Spielberichte

Harun Sulimani (Trainer Utzenaich/Antiesenhofen): "Mentalität und Wille haben das Spiel gedreht"

Utzenaich/Antiesenhofen
USV Eggelsberg/M.

In der Bezirksliga West feierte die SPG Raiffeisen Utzenaich/Antiesenhofen gegen den USV Raiffeisen Eggelsberg/Moosdorf einen 3:1-Heimsieg nach 0:1-Pausenrückstand. Trainer Harun Sulimani sprach von einer schwachen ersten Hälfte, einer Umstellung zur Pause und viel Biss nach dem Wechsel. Der Ausgleich und die Führung fielen aus Standards, das 3:1 besorgte Mate Bajic mit einer Einzelaktion. Sein Fazit: Mentalität und Wille drehten die Partie – verdient, wie er betonte.

Fußballspieler legt sich den Ball auf

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Früher Elfer-Rückstand, dann eine zähe erste Hälfte

Utzenaich/Antiesenhofen kam ordentlich ins Spiel, verpasste aber die frühe Führung. „Wir sind gut gestartet und hätten gleich 1:0 in Führung gehen müssen“, schilderte Harun Sulimani. Danach riss der Faden – und Eggelsberg/Moosdorf nutzte die erste große Chance eiskalt: Nach einem berechtigten Elfmeter stellte Philipp Felber in Minute 12 auf 0:1. „Wir haben dann komplett den Faden verloren und aus einem berechtigten Elfmeter das 0:1 bekommen“, so der Coach nüchtern. Bis zur Pause fanden die Gastgeber nicht mehr in einen sauberen Rhythmus, so stand es 0:1 zur Halbzeit. „Wir haben uns bis zur Halbzeit wirklich schwergetan“, sagte Sulimani, der seine Mannschaft in dieser Phase zwar bemüht sah, aber ohne die nötige Klarheit in den Aktionen. Das Pausensignal kam den Hausherren recht, denn es bot die Chance, neu zu ordnen und frische Impulse zu setzen.

Umstellung zur Pause, Standards bringen die Wende

Die Antwort kam mit Wiederbeginn und sie war deutlich. Sulimani nahm zur Halbzeit einen Wechsel vor und stellte seine Elf damit neu auf. „In der Halbzeit haben wir umgestellt, das hat uns gestärkt. Am Ende haben wir das Spiel verdient gedreht“, hielt er fest. Der Ausgleich fiel in der 57. Minute: Johannes Paul Födermayr traf zum 1:1. Neun Minuten später legte Ivan Peric nach (66.) und drehte die Partie. „Das 1:1 und 2:1 waren aus Standardsituationen, unsere Tore“, erklärte Sulimani. Utzenaich/Antiesenhofen blieb am Drücker und setzte den entscheidenden Nadelstich: In der 72. Minute machte Mate Bajic mit einer schönen Einzelaktion das 3:1 und damit den Deckel drauf. „In der zweiten Halbzeit haben Mentalität und Wille das Spiel gedreht. Vor allem da haben wir die Zweikämpfe sehr, sehr gut geführt“, betonte der Trainer.

Respekt für Eggelsberg/Moosdorf und Rückenwind für die nächsten Wochen

Nach dem Schlusspfiff fand Sulimani faire Worte für den Gegner. „Eggelsberg/Moosdorf ist eine sehr gute Mannschaft, auch mit sehr guten jungen Spielern“, sagte er. Überraschungen habe es keine gegeben, man habe gewusst, was auf einen zukommt; zudem habe der Gast „zwei oder drei wichtige Ausfälle“ verkraften müssen. Strittige Szenen standen nicht im Mittelpunkt: „Es waren harte Zweikämpfe dabei, aber nirgends Absicht. Wie es halt in so einem Spiel ist.“ Der Dreier tut den Hausherren gut, die nach 21 Runden mit 24 Punkten auf Rang 11 liegen, während Eggelsberg/Moosdorf 28 Zähler und Platz 7 hält. „Für uns ging es um sehr viel“, fasste Sulimani die Bedeutung zusammen. Der Auftritt nach der Pause liefert Rückenwind für die kommenden Aufgaben – mit dem klaren Plan, an Mentalität, Standardsstärke und Konsequenz in den Zweikämpfen anzuknüpfen.

Bezirksliga West: Utzenaich/Antiesenhofen : Eggelsb.-M - 3:1 (0:1)

  • 72
    Mate Bajic 3:1
  • 66
    Ivan Peric 2:1
  • 57
    Johannes Paul Födermayr 1:1
  • 12
    Philipp Felber 0:1