Spielberichte

„Wenn man dann 3:0 gewinnt, kann man zufrieden sein“ – St. Wolfgang nimmt auch ein durchschnittliches Spiel mit

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SV St. Wolfgang
TSV Frankenburg

In der Bezirksliga Süd hat sich SV St. Wolfgang/Rußbach am Samstag mit 3:0 gegen TSV Baugruppe Schmid Frankenburg durchgesetzt und damit den nächsten vollen Erfolg eingefahren. Trainer Franz Scherpink sprach danach aber nicht von einem glänzenden Auftritt. Seine Mannschaft sei defensiv stabil gewesen, im Spiel nach vorne jedoch zu fehlerhaft. Gerade deshalb ordnete er den klaren Heimsieg als guten Ertrag eines eher durchschnittlichen Nachmittags ein.

Weiß-Schwarze Fußballschuhe auf Rasen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Zwei Tore bringen die Gastgeber auf Kurs

Scherpink machte nach dem Schlusspfiff kein Geheimnis daraus, dass ihn das Spiel fußballerisch nicht begeistert hat. „Es war ein überschaubares Spiel auf nicht allzu hohem Niveau“, sagte der Trainer. St. Wolfgang stand aus seiner Sicht ordentlich, tat sich mit dem Ball deutlich schwerer. „Wir haben eine relativ stabile Abwehrleistung geboten, waren aber im Offensivspiel einfach relativ fehlerhaft. Immer wieder Ballverluste in der Spielfortsetzung haben verhindert, dass wir noch mehr Chancen hätten kreieren können.“ Trotzdem lagen die Gastgeber zur Pause 2:0 vorne. Das 1:0 fiel in der 23. Minute in einer Szene, die offiziell als Eigentor von Lucas Schaffer gewertet wurde. Scherpink schilderte sie so: „Ich habe es nicht hundertprozentig genau gesehen, aber es war ein Pressschlag. Josip Curic ist angeschossen worden, und von ihm ist dann der Ball reingegangen.“ Acht Minuten später legte Gerald Greiner nach. Auch da half nach Ansicht des Trainers ein Fehler des Gegners mit. „Beim 2:0 war ein Abstimmungsproblem im Abwehrbereich beim Gegner, und dann hat Gerald Greiner das 2:0 gemacht.“


Nach der Pause bleibt St. Wolfgang stabil

Mit dem 2:0 im Rücken hatte St. Wolfgang zwar die bessere Ausgangslage, viel runder lief das Spiel der Hausherren deswegen aber nicht. Scherpink betonte, dass seine Mannschaft nach dem Seitenwechsel die Möglichkeit hatte, früher alles klarzumachen. „Wir hätten in der zweiten Halbzeit die eine oder andere Möglichkeit gehabt, das 2:0 frühzeitig zu erhöhen. Die haben wir liegen lassen“, sagte er. Frankenburg versuchte in dieser Phase, noch einmal heranzukommen, doch genau dort sah der Trainer die Basis für den Heimsieg. „Wir waren in der defensiven Arbeit relativ stabil. Darauf können wir grundsätzlich aufbauen.“ Vor allem eines hob er hervor: „Wir haben defensiv keine wirklich hundertprozentige Torsituation beim Gegner zugelassen.“ So zeigte St. Wolfgang zwar nicht unbedingt seine spielerisch überzeugendste Saisonleistung, war aber doch jenes Team, das die Partie unter Kontrolle hielt und hinten wenig zuließ.

Das 3:0 setzt den Schlusspunkt, der Blick geht schon nach Wels

Dass am Ende trotzdem ein klares Ergebnis auf der Anzeigetafel stand, lag daran, dass St. Wolfgang bis zum Ende ohne größere Wackler blieb und in der Nachspielzeit noch einmal zuschlug. Berk Yavuzarslan stellte in der 93. Minute auf 3:0 und setzte damit den endgültigen Schlusspunkt unter einen Nachmittag, den Scherpink nüchtern einordnete. „Die beiden glücklichen Tore durch Abstimmungsprobleme beim Gegner haben uns sicher geholfen. Das 2:0 hat uns eine gewisse Sicherheit gegeben. Unser Spiel ist aber trotzdem nicht wirklich besser geworden“, sagte er. Gleichzeitig stellte er sich vor seine Mannschaft. „Die Mannschaft spielt bisher wieder eine sehr gute Saison. Man muss ihr einfach zugestehen, dass man auch einmal ein durchschnittliches Spiel abliefert. Wenn man dann 3:0 gewinnt, kann man zufrieden sein.“ Den Gegner sah Scherpink personell geschwächt und „mit vielen jungen, engagierten Spielern“, die im Abschluss und in der Abstimmung Probleme hatten. Zufriedenheit also ja, Selbstzufriedenheit aber nicht: „Wenn wir weiter erfolgreich sein wollen, dann ist nächste Woche auswärts in Wels mit Sicherheit eine erhebliche Steigerung notwendig, um dort erfolgreich zu sein.“

Bezirksliga Süd: St. Wolfgang : Frankenburg - 3:0 (2:0)

  • 93
    Berk Yavuzarslan 3:0
  • 31
    Gerald Greiner 2:0
  • 23
    Eigentor durch Lucas Schaffer 1:0