In der Bezirksliga Süd hat der SV St. Wolfgang/Rußbach bei der SPG Windischgarsten/Spital mit 5:0 gewonnen und damit die Tabellenführung untermauert. Trainer Franz Scherpink sprach trotz einer heiklen Personalsituation von einem sehr konzentrierten Auftritt. Vor allem das frühe 1:0 habe seiner Mannschaft Ruhe gegeben, der 4:0-Pausenstand brachte die Gäste dann schon sehr deutlich auf Kurs.

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St. Wolfgang war vom Anpfiff weg die aktivere Mannschaft und bekam laut Trainer genau das auf den Platz, was in so einem Auswärtsspiel nötig ist. „Wir sind heute sehr konzentriert zu Werke gegangen. Wir haben auch die notwendige Körpersprache gezeigt, die die Basis ist, dass man einfach ein gutes Spiel macht“, sagte Scherpink. Diese Haltung zahlte sich früh aus. Stefan Gassenbauer brachte die Gäste in der 15. Minute mit 1:0 in Führung, und genau dieses Tor stellte für den Trainer die erste Weiche. „Das frühe 1:0 hat uns Sicherheit gegeben“, erklärte er. Danach legte St. Wolfgang nach: Josip Curic traf in der 27. Minute zum 2:0, erhöhte in der 34. Minute auf 3:0 und stellte kurz vor der Pause in der 42. Minute auch noch auf 4:0. Damit war die Partie schon zur Halbzeit sehr klar in eine Richtung gekippt.
Dass der Auftritt so klar ausfiel, war für Scherpink auch deshalb bemerkenswert, weil die Voraussetzungen alles andere als leicht waren. „Die Ausgangssituation war von der Personalsituation her sehr schwierig, die schwierigste in der heurigen Saison“, sagte der Trainer. Gerade deshalb gefiel ihm, wie seine Mannschaft das Spiel annahm. Er sprach davon, dass etliche Stammspieler fehlten, seine Elf sich aber trotzdem „sehr positiv präsentiert“ habe. Für ihn war entscheidend, dass seine Mannschaft die schwierige Lage nicht als Ausrede nahm, sondern von der ersten Minute an griffig und hungrig wirkte. „Wir haben das angenommen, dass wir eine schwierige Personalsituation haben“, sagte Scherpink. Dazu kam eine klare Zielsetzung: St. Wolfgang wollte auswärts die drei Punkte mitnehmen und zeigte laut Trainer von Beginn an, dass genau das gelingen soll.
Mit dem 4:0 zur Pause hatte St. Wolfgang das Spiel praktisch im Griff, ganz zufrieden war Scherpink mit der zweiten Hälfte aber nicht mehr. „Wir waren in der zweiten Halbzeit nicht mehr so konzentriert und auch in der Spielfortsetzung nicht mehr so stabil“, sagte er. Windischgarsten/Spital versuchte nach dem klaren Rückstand, das Ergebnis noch etwas freundlicher zu gestalten, und kam laut Scherpink auch zu der einen oder anderen Möglichkeit. Der Trainer blieb in seiner Einschätzung ehrlich: Ein oder zwei Treffer der Gastgeber wären durchaus möglich gewesen. Dass es am Ende trotzdem beim Zu-null-Sieg blieb, lag für ihn an der Defensivarbeit und am Tormann. „Da haben wir hinten ganz gut verteidigt, beziehungsweise der Torwart hat ganz ordentlich gehalten“, meinte Scherpink. In der 66. Minute setzte Marco Schiffer mit dem 5:0 schließlich den Schlusspunkt unter einen insgesamt überzeugenden Auswärtsauftritt.
Besonders zufrieden war Scherpink mit der Art und Weise, wie seine Mannschaft vor der Pause zu ihren Treffern gekommen ist. Er beschrieb alle vier Tore in der ersten Hälfte als Abschlüsse in der Box, denen gute Kombinationen vorausgingen. „Wir haben uns ganz ordentlich durchkombiniert, waren vom ersten Kontakt in der Box gut und haben dann eiskalt abgeschlossen“, sagte der Trainer. Auch das Spiel in die Tiefe habe gut funktioniert und die Basis für diese klare Führung gelegt. Ganz ohne Kritik wollte er den Sieg aber nicht stehen lassen. „Wenn man etwas kritisieren kann, dann ist es die Spielfortsetzung. Da haben wir nach wie vor ein bisschen zu viele Ballverluste“, sagte Scherpink. Gerade im einfachen Passspiel sieht er noch Luft nach oben. Der 5:0-Erfolg fiel deshalb zwar klar und verdient aus, für den Coach ist die Sache aber schon wieder eingeordnet: „Wir sind sehr zufrieden und gut am Weg. Nächste Spiele kommen, und da heißt es wieder, einfach gut zu spielen.“