In der Bezirksliga Süd hat der SV Eberschwang in Runde sieben die FC Hertha Wels Juniors mit 4:0 besiegt und sich damit für einen klaren Aufwärtstrend belohnt. Neo-Trainer Gerald Reisegger sprach nach dem Schlusspfiff von einer „hundertprozentigen Leistung“ seiner Mannschaft. Vor allem gegen den Ball sei sein Team voll da gewesen, dazu nutzte Eberschwang die entscheidenden Momente besser und ließ den spielstarken Gästen nur wenig Raum.

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Reisegger hatte vom Anpfiff weg genau das Spiel gesehen, das er erwartet hatte: ein intensives Duell gegen einen Gegner mit viel Qualität. Umso wichtiger war aus seiner Sicht, dass seine Mannschaft dagegenhielt und im Zentrum sofort Zugriff bekam. „Es war ein sehr intensives Spiel. Unsere Mannschaft hat sehr gut dagegengehalten gegen eine spielstarke Mannschaft. Wir haben uns in der Mitte sehr gut gefunden und immer wieder Nadelstiche setzen können“, sagte der Trainer. Eberschwang war damit nicht nur in der Arbeit gegen den Ball präsent, sondern setzte auch selbst immer wieder Akzente nach vorne. In der 29. Minute brachte Zahid Ilijazi die Gastgeber mit 1:0 in Führung, und dieser Vorsprung hatte für Reisegger bis zur Pause durchaus seine Berechtigung. Mit dem 1:0 ging es dann auch in die Kabinen.
Ganz ohne kritischen Moment verlief die Partie aber nicht. Reisegger nannte vor allem eine Szene, in der das Spiel noch einmal hätte kippen können. „Beim Stand von 1:0 hatte Wels einen Lattenschuss. Da wäre es vielleicht noch einmal eng geworden“, meinte er. Gleichzeitig schob er aber sofort nach, dass ein Ausgleich aus seiner Sicht dem Verlauf nicht entsprochen hätte: „Es wäre nicht verdient gewesen, weil wir auch große Chancen vergeben haben.“ Umso wichtiger war dann das 2:0 kurz nach Wiederbeginn. Wieder war es Ilijazi, der in der 52. Minute traf und damit seinen Doppelpack schnürte. Reisegger sprach bei diesem Treffer von einer „wunderschönen Einzelaktion“ und einem „super Abschluss“. Mit diesem Tor bekam der Eberschwanger Auftritt noch mehr Gewicht, weil die Gastgeber ihren Aufwand nun auch klar auf die Anzeigetafel brachten.
Was dem Trainer an diesem Nachmittag besonders gefiel, war die Geschlossenheit seiner Mannschaft. Reisegger hob nicht einen einzelnen Mannschaftsteil hervor, sondern das Gesamtbild. „Es war einfach die Einstellung, die Bereitschaft von der ganzen Mannschaft, gegen den Ball zu arbeiten und trotzdem spielerisch immer wieder gute Konter zu fahren. Wir waren sehr gut auf den Gegner eingestellt und haben ihn nicht ins Spiel kommen lassen“, sagte er. Genau dieses Bild zeigte sich auch in der Schlussphase. Eberschwang blieb dran und gab sich mit der Führung nicht zufrieden. In der 76. Minute erhöhte Horvath Gergö auf 3:0, nur drei Minuten später stellte Moritz Bleckenwegner auf 4:0. Aus einem intensiven Spiel wurde damit am Ende noch ein klarer Heimsieg, weil die Gastgeber konsequent blieben und ihre Möglichkeiten deutlich besser nutzten.
Reisegger ordnete den Sieg auch über diese 90 Minuten hinaus ein. Für ihn war das 4:0 die logische Folge einer Entwicklung, die sich schon in den vergangenen Wochen angedeutet hatte. „Die letzten Wochen waren eigentlich schon sehr gut. Der Trend geht nach oben, und diesmal hat sich die Mannschaft endlich auch mit einem überzeugenden Ergebnis belohnt“, sagte der neue Trainer. Besonders wichtig war ihm dabei, dass nicht nur die Startelf überzeugte. Auch die eingewechselten Spieler bezog er ausdrücklich mit ein und sprach von einer „hundertprozentigen Leistung“ der gesamten Mannschaft. Den spielstarken Welsern mit ihren „sehr guten Einzelspielern“ ließ der SV Eberschwang laut Reisegger kaum Entfaltung. „Wir waren präsent am Platz, haben irrsinnig viele Zweikämpfe gewonnen, waren robust und haben wenig zugelassen“, so seine Bilanz. Auch das Schiedsrichterteam bekam vom Trainer ein sauberes Zeugnis, Reisegger sprach von einer „sehr souveränen Leistung“ ohne strittige Situationen. Für Eberschwang ist dieser 4:0-Erfolg damit nicht nur ein deutliches Resultat, sondern vor allem ein Ergebnis, auf das man laut Trainer „aufbauen“ kann.