Spielberichte

Vöcklabrucker Sportclub verliert 1:3 – Edis Kenjar: „Ausgeglichen, aber zu wenig Konsequenz”

St. Marienkirchen/Wallern 1b
Vöcklabrucker SC

In Wallern blickt Edis Kenjar auf eine leidenschaftliche, eng geführte Begegnung seines Teams beim Auswärtsspiel gegen St. Marienkirchen/Wallern 1b zurück. Der Trainer des Vöcklabrucker Sportclub beschreibt ein zweikampfintensives, taktisch anspruchsvolles Match, in dem viel im Mittelfeld entschieden wurde und beide Seiten mutig Fußball spielen wollten. Thema nach Abpfiff waren vor allem zwei strittige Abseitssituationen sowie die Effizienz im letzten Drittel. In der Bezirksliga Süd unterstreicht seine Mannschaft, dass sie strukturiert steht und sich Chancen erspielt – diese aber entschlossener verwerten muss. Am Ende stand aus Vöcklabrucker Sicht eine 1:3-Niederlage.

Mann hält Anzeigetafel, die eine Nachspielzeit von fünf Minuten anzeigt

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Intensität, Balance und klare Idee auf beiden Seiten

Kenjar verortet den Charakter der Partie klar: „Es war eher ausgeglichen. Auf beiden Seiten gab es gute Ballstafetten, zudem wurde bewusst mit langen Bällen gearbeitet. Wir sind insgesamt gut gestanden und haben wenig zugelassen; das, was wir zugelassen haben, war schwer zu verteidigen, weil der Gegner Qualität hat. Chancen hatten wir ebenfalls, haben sie aber nicht genutzt.” In der 34. Minute kippte die Waage erstmals: Daniel Steinmayr stellte für St. Marienkirchen/Wallern 1b auf 0:1 – eine Szene, die Kenjar als abseitsverdächtig wahrnahm, ohne dass das Gespann eingriff. Bis zur Pause blieb es beim 0:1; Vöcklabrucks Abschlüsse fanden nicht die letzte Konsequenz.

Abseitsfragen im Fokus – und der Ausgleich kurz nach der Pause

Gleich nach Wiederbeginn stellte Vöcklabrucks Givi Gelashvili in der 49. Minute auf 1:1. Rund um das 0:1 und den Ausgleich entspann sich eine Debatte, die Kenjar sachlich einordnet: Beide Treffer seien in der Entstehung abseitsverdächtig gewesen, letztlich aber regelkonform. Beim 1:1, so der Coach, habe ein gegnerischer Verteidiger den langen Ball unbedrängt weitergeleitet – deshalb lag aus Schiedsrichtersicht kein Abseits vor. Der Ton blieb gemäßigt, die Entscheidungen wurden akzeptiert. Das passte zum Rhythmus eines Spiels, das von kontrollierten Aufbauphasen, gezielten langen Bällen als taktischem Mittel und einem intensiven Mittelfeldkampf geprägt war.

Die Wende, Standardsicherheit und klare Lehren

Der nächste Wendepunkt folgte rasch: In der 53. Minute traf Felix Paschinger zum 1:2 – aus Vöcklabrucker Sicht begünstigt durch einen Abstimmungsfehler in der Defensive. Trotz des Rückschlags blieb der Vöcklabrucker SC im Spiel, doch im letzten Drittel fehlte häufig die Genauigkeit. In der 93. Minute sorgte Emmanuel Orji Okeh mit dem 1:3 für die Entscheidung. Bei ruhenden Bällen präsentierte sich Vöcklabruck insgesamt stabil: „Einmal wurde es nach einem Eckball gefährlich, da hat unser Torwart stark gehalten. Ansonsten waren die Keeper zur Stelle, Flanken und Ecken wurden von beiden Seiten meist entschärft.” Für die Trainingswoche formuliert Kenjar klare Ansatzpunkte: „Wir müssen in der Offensive mehr Torgefahr erzeugen – durch gezielte Pässe und mehr Konzentration beim letzten Ball. Zu oft sind wir im letzten Drittel überhastet und spielen Bälle einfach in den Strafraum, wo der Gegner leicht klären kann. Da brauchen wir mehr Zielstrebigkeit.” Sein Fazit zur Gesamtatmosphäre fiel versöhnlich aus: „Es gab Diskussionsbedarf bei den strittigen Szenen, aber insgesamt war es eine faire Partie – das hat gepasst.”

Bezirksliga Süd: St. Marienk./Wallern 1b : Vöcklabruck - 3:1 (1:0)

  • 93
    Emmanuel Orji Okeh 3:1
  • 53
    Felix Paschinger 2:1
  • 49
    Givi Gelashvili 1:1
  • 34
    Daniel Steinmayr 1:0