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„Nach der Pause waren wir klar stärker“ – Trainer Thomas Stranzinger (Union IKUNA Natternbach) über das 2:2 gegen Gilgenberg

Union Natternbach
Union Gilgenberg

Zwischen ehrlicher Analyse und sichtbarer Aufholjagd ordnete Trainer Thomas Stranzinger von Union IKUNA Natternbach die 90 Minuten gegen Druckhaus Adame Union Gilgenberg klar ein. Sein Fazit: „Die 1. Halbzeit war eine gerechte 0:2-Führung für Gilgenberg, in der 2. Halbzeit waren wir klar stärker.“ Torschützen: Adnan Kudic und Silvio Danev. In der Bezirksliga West zeigte Natternbach nach der Pause eine deutliche Reaktion – mit viel Kontrolle und Druck nach vorn. Den Ballbesitz schätzte der Coach markant ein: „Der Ballbesitz war definitiv bei uns, rund 80 Prozent.“ Zugleich hob er die Kaltschnäuzigkeit des Gegners hervor: „Gilgenberg hatte genau zwei Chancen und nutzte beide – 100 Prozent Ausbeute.“

Fußballspieler mit Ball in Bewegung

Foto von (Augustin-Foto) Jonas Augustin auf Unsplash

Vom Fehlstart zur Antwort nach der Pause

Die Geschichte des Spiels hatte zwei Gesichter: Zur Pause lag Natternbach 0:2 zurück, ehe die Heimelf nach dem Seitenwechsel das Momentum drehte und auf 2:2 stellte. Stranzinger begründete den Bruch zwischen den Hälften mit der Konsequenz in der Umsetzung: „In der 1. Halbzeit wurde die taktische Vorgabe nicht gut umgesetzt, in der 2. Halbzeit dann zu 100 Prozent.“ Passend zum Verlauf fielen die Anschlusstreffer druckvoll: In der 58. Minute verkürzte Maximilian Schmidbauer auf 1:2, in der 88. Minute glich Tobias Lehner zum 2:2 aus. Selbst nach dem späten Ausgleich blieb das Team gierig – die letzte Großchance in Minute 90 blieb jedoch ungenutzt.

Viel Kontrolle, wenig Ertrag – Effizienz entscheidet

Die Diskrepanz zwischen Kontrolle und Ertrag prägte die Stimmungslage. Stranzinger betonte die klare Überlegenheit am Ball, gleichzeitig aber die fehlende Konsequenz im Abschluss: „Wir hatten in der 1. Halbzeit zwei Halbschancen, aber nichts Zwingendes. In der 2. Halbzeit fanden wir deutlich mehr Möglichkeiten vor, nutzten sie aber nicht: ein Lattenschuss, ein Kopfball an die Latte – und in der 90. Minute alleine vor dem Torwart, der Kopfball genau auf ihn.“ Natternbach dominierte Ball und Raum, Gilgenberg hielt mit maximaler Effizienz dagegen – genau diese Konstellation hielt die Partie lange offen.

Standards, Zweikämpfe und die Lehre für die nächsten Wochen

Im Detail hob der Coach den Einfluss ruhender Bälle und die Intensität der Duelle hervor. Zu den Standards sagte er: „Das 0:1 für Gilgenberg war ein super ausgeführter Standard aus rund 16 Metern.“ Torschütze: Adnan Kudic. Für Natternbach ergaben sich ebenfalls mehrere Standards, vor allem nach Eckbällen entstand Gefahr. Zudem betonte Stranzinger die Physis des Gegners: „In der 1. Halbzeit waren wir in den Zweikämpfen nicht präsent genug, in der 2. Halbzeit dann sehr. Gilgenberg hat über 90 Minuten sehr zweikampfstarken Fußball gezeigt.“ Aus der Mischung aus Comeback-Mentalität und verpasster Effizienz leitet der Trainer einen klaren Arbeitsauftrag ab: „Wir wollen unbedingt zwei gute Halbzeiten zeigen.“

Bezirksliga West: Natternbach : Gilgenberg - 2:2 (0:2)

  • 88
    Tobias Lehner 2:2
  • 58
    Maximilian Schmidbauer 1:2
  • 28
    Silvio Danev 0:2
  • 6
    Adnan Kudic 0:1