In der Bezirksliga West drehte die SPG Palting/Seeham am Samstag ein intensives Heimspiel gegen den SV Hargassner Weng und siegte 2:1. Nach frühem Rückstand kam Palting/Seeham über Standards und viel Geduld zurück, traf nach der Pause zum Ausgleich und entschied die Partie in der Schlussphase. Trainer Peter Sailer sprach von „sehr wichtigen drei Punkten“, weil es im Tabellenkeller eng zugeht. Entscheidende Namen des Abends: Amir Hadzic mit Standardstärke und Vorarbeit, Aldin Jeina als Matchwinner – dazu ein starker Rückhalt im Tor.
Die Partie begann denkbar ungünstig für die Hausherren. Bereits in der 8. Minute ging Weng in Führung: Nach einem Freistoß drückte Anel Sistek den Ball zum 0:1 über die Linie. Peter Sailer schilderte den Start offen: „Wir sind relativ rasch 0:1 in Rückstand geraten – ein Freistoß auf die zweite Stange, wir haben kurz gezögert und Anel Sistek hat den Ball reingedrückt.“ Palting/Seeham schüttelte sich aber nicht lange und kam vor der Pause zu mehreren guten Möglichkeiten. „Wir haben uns einige richtig gute Chancen herausgespielt, vor allem über Amir Hadzic und Aldin Jeina“, so Sailer. Die Kugel wollte jedoch nicht rein, weshalb es mit dem 0:1 in die Kabinen ging. Bitter für die Heimelf zudem: „Sebastian Maier musste verletzungsbedingt raus“, berichtete der Trainer, ohne an der grundsätzlichen Leistung zu zweifeln: „Wir waren gut im Spiel, nur die Chancenverwertung hat gefehlt.“
Nach dem Seitenwechsel setzten die Gastgeber schnell ein Zeichen. In der 55. Minute schlug Palting/Seeham zurück – erneut spielte ein Standard die Hauptrolle. „Das rasche Ausgleichen nach der Pause durch den Freistoß von Amir Hadzic war sehr wichtig. Damit waren wir wieder voll drin“, erklärte Sailer. Danach ging es hin und her: Für Palting/Seeham vergaben Benedikt Spenger und Kristof Agoston gute Gelegenheiten, auf der anderen Seite zwang Haris Sistek mit einem satten Weitschuss Goalie Nico Brucker zu einer starken Parade. Die Entscheidung fiel in Minute 78: „Beim Herausspielen hat Amir Hadzic einen Pass abgefangen, quergelegt auf Aldin Jeina – der musste nur noch zum 2:1 einschieben“, fasste Sailer den Siegtreffer zusammen. Danach brachte die Heimelf den Vorsprung konzentriert über die Zeit.
In seiner Analyse hob Peter Sailer zwei Punkte besonders hervor: diszipliniertes Verteidigen gegen Wengs Schlüsselspieler und die eigenen Mängel vor dem Tor. „Wir konnten mit Emir Sabic und Haris Sistek ihre zwei gefährlichsten Spieler relativ gut aus dem Spiel nehmen – das war sicher ein Schlüssel zum Erfolg“, sagte der Coach. Gleichzeitig bleibt die Chancenverwertung ein Dauerthema: „Uns begleiten seit Wochen liegen gelassene Möglichkeiten. Da müssen wir effizienter werden.“ Den Gegner beschrieb er als „kämpferisch starke Mannschaft“, die trotz jüngster Resultate jederzeit gefährlich ist. Zum Unparteiischen meinte Sailer knapp: „Der Schiedsrichter hat eine solide Leistung gezeigt.“ Und warum die Freude besonders groß war, erklärte er am Ende so: „Es waren sehr wichtige drei Punkte im Abstiegskampf – umso mehr, weil die direkten Konkurrenten auch gepunktet haben. Darauf können wir aufbauen, aber wir müssen weiter nachlegen.“