In der Bezirksliga Süd hat sich der SV St. Wolfgang/Rußbach im Spitzenspiel gegen die ASKÖ Vorchdorf mit 2:0 durchgesetzt. Nach einer offenen ersten Hälfte fiel im Duell zweier bärenstarker Aufsteiger die Entscheidung erst nach der Pause, als Gerald Greiner per Kopf das 1:0 erzielte und Ivan Fekiac spät nachlegte. Trainer Franz Scherpink sprach von einem Spiel „auf Augenhöhe“, in dem seine Mannschaft die Chancen vor dem Tor konsequenter nutzte.

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Scherpink ordnete den Heimsieg sehr nüchtern ein und machte gleich klar, dass hier kein einseitiges Spiel zu sehen war. „Es war ein ganz gutes Bezirksligaspiel von zwei Mannschaften, die im Spitzenfeld unterwegs sind“, sagte der Trainer nach dem Schlusspfiff. Genau so entwickelte sich die Partie dann auch. St. Wolfgang hatte zwar seine Momente, musste sich den Erfolg aber hart erarbeiten, weil auch Vorchdorf immer wieder gefährlich nach vorne kam. „Das Spiel war insgesamt auf Augenhöhe. Es war ein sehr enges, knappes Spiel“, so Scherpink. In der ersten Halbzeit gab es auf beiden Seiten Möglichkeiten, bei den Gastgebern auch einen Lattentreffer. Der Trainer sprach deshalb von einem „gerechten Unentschieden“ zur Pause und verwies zugleich darauf, dass die Partie auch anders hätte laufen können, wenn eine der Chancen auf der anderen Seite früher gesessen hätte.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Bild laut Scherpink zunächst ähnlich. Vorchdorf trat spielerisch gefällig auf, St. Wolfgang hielt dagegen und arbeitete sich nach und nach etwas mehr in gute Räume. „Zur Mitte der zweiten Halbzeit haben wir schon ein bissl auf das 1:0 angeklopft“, beschrieb es der Trainer. In der 63. Minute fiel dann genau dieses Tor: Gerald Greiner brachte die Heimischen mit einem Kopfball in Führung. Für Scherpink war dieser Treffer der klare Wendepunkt. „Das 1:0 war sicher der Schlüsselmoment“, sagte er. St. Wolfgang bekam dadurch Selbstvertrauen, blieb in dieser Phase stabil und verteidigte den Vorsprung mit viel Einsatz. Als Vorchdorf in der Schlussphase offener wurde, nutzten die Gastgeber den Raum. In der 84. Minute machte Ivan Samuel Fekiac mit dem 2:0 alles klar.
Dass es am Ende trotzdem ein recht klares Ergebnis wurde, erklärte Scherpink vor allem mit der unterschiedlichen Effizienz in den entscheidenden Situationen. „Wir haben im Offensivbereich die Möglichkeiten etwas konsequenter genutzt“, sagte er. Dem Gegner stellte er dabei ausdrücklich ein gutes Zeugnis aus. Vorchdorf habe „ein sehr gutes Spiel gemacht“ und sei „spielerisch sehr gefällig“ aufgetreten. Nur im letzten Drittel habe den Gästen aus seiner Sicht etwas gefehlt. „Sie waren im Angriffsdrittel einfach ein bissl zu harmlos“, meinte der Trainer. St. Wolfgang profitierte außerdem davon, dass es hinten lange standhielt. Scherpink sprach davon, dass seine Mannschaft in der Phase nach der Führung „relativ viel wegverteidigt“ habe. Dazu kam ein starker Rückhalt im Tor. „Unser Torwart hat ein paar Mal wirklich sehr gut gehalten und einen sehr guten Tag gehabt“, sagte der Coach, der diesen Faktor beim Zu-Null-Sieg ausdrücklich hervorhob.
Trotz des Erfolgs wollte Scherpink den Auftritt seiner Mannschaft nicht schöner reden, als er war. Gerade im spielerischen Bereich sieht er beim Tabellenführer noch einiges an Luft nach oben. „Da können wir viel besser machen“, sagte er mit Blick auf das Passspiel und die Ballverarbeitung. Immer wieder sei seine Mannschaft in Zweikämpfe verwickelt worden, auch weil die Bewegung ohne Ball nicht immer gepasst habe. Dazu sprach der Trainer ein Thema an, das ihn im Offensivspiel weiter beschäftigt: „Da müssen wir einfach noch giftiger werden und entschlossener, damit wir noch mehr Chancen kreieren können.“ Auch bei langen Bällen in die Spitze und bei der Spielfortsetzung nach vorne wünscht er sich mehr Stabilität. Der Sieg gegen die ASKÖ Vorchdorf war für ihn deshalb vor allem wertvoll, weil er in einem engen Spiel gelang. „Für uns natürlich ein sehr wichtiger, wertvoller Sieg“, sagte Scherpink. Und weil der SV St. Wolfgang damit nach neun Runden in der Tabelle ganz oben steht, bekommt dieser hart erarbeitete Sonntagnachmittag zusätzliches Gewicht.