Zum Abschluss der Bezirksliga Süd setzte es für die SPG Windischgarsten/Spital eine klare 0:6-Heimpleite gegen die SPG ASV St. Marienkirchen/Wallern 1b. Die Gäste legten los wie die Feuerwehr und entschieden die Partie schon vor der Pause, angeführt von Vierfach-Torschütze Emmanuel Orji Okeh. Hausherren-Coach Manuel Kühn sprach nach dem Abpfiff von „einem Klassenunterschied“ und meinte sogar: „Ich glaube, dass wir mit dem 0:6 noch gut bedient sind.“ Trotz der deutlichen Niederlage überwog bei Windischgarsten die Erleichterung über den geschafften Klassenerhalt.

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Die Geschichte dieses Spiels wurde in den ersten Minuten geschrieben. St. Marienkirchen/Wallern 1b war sofort da und stellte früh die Weichen: In der 4. Minute traf Emmanuel Orji Okeh zum 0:1, nur fünf Minuten später legte derselbe Mann das 0:2 nach. Windischgarsten bekam keinen Zugriff, die Gäste gewannen, die wichtigen Zweikämpfe und spielten zielstrebig nach vorne. Trainer Manuel Kühn brachte es klar auf den Punkt: „Der Gegner war von der ersten Sekunde an klar überlegen. Wir hatten keine Möglichkeiten. Sie haben uns regelrecht überrannt.“ Noch vor dem Halbzeitpfiff legte Okeh weiter nach: In Minute 36 erhöhte er auf 0:3, in der 41. Minute stellte er sogar auf 0:4 – sein Viererpack war perfekt, der Pausenstand deutlich. „Es war von Minute eins bis Minute neunzig ein Klassenunterschied“, sagte Kühn, der die Anfangsphase als entscheidend einstufte.
Wer nach der Pause auf ein Aufbäumen der Hausherren gehofft hatte, sah sich enttäuscht. St. Marienkirchen/Wallern 1b blieb das aktivere Team, kontrollierte das Geschehen und ließ hinten wenig zu. In der 63. Minute trug sich Benjamin Pumberger mit dem 0:5 in die Schützenliste ein, ehe Elias Zaki in Minute 78 auf 0:6 stellte. Damit war der Auswärtssieg endgültig in Stein gemeißelt. Auch hier blieb Kühn bei seiner klaren Einordnung: „Der Gegner war unglaublich. Das war die beste Mannschaft, gegen die wir gespielt haben.“ Nach seiner Sicht war der Tabellenführer „individuell und als Mannschaft überragend“. Er unterstrich zudem: „Ich glaube, dass wir auch mit dem 0:6 noch gut bedient sind.“ Diskussionen um den Unparteiischen gab es nicht – „der Schiedsrichter hatte einen ruhigen Tag“, wie der Coach anmerkte.
Bei aller Deutlichkeit des Resultats verlor Manuel Kühn den Blick auf das große Ganze nicht. „St. Marienkirchen/Wallern hat eine Topqualität, individuell und als Mannschaft“, erklärte er, und nannte die Gäste aus seiner Sicht einen „verdienten Meister“. Für Windischgarsten/Spital stand nach 90 harten Minuten aber auch ein positives Fazit: „Wir sind froh, dass wir in der Bezirksliga geblieben sind. Der Klassenerhalt war das oberste Ziel. Das haben wir erreicht.“ Der Trainer sprach von „einer sehr turbulenten Saison mit viel Auf und Abs“, in der es am Ende „sehr spannend“ wurde – umso größer nun die Erleichterung, dass das Ziel erreicht ist.
Eine klare Lehre aus diesem Finale ist: Gegen den Spitzenreiter darf man die Anfangsphase nicht herschenken, denn ein früher Doppelschlag wie beim 0:1 (4.) und 0:2 (9.) bringt jedes Konzept ins Wanken. Für die neue Saison heißt das: kompakter starten, konsequenter verteidigen und die guten Phasen der abgelaufenen Spielzeit öfter auf den Platz bringen.