In der Bezirksliga West gewann Union IKUNA Natternbach bei Union CAB Rainbach/Innkreis mit 4:1 und festigte damit die Tabellenführung. Die Gäste legten einen starken Start hin, führten früh 2:0, ehe Rainbach per Elfmeter auf 1:2 verkürzte. Nach der Pause blieb die Partie offen, Natternbach ließ lange das dritte Tor liegen – traf dann in der Schlussphase doppelt. Co-Trainer Adnan Ramakic sprach von einem „verdienten Sieg, vielleicht um ein Tor zu hoch“ und hob den Teamgeist nach einigen Ausfällen hervor.

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Natternbach erwischte einen Traumstart und lag schon nach drei Minuten vorne: Tobias Traunwieser stellte auf 0:1, nach Ramakics Schilderung nach einem feinen Chipball von Patrick Scheuringer und einem überlegten Lupfer. Der Co-Trainer sah in dieser Anfangsphase „eine sehr dominante Leistung“ seiner Mannschaft. Der nächste Stich folgte nach 14 Minuten: Eine Hereingabe von Maximilian Schmidbauer fand den Kopf von Fabian Starkl, der zum 0:2 einnickte. „Wir sind die ersten 20 Minuten sehr gut ins Spiel gekommen und sind verdient 2:0 in Führung gegangen“, sagte Ramakic.
Danach fanden die Hausherren besser hinein und kamen – so Ramakic – durch einen Strafstoß zurück. In Minute 25 traf Rumen Stefanov Kerekov zum 1:2, womit bis zur Pause wieder alles offen schien. „Bis zur 45. Minute war es dann ein neutrales Spiel“, ordnete der Natternbach-Co-Trainer die Phase bis zum Halbzeitpfiff ein. Vieles sprach dennoch für die Gäste, die das Geschehen insgesamt kontrollierten und in den entscheidenden Momenten zielstrebiger wirkten.
Aus der Kabine kam Natternbach erneut mit Schwung. „Wir hatten die Chancen, das 3:1 vorzeitig zu machen, haben es leider nicht gemacht“, ärgerte sich Ramakic über liegengebliebene Möglichkeiten. Rainbach warf weiter alles rein, kam laut Co-Trainer zu einer großen Gelegenheit, die Natternbachs Keeper stark entschärfte – die wohl heikelste Szene nach dem Seitenwechsel aus Sicht der Gäste. Es blieb eng, bis die Schlussphase die Entscheidung brachte: „Das Einzige, was wir uns vorwerfen können, ist, nicht früher das 3:1 gemacht zu haben.“
Dieses fiel schließlich vom Punkt, Tobias Lehner traf in der 90. Minute zum 1:3. Nur Augenblicke später setzte Vasyl Khimich den Schlusspunkt – und das spektakulär: „Das 4:1 war ein Traumtor von Vasyl, aus rund 40 Metern über den Tormann“, schwärmte Ramakic. Mit zwei späten Nadelstichen nutzte Natternbach seine Qualität eiskalt, nachdem zuvor die Effizienz fehlte. Zu den Strafstößen sagte Ramakic: „Es gab zwei Elfmeter, beide waren für mich klar, der Schiedsrichter hatte das Spiel im Griff.“
Der Natternbacher Co-Trainer legte den Fokus nach dem Abpfiff deutlich auf den Zusammenhalt. „Ich muss meiner Mannschaft ein Riesenlob aussprechen“, begann Ramakic – nicht zuletzt, weil mit Dominik Pichler und Peter Nagy zwei wichtige Spieler fehlten und während des Spiels zwei verletzungsbedingte Wechsel nötig waren. „Das spricht für die Qualität unserer Mannschaft, dass wir immer wieder einen Weg finden, solche Spiele zu gewinnen.“ Gleichzeitig sieht er weiter Potenzial: „Wir können in Phasen mit dem Ball noch sauberer werden. Jeder Spieler hat Entwicklungsmöglichkeiten. Heute war ein großer Schritt in die richtige Richtung.“
Auch für den Gegner fand er respektvolle Worte: „Mit Nikolov und Kerekov haben sie zwei gute Zielspieler, das hat man gesehen. Rainbach lebt von individueller Qualität nach vorne und hat zu Hause nicht umsonst selten verloren.“ Unterm Strich bleibt für ihn die zentrale Aussage: „Wir haben von Anfang an gezeigt, in welche Richtung das Spiel geht. Am Schluss hat sich unsere Mannschaftsleistung durchgesetzt. Wenn unsere Mannschaftsleistung stimmt, sind wir immer schwer zu schlagen.“ Mit dem 4:1 verteidigt Natternbach Rang eins (44 Punkte nach 20 Runden) und geht mit Rückenwind in die nächsten Aufgaben.