In der Bezirksliga West traf Union Ziegelwerk Senftenbach im Derby auf den SV Luksch Riedau – ein Spiel, das laut Trainer Martin Feichtinger klar vom eigenen Matchplan geprägt war. Senftenbach agierte tief und kompakt, setzte auf Stabilität, Standards und Umschaltmomente, während Riedau den Ballbesitz weitgehend übernahm. Der Plan trug zunächst Früchte, am Ende stand jedoch eine 1:2-Niederlage aus Senftenbacher Sicht.
Feichtinger legte den Schwerpunkt auf reife Arbeit gegen den Ball: „Wir haben bewusst das Spiel Riedau überlassen und wollten über Standards und Umschaltmomente zu unseren Toren kommen – dadurch hatte Riedau mehr Ballbesitz.“ In einem Derby gehe es um Ordnung, Disziplin und das Ausnutzen von Momenten, nicht um lange Ballstafetten. Trotz Derby-Charakter blieb der Ton auf dem Rasen gemäßigt. „Es war kein hartes Spiel dafür, dass es ein Derby war. Es war normal“, bilanzierte der Coach.
Der Senftenbacher Plan zahlte sich zunächst aus: Nach einem Freistoß köpfte Lucas Wagner zum 1:0 ein. Riedau antwortete noch vor der Pause mit einer starken Einzelaktion von Jannik Wesner – 1:1. Beide Seiten setzten Akzente nach ruhenden Bällen: Senftenbach traf per Freistoßvariante, Riedau kam mehrfach zu seitlichen Freistößen um die 30 Meter sowie zu Eckbällen, die stets Gefahr ausstrahlten.
In Summe verbuchte Riedau mehr Spielanteile und Chancen – der bewusste Defensivansatz der Gastgeber machte die Entlastungsmomente rar. Nach dem Seitenwechsel nutzten die Gäste eine ihrer Möglichkeiten und stellten durch Lukas Starzengruber auf 1:2. „Riedau hat auf jeden Fall mehr Chancen gehabt als wir. Eine genaue Anzahl kann ich nicht nennen, aber aufgrund unseres Ansatzes hatte Riedau sicher mehr Möglichkeiten“, ordnete Feichtinger ein. Für die kommenden Wochen richtet er den Blick nach vorne: „Wir wollen Punkte machen, damit wir vom Tabellenkeller wegkommen. Jedes Spiel wird eine riesige Aufgabe – wir verlangen 100-prozentigen Einsatz und schauen, was herauskommt.“