In einem Derby der Bezirksliga Süd hat sich der SV Bögl Hohenzell am Samstagnachmittag mit 3:1 gegen den UFC Peterskirchen/Tumeltsham/Andrichsfurt durchgesetzt und sich laut Co-Trainer Lukas Machtlinger vor allem mit viel Effizienz belohnt. Nach verhaltenem Beginn zog Hohenzell noch vor der Pause auf 2:0 davon, legte nach dem Seitenwechsel das dritte Tor nach und brachte den Vorsprung trotz eines sehenswerten Freistoßtores des Aufsteigers ins Ziel.

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"Es war über 90 Minuten ein kampfbetontes Derby", schilderte Machtlinger den Nachmittag. Das war vor allem in der Anfangsphase zu sehen. In den ersten 15 bis 20 Minuten suchten beide Mannschaften laut Hohenzells Co-Trainer zunächst über Zweikämpfe und Einsatz den Weg ins Spiel, echte Torchancen blieben aber aus. Ein paar Flanken aus dem Halbfeld gab es auf beiden Seiten, mehr nicht, und die beiden Torhüter hatten diese Bälle laut Machtlinger eigentlich immer souverän im Griff. Erst in der 33. Minute kam Bewegung hinein: Ein langer Ball von der linken Seite fand Simon Ness, dessen Ablage Hannes Pramendorfer zum 1:0 verwertete. "Das 1:0 hat wieder einen Ruck durch die Mannschaft gebracht", sagte Machtlinger. Hohenzell blieb danach vorne und legte kurz vor der Pause nach, als Andreas Miesenberger für Jonas Seidlmann auflegte und dieser in der 42. Minute zum 2:0 traf.
Mit dieser Führung ging Hohenzell nicht verwaltend in die Kabine. Machtlinger sprach vielmehr von einem "guten Gefühl" zur Pause und davon, dass danach "die Brust breit" gewesen sei. Trotzdem versuchten die Gäste nach dem Seitenwechsel noch einmal mehr Druck aufzubauen. Gerade deshalb war das 3:0 für die Gastgeber so wichtig. Wieder war Jonas Seidlmann zur Stelle, diesmal nach einer Ablage von Hannes Pramendorfer, und erhöhte in der 65. Minute auf 3:0. Ganz ruhig wurde die Partie damit allerdings nicht. Machtlinger räumte ein, dass seine Mannschaft es danach "ein bissl verpasst" habe, über Konter für mehr Entlastung zu sorgen. Die Gäste blieben in dieser Phase aktiv, trafen einmal nach einem Freistoß die Latte, später auch noch den Pfosten und kamen in der 72. Minute durch Zoltán Takács per Freistoß zum 3:1. Mehr ließ Hohenzell danach aber nicht mehr zu und verteidigte den Vorsprung souverän ins Ziel.
Dass Hohenzell das Derby trotzdem nicht mehr aus der Hand gab, erklärte der Co-Trainer weniger mit einem einzelnen Wendepunkt als mit der Art, wie seine Mannschaft das Spiel insgesamt angegangen war. "Einen bestimmten Zeitpunkt hat es nicht gegeben", sagte Machtlinger. Viel wichtiger sei gewesen, dass seine Elf diesmal deutlich effizienter auftrat als in den Wochen davor. "Unsere Effizienz hat dieses kampfbetonte Spiel entschieden", brachte er es auf den Punkt. Dazu kam aus seiner Sicht die Arbeit gegen den Ball. "Definitiv in der Effizienz und im Kampf gegen den Ball lag heute unsere größte Stärke", sagte er. Auch den Gegner habe man trotz der vielen langen Bälle und trotz einer aktiveren letzten halben Stunde "über weite Strecken gut im Griff gehabt". Für Machtlinger war genau diese Mischung der Grund, warum das Derby am Ende bei Hohenzell blieb.
Gerade deshalb wollte Machtlinger den Erfolg auch nicht nur auf die drei Treffer reduzieren. Natürlich habe das 1:0 viel ausgelöst, und mit dem 2:0 sei man "mit einem guten Gefühl in die Pause gegangen". Entscheidend sei für ihn aber gewesen, dass der SV Hohenzell danach weiter offensiv blieb und als Mannschaft geschlossen auftrat. "Ich würde das nicht auf ein einzelnes Tor reduzieren", sagte er. "Das grundsätzliche Auftreten, der Kampfgeist der ganzen Mannschaft, inklusive aller Einwechselspieler, war wichtig." Der 3:1-Erfolg bringt den Hohenzellern nun acht Punkte aus sechs Spielen. Machtlinger wollte daraus aber keine größeren Schlüsse ziehen: "Uns ist bewusst, dass in der Liga jeder jeden schlagen kann. Wir werden daran arbeiten, dass wir konstant unsere Leistung bringen."