In der Bezirksliga Süd hat die ASKÖ Vorchdorf gegen den SV Eberschwang mit 0:2 verloren. Für Co-Trainer Wolfgang Wagner war nach dem Schlusspfiff nicht der Aufwand das große Thema, sondern die fehlende Effizienz. Der Aufsteiger hatte laut Wagner über weite Strecken mehr vom Spiel, ließ aber beste Möglichkeiten ungenutzt – sogar die Chance auf den Ausgleich vom Elfmeterpunkt. So blieb am Ende eine Niederlage, die den Gastgebern vor allem wegen der vergebenen Möglichkeiten wehtat.
Für Wagner begann die Partie aus seiner Sicht schon mit dem ersten Warnsignal für den weiteren Abend. "Das Spiel hat für mich schon in der ersten Minute begonnen mit Dominik Raab, der eine hundertprozentige Chance vergeben hat", sagte der Co-Trainer. Dabei blieb es nicht, denn auch eine weitere Möglichkeit von Raab sowie eine Chance von Gregor Steiner sprach Wagner klar an. Vorchdorf war also früh im Spiel, kam zu Abschlüssen und hatte nach seiner Einschätzung auch sonst viel Ballbesitz. Besonders bitter war dann die ungenutzte Gelegenheit vom Elfmeterpunkt, mit der die Hausherren rund um die halbe Stunde zum 1:1 hätten ausgleichen können. Wagner brachte das sehr deutlich auf den Punkt: "Wir waren über 70 Prozent spielbestimmend, hatten mehr Ballbesitz und konnten aber kein Tor erzielen." Genau daraus entstand für ihn das Grundproblem dieser Niederlage.
Dass Eberschwang am Ende mit einem 2:0 nach Hause fuhr, hing aus Vorchdorfer Sicht nicht mit einer klaren spielerischen Überlegenheit der Gäste zusammen, sondern mit Effizienz und Konsequenz in den entscheidenden Momenten. In der 16. Minute brachte Roland Moser Eberschwang nach einer Standardsituation in Führung. Wagner verwies ausdrücklich darauf, dass dieses Gegentor besonders schmerzte, weil Standards schon zuletzt ein Thema gewesen seien. Danach blieb Vorchdorf zwar am Ball, doch der Rückstand hatte bis zur Pause Bestand. Über den Gegner sagte Wagner: "Der Gegner war körperlich stark. Die haben robust gespielt." Dazu kam aus seiner Sicht ein klarer Plan der Gäste. "Sie warteten auf Fehler und haben ihre Kontermöglichkeiten ausgenützt", erklärte er. Den zweiten Treffer setzte dann Zahid Ilijazi in der 86. Minute, als Eberschwang den Auswärtssieg endgültig absicherte. Wagner räumte ein, dass der Gegner "ab und an unsere Verteidigung gefordert" habe, hielt aber gleichzeitig fest, dass Vorchdorf trotzdem mehr vom Spiel gehabt habe.
Im Mittelpunkt der Analyse stand deshalb weniger das Ergebnis an sich als die Frage, warum die ASKÖ Vorchdorf aus seinen Phasen mit Ball und aus den guten Aktionen nichts machte. Wagner sprach dabei mehrere Punkte an, die für ihn zusammengehören. "Letztendlich hat uns der letzte Wille zum Tor, die letzte Entscheidungskraft, vielleicht auch die letzte Sicherheit und die Kaltschnäuzigkeit gefehlt", sagte er. Genau das sei nicht zum ersten Mal passiert. Besonders deutlich wird das an einer Zahl, die Wagner ebenfalls nannte: In den letzten drei verlorenen Spielen hat Vorchdorf kein einziges Tor erzielt. Positiv wertete er trotz allem, "dass wir trotzdem Moral beweisen und uns nicht aus dem Konzept bringen lassen". Gleichzeitig schob er aber sofort die Warnung nach. Jeder Spieler müsse nachdenken, wo die Mannschaft stehe, denn man sei "auch schnell im Abstiegskampf dabei". Mit 13 Punkten bleibt Vorchdorf zwar im dichten Mittelfeld der Tabelle, viel Luft nach unten gibt es aber nicht. Deshalb ist für Wagner auch klar, was nun kommen muss: "Das muss sich in den nächsten drei Runden ändern."