In der Bezirksliga Süd haben sich der TSV Baugruppe Schmid Frankenburg und der UFC Peterskirchen/Tumeltsham/Andrichsfurt im Duell zweier Aufsteiger mit einem 2:2-Unentschieden getrennt. Aus Sicht der Gäste war es ein Punkt mit zwei Gesichtern: Frankenburg war lange das bessere Team und führte verdient, Peterskirchen drehte nach dem 0:2 aber das Momentum. Sportchef Manuel Pögl sprach von starker Moral, viel Kampfgeist und einem Remis, das sich nach dem Verlauf am Ende richtig angefühlt hat.

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Dass die Hausherren zur Pause vorne lagen, passte genau zu jener ersten Einschätzung, die Manuel Pögl nach dem Spiel abgab. „Frankenburg war in der ersten Halbzeit die spielbestimmende Mannschaft. Wir haben offensiv keinen Zugriff gehabt und sind nicht wirklich gefährlich vors Tor gekommen“, sagte der sportliche Leiter der Gäste. Das 1:0 durch Lukas Maringer in der 32. Minute war deshalb aus seiner Sicht auch die logische Folge dieser Phase. Peterskirchen fand zunächst keinen echten Zugriff auf das Spiel, während Frankenburg mehr vom Match hatte und den Ton angab. Auch nach dem Seitenwechsel blieb der TSV zunächst auf Kurs und legte in der 57. Minute durch Balázs Szemere das 2:0 nach. Bis zu diesem Zeitpunkt sprach vieles für einen Heimsieg, weil Frankenburg nicht nur vorne lag, sondern nach Pögls Einschätzung auch über weite Strecken die bessere Mannschaft war.
Mit dem zweiten Gegentor war die Partie für Peterskirchen aber noch lange nicht verloren. Genau diesen Punkt hob Pögl besonders hervor. „Dass wir aus einem 0:2 noch ein 2:2 gemacht haben, spricht für die Moral und den Kampfgeist“, sagte er und verwies dabei auch auf die schwierigen personellen Voraussetzungen. „Trotz acht Ausfällen haben wir den Glauben nicht verloren.“ Die Gäste blieben also drin in der Partie und bekamen schnell die passende Antwort. Nur drei Minuten nach dem 0:2 verkürzte Manuel Zeppetzauer auf 1:2, und damit war plötzlich wieder Leben im Spiel. Pögl beschrieb diese Phase so: „Die letzten 30 bis 35 Minuten waren wir ganz stark am Zug.“ Peterskirchen blieb am Drücker, stellte sich nach seinen Worten besser auf den Gegner ein und kam in der 72. Minute durch Zoltán Takács tatsächlich noch zum 2:2. Aus einem Spiel, das lange klar in Richtung Frankenburg gekippt war, wurde damit ein offener Schlussabschnitt.
Interessant war dabei, dass Pögl die Leistung des Gegners trotz der erfolgreichen Aufholjagd ausdrücklich anerkannte. „Frankenburg ist eine junge Truppe, da ist viel Tempo drin“, sagte er, und gerade die ersten 45 bis 60 Minuten seien für seine Mannschaft nur schwer in den Griff zu bekommen gewesen. Gleichzeitig sah er einen entscheidenden Unterschied in der Verwertung der Möglichkeiten. „Frankenburg war sehr effizient. Sie haben ihre Chancen eiskalt genutzt“, meinte Pögl. Auf der anderen Seite wäre für Peterskirchen in der Schlussphase sogar noch mehr drin gewesen. Besonders eine Gelegenheit blieb ihm im Kopf: „Jonas Sinzinger hatte noch eine ganz hochkarätige Chance. Da hat die ganze Tribüne schon den Treffer gefeiert, aber der Ball ist ganz knapp drüber gegangen.“ Deshalb sprach Pögl am Ende sogar davon, dass ein später Lucky Punch möglich gewesen wäre. Trotzdem blieb seine Gesamtwertung klar und ausgewogen: „Ich glaube, dass es ein sehr gerechtes Unentschieden war.“
Unter dem Strich nahm der UFC PTA also nicht nur einen Zähler, sondern auch ein gutes Gefühl aus diesem Auswärtsspiel mit. Nach einer ersten Halbzeit ohne echten Zugriff und einem 0:2-Rückstand hätte die Partie leicht in eine andere Richtung laufen können. Stattdessen hielt die Mannschaft dagegen, blieb im Spiel und belohnte sich noch mit dem Ausgleich. Dass dabei sogar noch das 3:2 möglich war, macht den Auftritt aus Sicht der Gäste nur noch bemerkenswerter. Pögl wollte dennoch nicht alles schönreden und sprach offen an, dass „am Ende ein, zwei Chancen liegen geblieben sind“. Gleichzeitig stellte er klar, dass es keine Nebenschauplätze gab: „An Schiedsrichter Priller ist es definitiv nicht gelegen. Es war eine korrekte Leistung, strittige Szenen hat es nicht gegeben.“ So bleibt für Peterskirchen ein 2:2, mit dem man angesichts von acht Ausfällen und dem Spielverlauf gut leben kann.