In der Bezirksliga Süd hat der Vöcklabrucker Sportclub am Samstagnachmittag gegen den TSV Baugruppe Schmid Frankenburg einen verdienten 2:0-Heimsieg gefeiert. Co-Trainer Edis Kenjar sah nach einer kurzen Abtastphase eine Partie, in der seine Elf immer besser hineinfand, wenig zuließ und sich vor allem über die Null freute. Ausschlaggebend waren für ihn der Führungstreffer und das schnelle zweite Tor nach Seitenwechsel gegen einen kompakten Aufsteiger.

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Zu Beginn musste sich die Partie erst einmal finden. „Am Anfang war es ein bisschen ein Abtasten von beiden Mannschaften“, sagte Kenjar, der danach aber einen klaren Aufwärtstrend bei seiner Mannschaft sah. Vöcklabruck wurde mit der Zeit aktiver, kam besser in die Zweikämpfe und setzte auch die ersten Akzente nach vorne. Noch vor dem Führungstor stand bereits eine große Möglichkeit zu Buche, als die Gastgeber ans Aluminium schossen. In der 18. Minute fiel dann das 1:0, und zwar so, wie es sich Kenjar gerne vorstellt: nach Ballgewinn in der eigenen Hälfte, mit wenigen Pässen sauber nach vorne getragen und von Kristijan Augustinovic abgeschlossen. Kenjar sprach von einer „wunderschönen Kombination“, die seine Mannschaft „sehr schön ausgespielt“ habe. Kurz danach war sogar das 2:0 möglich, doch eine weitere gute Aktion blieb ungenützt, weil der Abschluss über das Tor ging. So ging es mit einem verdienten 1:0 in die Pause.
Direkt nach dem Seitenwechsel legte der VSC nach, und genau darin sah Kenjar einen der entscheidenden Punkte des Nachmittags. „Ausschlaggebend war natürlich das 1:0 und dann das 2:0 kurz nach der Halbzeit“, sagte Kenjar. In Minute 52 war es wieder Kristijan Augustinovic, der nach einer schnellen Umschaltsituation auf 2:0 stellte. Nach einem Ballgewinn im Zentrum ging es rasch über außen weiter, ehe der Ball in der Mitte verwertet wurde. Mit dem Zwei-Tore-Vorsprung wurde die Partie für die Hausherren spürbar leichter. „Dann war es für uns leichter. Wir haben nicht mehr so viel drängen müssen nach vorne“, erklärte Kenjar. Ganz ohne heikle Momente blieb der Nachmittag aber nicht. Zwei Eigenfehler brachten Frankenburg noch einmal in Situationen, die den Anschluss möglich gemacht hätten. Einmal reagierte der Tormann der Gastgeber aber stark und holte den Ball noch vor der Linie weg. Gerade deshalb war Kenjar mit dem Defensivverhalten insgesamt zufrieden, weil aus seiner Sicht „eigentlich wenig zugelassen“ wurde und die Gäste vor allem durch eigene Nachlässigkeiten gefährlich wurden.
Dass der Sieg nicht nur wegen der Tore, sondern auch wegen der gesamten Leistung in Ordnung ging, machte Kenjar im Gespräch mehrfach deutlich. „Wir sind in die Zweikämpfe reingekommen, wir haben dagegengehalten, wir waren läuferisch da, wir waren vorm Tor gefährlich. Wir haben hinten wenig zugelassen“, fasste er den Auftritt zusammen. Besonders wichtig war ihm, dass ein Vorsatz aus der Vorbereitung auf das Spiel auch tatsächlich auf dem Platz zu sehen war. „Wir wollten die Null halten, das war vor dem Spiel ein klares Ziel“, sagte Kenjar. Genau dieses Ziel setzte seine Mannschaft um, dazu kamen zwei gut herausgespielte Treffer und eine insgesamt geschlossene Vorstellung. Den Gästen aus Frankenburg sprach der Vöcklabrucker Co-Trainer den Einsatz keineswegs ab. Er bezeichnete sie als „läuferisch, kämpferisch gute Truppe“, die kompakt auftrat und im Umschaltspiel durchaus ihre Momente hatte. Den Unterschied sah er letztlich aber in der Qualität seiner Mannschaft. „Wenn wir unsere Qualität auf den Rasen bringen, ist es für jede Mannschaft schwierig“, sagte Kenjar. Vor allem über Ballgewinne, Kurzpassspiel und Angriffe über die Außen habe Vöcklabruck immer wieder Druck machen können.
So blieb unter dem Strich ein 2:0, das aus Sicht der Gastgeber nicht spektakulär, aber klar und sauber erarbeitet war. Der Vöcklabruck SC kam nach dem vorsichtigen Beginn immer besser ins Spiel, nutzte zwei Angriffe konsequent und brachte den Vorsprung danach seriös über die Zeit. Kenjar hob dabei nicht nur die Startelf hervor, sondern auch die Spieler, die von der Bank kamen. „Auch die Einwechselspieler haben das super gemacht“, sagte er und unterstrich damit noch einmal den mannschaftlichen Charakter dieses Heimsiegs. Gleichzeitig ließ er durchblicken, wo noch Luft nach oben ist: Aus den ersten Chancen könnte seine Elf noch früher Kapital schlagen. „Vielleicht müssen wir aus den ersten zwei, drei Chancen gleich eine Führung rausschießen, dann ist es leichter für uns“, meinte Kenjar. An diesem Nachmittag reichte es trotzdem zu einem verdienten Sieg, zu drei wichtigen Punkten und zu jenem Zu-null-Erfolg, den sich die Vöcklabrucker vor dem Anpfiff vorgenommen hatten.