dem zweiten Viertel haben wir eine sehr gute Saison gespielt" – St. Wolfgang/Rußbach blickt zuversichtlich nach vorn

SV St. Wolfgang

Als Meister geht SV St. Wolfgang/Rußbach in die Bezirksliga Süd. Trainer Franz Scherpink blickt trotz eines holprigen Starts sehr positiv auf die vergangene Saison zurück. Entscheidend war für ihn, dass seine Mannschaft ab dem zweiten Viertel konstant geliefert hat und sich im direkten Duell mit UFC Attergau beim 5:0 klar behauptete. Die Richtung für den Sommer ist damit klar: viel Kontinuität, wenig Hektik und großer Glaube an diese eingespielte Gruppe.

Mann hält Anzeigetafel, die eine Nachspielzeit von sieben Minuten anzeigt

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Holpriger Start, dann kam der Meisterlauf

Franz Scherpink macht aus seiner Einschätzung kein Geheimnis. "Weil wir Meister geworden sind, haben wir mit Sicherheit eine sehr gute Saison gespielt", sagt der Trainer im Rückblick auf die abgelaufene Saison. Dass nicht alles von Beginn an rundlief, spricht er aber genauso offen an. "Der Start war ein bisschen holprig, aber ab dem zweiten Viertel haben wir eine sehr gute Saison gespielt." Gerade diese Entwicklung ist für ihn der wichtigste Punkt, weil seine Mannschaft nach und nach in ihren Rhythmus kam und über weite Strecken konstant blieb. Scherpink erinnert auch daran, dass im Frühjahr vor allem zwei Partien aus der Reihe fielen. "Es war das erste und das letzte Spiel im Frühjahr, das wir nicht so gut bestritten haben, aber sonst war das eigentlich quer durch in Ordnung." Beeindruckt hat ihn in dieser Phase auch UFC Attergau, das lange vorne dabei war und laut Scherpink erst im direkten Duell den Kürzeren zog.

Curic traf in wichtigen Momenten, Ambrosch gab im Mittelfeld den Takt vor

In der entscheidenden Phase sieht der Trainer auch klare Stützen in seiner Mannschaft. "Josip Curic hat mit seinen wichtigen Toren der Mannschaft immer wieder geholfen", sagt Scherpink über einen Spieler, der genau dann da war, wenn es für St. Wolfgang/Rußbach besonders wichtig wurde. Auch Patrick Ambrosch hebt er ausdrücklich hervor. "Er war in dieser entscheidenden Phase der Taktgeber im Mittelfeldbereich." Dazu kommt für den Trainer ein Punkt, der in seiner Rückschau fast noch schwerer wiegt als einzelne Namen. "Im Abwehrbereich haben wir im Kollektiv sehr gut gearbeitet und auch etliche Spiele ohne Gegentor absolviert." Der Blick auf die letzten Wochen passt zu dieser Einordnung: Auf Siege gegen SV Bad Goisern, Union Zell/Moos, UFC Attergau und SV Roitham folgte zum Abschluss zwar noch eine 1:4-Niederlage gegen SV Ebensee 1922, am insgesamt starken Bild der Meistersaison ändert das in Scherpinks Bewertung aber nichts.

Nur ein Abgang, offene Gespräche und ein klarer Blick nach vorne

Größere Umbrüche sind im Sommer jedenfalls nicht geplant. Der einzige Abgang betrifft mit Michael Stögner allerdings ausgerechnet eine wichtige Position, weil der bisherige Tormanntrainer, der laut Scherpink drei Viertel der Saison auch im Tor stand, zu Union Mondsee wechselt. Darüber hinaus blieb der Kader im Großen und Ganzen beisammen. "Wir bauen auf eine sehr, sehr gut zusammengespielte Mannschaft", betont der Trainer. Gespräche gibt es zwar noch, vor allem auf der Tormannposition und möglicherweise auch im Offensivbereich, fix ist aktuell aber nichts. Auch bei den kleineren Beschwerden vom Saisonende bleibt Scherpink ruhig. Bis zum Trainingsstart, der am Montag, 6. Juli, angesetzt ist, sollte wieder alles passen. Dazu kommt Anfang August ein großes Zeltfest im Vereinsumfeld, bei dem laut Scherpink wieder viele Helfer zusammenarbeiten werden. Sportlich ist die Richtung ohnehin klar formuliert: "Wir freuen uns auf die Herausforderungen in der Bezirksliga Süd und gehen sehr zuversichtlich in die kommende Saison."