Ein intensiver Abend für Harun Sulimani und seine SPG Raiffeisen Utzenaich/Antiesenhofen: Beim Auswärtsspiel bei TSU Jeging zeigte sein Team viel Kontrolle, Mut und am Ende Nervenstärke – und musste sich nach späten Wendungen mit einem 2:2 begnügen. In der Schlussphase lagen Jubel und Ernüchterung eng beisammen. „Wenn man so spät das Gegentor bekommt, ist das sehr bitter. Aber wir können viele positive Dinge mitnehmen und uns auf die nächsten Spiele konzentrieren“, ordnete Sulimani ein. Das Duell in der Bezirksliga West war über weite Strecken zweikampfintensiv, mit wechselnder Kontrolle und klaren Momenten beider Seiten – zur Pause stand es 0:0, bevor der zweite Durchgang Fahrt aufnahm.

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„In der ersten Halbzeit waren wir spielbestimmend und hätten in Führung gehen müssen“, sagte Sulimani rückblickend. Ab etwa der 30. Minute wurde die Partie zerfahrener, ehe es torlos in die Kabinen ging. Nach Wiederbeginn zog seine Mannschaft das Tempo an – mit Wirkung: Die Gäste stellten auf 1:0 durch Mate Bajic, kassierten dann nach einer „Pingpong-Aktion“ das 1:1 durch Robert Hehedosh. „Okay, wir wollen den Sieg“, so Sulimani zur bewussten Risikoentscheidung, weiter nach vorne zu spielen. Auch Jeging ließ in dieser offenen Phase eine 100-prozentige Chance liegen. In der Nachspielzeit schien der Auswärtssieg greifbar: Paul Chwala traf zum 2:1, doch kurz darauf egalisierte Anes Husic zum 2:2.
In Summe sah Sulimani sein Team vor der Pause im Vorteil: „Wir hatten die zwingenderen Möglichkeiten.“ Die größte Chance vergab Samed Yilmaz, der aus bester Position über das Tor schoss; zudem wurde es nach einem Eckball gefährlich. Nach dem Seitenwechsel verlagerten die Gäste das Geschehen häufig ins letzte Drittel, ließen dort aber Präzision und Konsequenz vermissen: „Wir haben nicht sauber fertiggespielt.“ Auch die Ballbesitzbilanz sprach aus seiner Sicht klar für Utzenaich/Antiesenhofen: „Vor allem in der zweiten Halbzeit waren Spielanteile und Ballbesitz deutlich auf unserer Seite.“ Standardsituationen prägten die Partie, ohne sie zu entscheiden: „Wir hätten vor der Pause nach einem Eckball das 1:0 machen können, insgesamt wurden Ecken und Freistöße von beiden Seiten relativ gut verteidigt.“
Taktisch sah Sulimani vieles bestätigt, wenn auch nicht über die komplette Distanz: „Über weite Strecken haben wir unseren Plan gut umgesetzt, hatten aber auch Phasen, in denen wir ohne Not zu hektisch wurden – besonders in den letzten 15 Minuten der ersten Halbzeit.“ Er verwies auf die Jugend seiner Mannschaft und den laufenden Lernprozess. Sein Fazit fiel positiv aus: „Im Großen und Ganzen hat die Leistung gepasst. Wir hätten uns gern mit einem Sieg belohnt, die Mentalität war an diesem Tag gut.“ Für die kommenden Aufgaben formulierte er einen klaren Arbeitsauftrag: „Wir müssen lernen, keine einfachen Gegentore zu kassieren. Daran werden wir intensiv arbeiten, gerade defensiv, damit wir sicherer stehen und weniger Tore bekommen.“ Das Duell ordnete Sulimani als zweikampfbetont und fair ein – intensiv bis zum letzten Pfiff.