Als Ferdinand Pemwieser, Obmann von Druckhaus Adame Union Gilgenberg, nach dem Duell in der Bezirksliga West gegen den SV Ritterbräu Neumarkt/Pötting Bilanz zog, mischten sich Zufriedenheit und Anteilnahme. „Die Vorgaben wurden sehr gut eingehalten. In diesem Spiel war vieles sehr gut, aber Verbesserungen gibt es immer. Es ist nur der erste Schritt aus dem Tabellenkeller – wir freuen uns, wissen aber, dass der Weg ins Mittelfeld noch weit ist.“ Sein Team überzeugte mit Konzentration, Fleiß und einer bissigen Herangehensweise – ein Auftakt, der Mut macht. Gleichzeitig überschattete ein unglücklicher Zwischenfall den Nachmittag: Ein Neumarkter Akteur verletzte sich am Knie so schwer, dass er mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden musste; die Stimmung auf und neben dem Platz war anschließend merklich gedämpft. Sportlich stellte Pemwieser den frühen Impuls und die Geschlossenheit seiner Mannschaft heraus, warnte aber vor verfrühter Euphorie. Nach der Pause erkannte er eine starke Phase des Gegners, ehe der dritte Treffer die Partie endgültig beruhigte.

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Die inhaltliche Klammer des Auftritts bildete ein schneller Start. „Sehr gut für uns war das schnelle 1:0; das hat uns Motivation und Auftrieb gegeben – passend zu unserer bissigen Herangehensweise.“ Der Führungstreffer fiel bereits in der 7. Minute zum 1:0 (Andreas Mauracher). In der Folge blieb Gilgenberg in den Zweikämpfen präsent und legte noch vor der Pause nach: Das 2:0 in der 32. Minute (Thomas Wengler) unterstrich eine dominante erste Halbzeit, die Pemwieser klar auf der Seite seiner Mannschaft sah. Nicht individuelle Glanzlichter, sondern das gemeinsame Anlaufen, Arbeiten und Verteidigen prägten das Bild: Die Basis war Intensität – und ein kollektives Verständnis dafür, wie man ein Spiel früh in die eigenen Bahnen lenkt.
Nach Wiederanpfiff drehte der Gegner auf, genau wie erwartet. Gilgenberg musste die ersten 15 Minuten der zweiten Halbzeit hart arbeiten und verteidigen, ehe der dritte Treffer den Spannungsbogen kappte: In der 74. Minute stellte Angel Dimitrov auf 3:0 – jene Marke, die Pemwieser als endgültige Entscheidung beschrieb. Zuvor und danach blieb der Respekt für Neumarkt/Pötting spürbar: Die Gäste gaben nie auf, suchten die Duelle und hielten das Tempo hoch. Überschattet wurde der Nachmittag jedoch von der schweren Knieverletzung eines Neumarkter Spielers. Pemwieser sagte: „Wir wünschen ihm alles Gute und hoffen, dass die Verletzung bei Weitem nicht so schlimm ist, wie es ausgesehen hat.“ Später ergänzte er: „Ich hoffe, es geht ihm heute schon viel besser.“
Dieser mitfühlende Grundton prägte die Stimmung ebenso wie die sportliche Abgeklärtheit nach dem 3:0.
Individuelle Auszeichnungen wollte Pemwieser nicht vergeben: „Nein, es gibt keinen Mann des Spiels. Die ganze Mannschaft war sehr konzentriert, sehr fleißig und kämpferisch. Der Erfolg ist der starken Gemeinschaft zuzuschreiben – es gibt niemanden herauszuheben.“ Auch taktisch blieb der Kurs klar: Die Vorgaben wurden, wie er betonte, sehr gut umgesetzt. Spät setzten die Gilgenberger mit dem 4:0 (Angel Dimitrov, 90.) noch einen Schlusspunkt, ohne den Fokus zu verlieren. Gleichzeitig bleibt der Marsch Richtung Mittelfeld ein Prozess, und die Personallage verlangt Feingefühl: „Durch eine Gelbe Karte müssen wir auf unseren Kapitän verzichten. Ansonsten gibt es immer wieder leichte Blessuren und Verletzungen, aber wir hoffen, dass bald wieder alle Spieler zur Verfügung stehen.“
Das Fazit: Ein aufbauender Schritt – getragen von Teamgeist, Maß und einem klaren Kompass für die kommenden Aufgaben.