Spielberichte

Harun Sulimani (Trainer SPG Utzenaich/Antiesenhofen): „Der Wille hat den Unterschied gemacht“

SV Lambrechten
Utzenaich/Antiesenhofen

In der Bezirksliga West setzte sich die SPG Raiffeisen Utzenaich/Antiesenhofen bei SV Bäck Baggerungen Lambrechten mit 2:1 durch. Nach schwierigen ersten 30 Minuten drehte die Sulimani-Elf das Spiel: Der Ausgleich fiel kurz vor der Pause nach einer Ecke, das Siegtor nach einem Torwartfehler. „Unser Wille war heute der Unterschied“, sagte Trainer Harun Sulimani, der mit einem Spieler- und Systemwechsel reagierte und den Erfolg am Ende als verdient einordnete.

Zwei Fußballspieler im Zweikampf

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Schlechter Start, starker Dreh – Utzenaich/Antiesenhofen belohnt sich

Die Anfangsphase gehörte den Gastgebern, Utzenaich/Antiesenhofen fand kaum Zugriff. „In den ersten dreißig Minuten hatten wir keinen Zugriff und haben die Zweikämpfe nicht gewonnen“, schilderte Harun Sulimani. Folgerichtig ging Lambrechten in Führung: In der 27. Minute traf Sebastian Pointner zum 1:0 – der Trainer sprach von einem Beinschuss, der seine Hintermannschaft erwischte. Sulimani reagierte noch vor der Pause mit einem Wechsel und stellte auch das System um. Aus dieser Umstellung zog sein Team sofort Kraft. „Ab da waren wir die bessere Mannschaft“, so der Coach. Der Lohn folgte kurz vor dem Halbzeitpfiff: Nach einem Eckball erzielte Paul Chwala den Ausgleich, zur Pause stand es 1:1. Der Treffer gab Sicherheit, der Gast blieb griffig und ließ Lambrechten deutlich weniger Räume als zu Beginn.

Wille und Offensive geben den Ton an

Nach dem Seitenwechsel blieb die SPG am Drücker und suchte konsequent den Weg nach vorne. In der 60. Minute fiel die Entscheidung: Fabian Höckner drückte den Ball zum 1:2 über die Linie – aus Sicht des Trainers begünstigt von einem Torwartfehler des SV Lambrechten. „Wenn man das ganze Spiel sieht, war es am Ende der Wille. Wir wollten das unbedingt gewinnen“, unterstrich Sulimani. Gleichzeitig hob er die Durchschlagskraft hervor: „Wir waren vorne viel gefährlicher und hatten klarere Chancen. In der zweiten Halbzeit hätten wir wahrscheinlich zwei Tore mehr machen müssen.“ Genau diese Mischung aus Mentalität und Zielstrebigkeit machte in einer hart geführten Partie den Unterschied und trug den Vorsprung sicher über die Zeit.

Zwei Elfer-Forderungen, viel Lob – und ein wichtiger Schritt in der Tabelle

Diskussionsstoff gab es trotz des Auswärtssiegs nur am Rande. „Grundsätzlich war der Schiedsrichter sehr gut“, stellte Sulimani voran, hielt aber fest: „Wir hätten eigentlich einen Elfmeter bekommen müssen – einmal nach einem klaren Foul und einmal nach klarem Handspiel im Strafraum. Aber das sind Tatsachenentscheidungen.“ Am Ende überwog die Zufriedenheit über die Reaktion seiner Mannschaft. Mit dem Dreier steht Utzenaich/Antiesenhofen nach 19 Runden bei 21 Punkten auf Rang elf, Lambrechten hält als Zwölfter bei 19 Zählern. Für die SPG ist es ein wichtiger Sieg: wacklige Anfangsphase abgelegt, Mentalität gezeigt und den Auswärtsauftrag sauber erledigt. Mit diesem Rückenwind will Sulimanis Team die nächsten Aufgaben mit derselben Entschlossenheit und der gleichen Kompaktheit angehen.

Bezirksliga West: Lambrechten : Utzenaich/Antiesenhofen - 1:2 (1:1)

  • 60
    Fabian Höckner 1:2
  • 48
    Paul Chwala 1:1
  • 27
    Sebastian Pointner 1:0