In der Bezirksliga West musste der SV Ritterbräu Neumarkt/Pötting gegen den SV Bäck Baggerungen Lambrechten lange Geduld aufbringen, ehe ein später Doppelschlag das 2:0 fixierte. Lambrechten hielt die Partie offen, ließ mehrere gute Möglichkeiten liegen und stand am Ende trotzdem ohne Punkte da. „Uns fehlt vorn das nötige Glück“, sagte Co-Trainer Matthias Steinhofer, der zugleich eine „richtig gute Defensivleistung“ sah und betonte, dass seine Mannschaft den Matchplan lange „grundsätzlich gut erfüllt“ habe.

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Lambrechten erwischte den besseren Start und war in der ersten Halbzeit das aktivere Team. Steinhofer sah seine Elf „gut im Spiel drinnen“ und erinnerte an eine frühe Topchance: „In der zehnten Minute läuft einer unserer Spieler alleine aufs Tor. Momentan fehlt uns einfach das Glück, dass so ein Ding hineingeht.“ Neumarkt hatte vor der Pause „wenig bis gar keine wirklichen Torchancen“, zur Halbzeit stand es folgerichtig 0:0. Nach Wiederbeginn ließ Lambrechten im Anlaufen etwas nach. „Phasenweise waren wir weniger aktiv gegen den Ball, und konnten uns im letzten Drittel nicht mehr wirklich festsetzen“, erklärte Steinhofer. In Minute 70 fiel schließlich die Führung: Petr Pasecky traf per Freistoß – aus Steinhofer-Sicht „aus 25, 30 Metern für unseren Torwart unhaltbar“. Danach wurde es offener. „Unser Trainer hat umgestellt, dann sind beide Seiten zu Chancen gekommen. Wir haben noch ein, zwei Hochkaräter liegen lassen“, so Steinhofer. In der Nachspielzeit machte Simon Moser mit dem 2:0 den Deckel darauf.
Die Analyse des Co-Trainers fiel differenziert aus. „Die Vorgaben vom Trainer wurden grundsätzlich gut erfüllt. Vor allem in der ersten Halbzeit hatten wir klar mehr Spielanteile und Chancen“, sagte Steinhofer und hielt fest: „Die gesamte Mannschaft war bemüht und ließ das "Herz" am Platz. Vor allem die Defensivleistung gegen den Ball war richtig gut, wodurch wir uns aus meiner Sicht etwas Zählbares verdient hätten". Trotzdem blieb der Ertrag aus, weil im vorderen Drittel der letzte Punch fehlte. „Wir haben aktuell Schwierigkeiten, dass wir klare Torchancen kreieren. Die Chancen, die wir haben, nutzen wir nicht“, erklärte er. Den Unterschied sah er weniger im Spiel selbst als in der individuellen Offensivqualität: „Neumarkt hat vorn Qualitäten, die wir leider derzeit nicht zur Verfügung haben – verletzungsbedingte Ausfälle, persönliche Gründe und Abgänge im Winter.“ Positiv blieb sein Grundton aber dennoch: „Man kann der Mannschaft nichts vorwerfen. Jeder hat alles rausgehauen.“
Auch zur Leistung des Unparteiischen bezog Steinhofer ruhig Stellung. „Der Schiedsrichter war im Großen und Ganzen bemüht, eine klare Linie zu führen", meinte er. Insgesamt habe man gemerkt, „dass es ein junger Schiedsrichter ist“, unterm Strich sei es aber „okay“ gewesen. Der Blick geht nun nach vorn – und der ist klar: "Jetzt stehen mit Gilgenberg und Jeging zwei entscheidende Heimspiele an. Wir sind alle positiv gestimmt und überzeugt, dass wir beide gewinnen und damit die Klasse halten."
In der Tabelle hält Lambrechten bei 19 Punkten auf Rang zwölf, Gilgenberg (17) und Jeging (16) lauern dahinter. „Wenn wir einmal etwas Zählbares mitnehmen, kommt die Trendwende – der Trainer wird die Mannschaft unter der Woche gut für die kommenden Aufgaben einstellen." so Steinhofer.