Spielberichte

„Wir waren klar näher am Sieg“ – SPG Allhaming/Weißkirchen 1b holt nach 0:2-Rückstand einen Punkt

Ligaportal als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen
Union Eberstalzell
Allhaming/Weißkirchen 1b

In der Bezirksliga Süd hat die Union ETM Eberstalzell gegen die SPG Allhaming/Weißkirchen 1b eine 2:0-Pausenführung nicht ins Ziel gebracht und musste sich am Ende mit einem 2:2-Unentschieden begnügen. Aus Sicht von Neo-Trainer Fürkan Gücenoglu war für die Gäste sogar noch mehr drin. Er sprach davon, dass seine Mannschaft die Partie über weite Strecken dominierte, sah aber im letzten Pass und im Abschluss den Grund, warum es nicht zu drei Punkten reichte.

Fünf Bälle in Gelb/Violett auf Rasen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Eberstalzell trifft vor der Pause zweimal

Auf der Anzeigetafel sprach zur Halbzeit zunächst vieles für die Heimischen. Eberstalzell ging in der 31. Minute durch Maximilian Krumphuber mit 1:0 in Führung und legte in der 41. Minute nach, als Alexander Krumphuber auf 2:0 stellte. Für die SPG war das aus Sicht ihres Trainers umso bitterer, weil er den Verlauf des Spiels anders wahrnahm. „Ich glaube, wir haben das Spiel über weite Strecken dominiert und waren die aktivere Mannschaft“, sagte Fürkan Gücenoglu nach dem Schlusspfiff. Dass sein Team trotzdem mit zwei Toren hinten lag, führte er vor allem auf eigene Fehler zurück. „Leider haben wir durch zwei Unaufmerksamkeiten in der Defensive zwei Gegentore bekommen“, so der Trainer. Gerade deshalb hob er hervor, dass seine Mannschaft auch nach dem 0:2 nicht auseinanderfiel. „Trotzdem hat die Mannschaft Moral bewiesen, sich nicht aufgegeben und sich am Ende noch mit einem Punkt belohnt“, sagte Gücenoglu und machte damit klar, dass ihn weniger das Ergebnis zur Pause störte als die Tatsache, dass seine Mannschaft aus seiner Sicht zu wenig aus dem eigenen Aufwand gemacht hatte.


Anschlusstreffer bringt Gäste zurück

Nach der Pause blieb Allhaming/Weißkirchen 1b im Spiel und fand schließlich auch den Weg zurück auf die Anzeigetafel. In der 75. Minute verkürzte Samuel Atzlesberger auf 2:1, und genau in dieser Phase sah Gücenoglu seine Mannschaft am Drücker. Besonders eine Szene direkt danach blieb ihm im Kopf. „Wir haben nach dem 2:1 gleich den Ausgleich gemacht, da ging leider die Fahne hoch. Wenn das Tor gezählt hätte, hätten wir das Spiel sicher noch drehen können“, meinte er. Für einen Moment hatte er selbst den Treffer schon bejubelt. „Ich habe am Anfang gar nicht bemerkt, dass die Fahne oben war. Ich habe mich sehr gefreut, weil wir wirklich schnell den Ausgleich gemacht haben“, schilderte der Trainer. Der Rückschlag stoppte die Gäste aber nicht. Sie blieben dran und wurden in der 83. Minute doch noch belohnt, als Hristo Krachanov den verdienten Ausgleich zum 2:2 erzielte. Für Gücenoglu war damit auch in der Einordnung nach dem Spiel klar, welche Mannschaft aus seiner Sicht näher an drei Punkten war. „Wir waren klar näher am Sieg. Wir haben über 90 Minuten wirklich das Spiel dominiert. Mit ein bisschen Glück hätten wir das Spiel auch noch drehen können.“

Viel Wille, aber vorne fehlte letzte Präzision

In seiner Analyse nach dem Spiel benannte der neue Trainer sehr klar, woran es aus seiner Sicht am Ende gelegen hat. „Tore“, sagte er zunächst mit einem kurzen Lachen, schob seine Erklärung dann aber deutlich ausführlicher nach. Seine Mannschaft habe sich vorgenommen, Fußball zu spielen, und genau das auch über die gesamte Spielzeit versucht. „Wir haben wirklich über 90 Minuten probiert, Fußball zu spielen, also von hinten bis nach vorne“, erklärte Gücenoglu. Mit dem Einsatz und der Einstellung war er dabei ausdrücklich einverstanden. „Der Kampf und der Wille, darüber braucht man wirklich nicht reden. Das ist gerade sehr stark bei meiner Mannschaft.“ Was ihm fehlte, war die Genauigkeit im letzten Drittel. „Wir haben es in der Offensive nicht konsequent genug zu Ende gespielt. Oft hat der letzte Pass gefehlt, um wirklich gefährlich vor das Tor zu kommen. Da müssen wir einfach zielstrebiger und präziser werden.“ Gleichzeitig bescheinigte er der Union Eberstalzell, dass die Gastgeber mit tiefem Verteidigen und ihrem Umschaltspiel unangenehm waren. „Der Gegner ist tief in der eigenen Hälfte gestanden und hat das Umschaltspiel phasenweise gar nicht so schlecht gemacht“, sagte Gücenoglu. Deshalb blieb am Ende ein Punkt, mit dem er nicht völlig zufrieden war, den er aber annimmt. „Insgesamt wäre heute mehr möglich gewesen, aber am Ende müssen wir mit dem Punkt leben und den Fokus auf das nächste Spiel richten.“ Dass es aus seiner Sicht keinen Nebenschauplatz gab, stellte er ebenfalls klar: „Von Schiedsrichterseite hat alles gepasst.“

Bezirksliga Süd: Eberstalzell : Allh./Weißk. 1b - 2:2 (2:0)

  • 83
    Hristo Krachanov 2:2
  • 75
    Samuel Atzlesberger 2:1
  • 41
    Alexander Krumphuber 2:0
  • 31
    Maximilian Krumphuber 1:0