Spielberichte

Hristo Markov (Union ETM Eberstalzell): „2:2 komplett in Ordnung“ – Friedl trifft, Neubauer egalisiert spät

Union Eberstalzell
Union Schlierbach

Für Hristo Veselinov Markov, Trainer von Union ETM Eberstalzell, stand nach dem Duell mit Union SRW Schlierbach in der Bezirksliga Süd weniger die Ergebniszeile als Haltung und Reife seiner Mannschaft im Vordergrund. Er sprach von einer „schwierigen“ Partie gegen einen Gegner, der „defensiv sehr gut“ verteidigte, und nannte das 2:2 „komplett in Ordnung“. Die starke Unterstützung der rund 400 Heimfans hob er ausdrücklich hervor – ein Faktor, der das Stimmungsbild trotz spätem Ausgleich positiv prägte. „Unsere Zuschauer tragen so viel bei und helfen uns wirklich viel. Das ist in einer Sonntagspartie in der Bezirksliga nicht selbstverständlich, und wir schätzen unsere Fans sehr. Das zeigt, dass wir im Verein alle gemeinsam weitergehen wollen“, betonte Markov.

Zwei Fußball im Zweikampf

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Gegner im Block, zähe erste Hälfte, Rückstand vor der Pause

Markov beschrieb ein Spiel, das lange vom tiefen Verteidigungsblock der Gäste geprägt war. „Der Gegner hat defensiv sehr gut gearbeitet, und wir haben uns in der Offensive schwergetan“, fasste er die Anfangsphase zusammen. Eberstalzell suchte zunächst Lösungen aus der Distanz und traf dabei einmal die Latte – ein Fingerzeig, dass Abschlüsse aus dem Spiel heraus nur schwer zu kreieren waren. Kurz vor dem Seitenwechsel wurden die Hausherren für einen Moment der Nachlässigkeit bestraft: In der 42. Minute stellte Maximillian Rotschopf für Schlierbach auf 0:1. Mit diesem Rückstand ging es in die Pause – Eberstalzell musste geduldig bleiben, ohne ins offene Messer zu laufen, zugleich aber Lösungen gegen das dichte Abwehrnetzwerk des Gegners finden.

Druck nach der Pause, Elfmeter und Rote Karte als Katalysator

Nach Wiederbeginn erhöhte Eberstalzell spürbar die Schlagzahl. „In der zweiten Halbzeit haben wir wirklich großen Druck ausgeübt und gleich zwei Tore erzielt – mit starken Aktionen“, schilderte Markov die Wendephase. Dreh- und Angelpunkt war die 77. Minute: Erst die Rote Karte gegen Schlierbachs Johannes Obermayr, unmittelbar darauf der fällige Strafstoß. Aus dem Elfmeter markierte Manuel Karlsberger das 1:1 (77.), der psychologische Knoten war geplatzt. Die Gastgeber blieben am Drücker und drehten kurz darauf die Partie – auch wenn Standardsituationen insgesamt, so Markov, kaum eine Rolle spielten, abgesehen vom Strafstoß, der den Umschwung einleitete.

Jungspund trifft, später Dämpfer – Serie hält, Auftrag klar

Nur zwei Minuten nach dem Ausgleich krönte ein junger Spieler die Druckphase: Daniel Friedl traf in der 79. Minute zum 2:1 – ein Moment, den Markov gerne herausstellte. Der Trainer lobte, Friedl habe „mit großem Selbstvertrauen ein super Tor geschossen“ – ein Indiz, „dass unsere Arbeit mit jungen Spielern in eine gute Richtung geht“. In der Schlussphase verpasste Eberstalzell jedoch den Knockout und verteidigte die Führung nicht bis zum Ende. „Leider haben wir am Schluss den Fokus und die Konzentration in einer Situation verloren“, bilanzierte Markov – und verwies darauf, dass beide Gegentreffer aus eigenen Fehlern entstanden seien. Der späte Ausgleich durch Manuel Neubauer in der 88. Minute zum 2:2 erklärte die gemischten Gefühle zwischen Anerkennung der Moral und Ärger über die Nachlässigkeit.

Dass der Punkt dennoch ein positives Fundament bildet, machte Markov unmissverständlich klar: „Unsere ungeschlagene Serie geht weiter“ – verbunden mit dem Versprechen, „genauso kontinuierlich weiterzuarbeiten und immer wieder auf einen Sieg zu schauen“. 

Bezirksliga Süd: Eberstalzell : Schlierbach - 2:2 (0:1)

  • 88
    Manuel Neubauer 2:2
  • 79
    Daniel Friedl 2:1
  • 77
    Manuel Karlsberger 1:1
  • 42
    Maximillian Rotschopf 0:1