Ein Abend, der Mut macht in Gilgenberg: Nach dem 2:1 gegen SPG Palting/Seeham schildert Adnan Kudic die Partie von Druckhaus Adame Union Gilgenberg als verdient erkämpften Heimsieg in der Bezirksliga West. Er spricht von einer sehr starken ersten Hälfte, einem physisch geführten Spiel und einer heiklen Nachpausenphase mit gehaltenem Strafstoß – und betont zugleich das gewachsene Selbstvertrauen vor dem nächsten Auswärtsspiel.

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Der Ton war rasch gesetzt: Thomas Wengler traf in Minute 5 zum 1:0 und legte in der 72. zum 2:0 nach – zwei Nadelstiche, die die Richtung vorgaben und den Rahmen für den späteren Heimsieg absteckten. Für Kudic war der Start geprägt von Disziplin und Wucht: "Alle Vorgaben taktisch super umgesetzt und auch kämpferisch wie läuferisch eine sehr gute Leistung der ganzen Mannschaft." In dieser starken Anfangsphase sah er Union Gilgenberg mehrfach vor der Vorentscheidung: "Wir hatten in der ersten Halbzeit drei, vier gute Möglichkeiten, auf 2:0 zu stellen." Gleichzeitig hielt man den Gegner weitgehend vom eigenen Strafraum fern: "Palting hatte in der ersten Halbzeit überhaupt keine Torchance." Zur Pause stand es 1:0 – ein Resultat, das Kontrolle und Klarheit der ersten 45 Minuten widerspiegelte.
Nach dem Seitenwechsel verschob sich die Statik: Union Gilgenberg musste eine energische Drangperiode überstehen. Besonders heikel war der Strafstoß gegen die Hausherren – und zugleich der Moment, der die Nerven zusammenhielt. "In der zweiten Halbzeit mussten wir eine Druckphase überstehen – mit einem Elfmeter, den unser Torwart entschärft hat", so Kudic. Insgesamt blieb das Kräfteverhältnis für ihn "über weite Strecken ziemlich ausgeglichen"; es entwickelte sich ein körperlich betontes, kämpferisches Spiel. Neben dem parierten Strafstoß kam Palting/Seeham noch zu zwei, drei gefährlichen Abschlüssen, die der starke Keeper vereitelte. Auf der anderen Seite ließ Union Gilgenberg einige Umschaltmomente liegen: "Unsere Kontersituationen haben wir nach der Pause nicht clever zu Ende gespielt." Umso wertvoller geriet Wenglers zweiter Streich in der 72. Minute, der das 2:0 markierte.
Ganz entschieden war es damit noch nicht: In Minute 83 meldete sich Palting/Seeham durch Kristof Agoston mit dem 2:1 zurück. Genau diese Konstellation hatte Kudic umrissen: stark begonnen, nachgelegt, doch am Ende "leider noch den Anschlusstreffer kassiert" – um das Resultat schließlich "über die Runden" zu bringen. In der Bewertung strittiger Szenen blieb er klar: "Der Elfmeter für Palting war ein Elfmeter. Das Schiedsrichtergespann hat eine gute Leistung gebracht." Mit Blick nach vorn bleibt die Marschroute geerdet: "Wie jedes Spiel in dieser Liga ist es eine schwierige Aufgabe, in der jeder jeden schlagen kann. Mit dem Selbstvertrauen dieses Heimsiegs fahren wir jetzt auswärts hin und wollen dort versuchen, die drei Punkte zu holen."