Spielberichte

„Wir haben mehr investiert als der Gegner“: FC Attnang bezwingt Eberstalzell

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FC Attnang
Union Eberstalzell

In der Bezirksliga Süd hat der FC Spitz Attnang am Samstagnachmittag mit einem 3:1-Erfolg gegen die Union ETM Eberstalzell ein deutliches Zeichen gesetzt. Trainer Benjamin Troppmair sprach nach dem Heimspiel von der „richtigen Reaktion“ auf die schwache Vorwoche und sah den Erfolg gegen den bisherigen Tabellenführer vor allem in Kampf, Laufbereitschaft und Zusammenhalt begründet. Auch vom zwischenzeitlichen Ausgleich ließ sich Attnang nicht aus der Spur bringen und legte nach der Pause noch einmal nach.

Fußballschuhe auf Ersatzbank, alle mit roten Stutzen

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Antwort auf schwache Vorwoche

Troppmair hatte genau jene Partie erwartet, die dann auch auf dem Platz zu sehen war. „Es war der erwartet schwere Gegner. Eberstalzell ist nicht umsonst so weit vorne“, sagte der Attnang-Coach und verwies auf eine lauf- und zweikampfstarke Mannschaft, die viel Robustheit mitbringt. Umso wichtiger war aus seiner Sicht, dass seine Mannschaft diesmal eine andere Haltung zeigte als noch in der Vorwoche. „Wir haben mit Kampf, Leidenschaft, Zusammenhalt und Teamspirit genau das auf den Platz gebracht, was uns letzte Woche gefehlt hat“, meinte Troppmair. Attnang arbeitete sich in die Partie hinein und belohnte sich in der 33. Minute mit dem 1:0 durch Dominik Wartha. Mit dieser Führung ging es auch in die Pause, und schon da hatte der Trainer das Gefühl, dass seine Mannschaft diesmal bereit war, den Aufwand über die gesamte Spielzeit zu gehen.


Nach dem 1:1 kam entscheidende Antwort

Ganz ruhig wurde der Nachmittag für die Gastgeber trotzdem nicht. Attnang hatte bis dahin wenig zugelassen, kassierte in der 57. Minute aber doch den Ausgleich, als Drilon Berisha nach einem Standard zum 1:1 traf. Troppmair sprach davon, dass man sich in dieser Situation „ein wenig ungeschickt“ angestellt habe. Entscheidend war für ihn aber die Reaktion danach. „Man hat gesehen, dass wir den Sieg trotzdem mehr wollten und auch mehr investiert haben“, sagte der Trainer. Nur sechs Minuten nach dem Ausgleich brachte Merlind Krasniqi Attnang wieder mit 2:1 in Führung, und genau diesen Treffer bezeichnete Troppmair als jenen Moment, in dem das Spiel endgültig auf die Seite seiner Mannschaft kippte. „Mit dem 2:1 war die Messe gelesen“, sagte er. Als Fatmir Morina in der 74. Minute auf 3:1 erhöhte, war die Richtung endgültig klar.

Kein schönes Spiel, aber genau das Richtige für Attnang

Spektakel wollte Troppmair seiner Mannschaft nach dem Schlusspfiff gar nicht zuschreiben, dafür aber eine sehr geschlossene und reife Leistung im genau passenden Stil für dieses Spiel. „Es war vielleicht nicht das schönste Spiel, weil viel mit hohen Bällen gearbeitet wurde und es viele Zweikämpfe gab“, sagte er offen. Gerade in diesem Bereich sah er aber den entscheidenden Vorteil seiner Mannschaft. Attnang war nach seiner Einschätzung „extrem griffig“ in den direkten Duellen und ließ Eberstalzell defensiv nur wenig zu. Dass er ausdrücklich auch die Einwechselspieler hervorhob, passt zu seiner Einschätzung dieses Nachmittags: Nicht einzelne Aktionen standen im Vordergrund, sondern die mannschaftliche Geschlossenheit. „Es war einfach eine geschlossene Leistung, inklusive der Einwechselspieler“, betonte Troppmair. Dazu passte auch seine Wahrnehmung einer insgesamt fairen Partie, in der das Schiedsrichtergespann aus seiner Sicht „eine souveräne Leistung“ ablieferte.

Jetzt zählt, ob FCA dieses Niveau halten kann

So zufrieden Troppmair mit dem 3:1 auch war, ganz ohne Aufgaben für die nächsten Wochen wollte er den Sieg nicht stehen lassen. „Heute gibt es nicht recht viel zu kritisieren“, sagte er zwar, schob aber sofort nach, dass der FC Attnang die Zahl der Gegentore weiter senken und noch öfter ohne Gegentreffer bleiben müsse. Vor allem aber geht es ihm um Konstanz. „Unsere größte Aufgabe wird sein, diese Intensität und diese Leidenschaft wirklich Woche für Woche auf den Platz zu bringen“, erklärte der Trainer. Für ihn ist genau das der Maßstab: Wenn Attnang mit derselben Bereitschaft auftritt wie diesmal, kann die Mannschaft jedem Gegner Probleme bereiten. Bleibt diese Haltung aus, wird es in dieser Liga gegen jeden schwer. Nach dem Heimsieg gegen die Union Eberstalzell überwog aber klar der Stolz. „Heute bin ich wirklich stolz auf meine Mannschaft“, sagte Troppmair.

Bezirksliga Süd: FC Attnang : Eberstalzell - 3:1 (1:0)

  • 74
    Fatmir Morina 3:1
  • 63
    Merlind Krasniqi 2:1
  • 57
    Drilon Berisha 1:1
  • 33
    Dominik Wartha 1:0