Zum Abschluss der Bezirksliga West erwischte der SV Hargassner Weng den besseren Abend und bezwang den starken Gegner Union Ziegelwerk Senftenbach mit 3:2. Nach einer intensiven Partie mit vielen Wendungen brachte ein später Treffer den Heimsieg. Trainer Richard Tusori sprach von einem hochklassigen Spiel, in dem seine Mannschaft „die Chancen gut genutzt“ und „gegen den Ball sehr stark gearbeitet“ habe. Auch wenn hinten zwei Gegentreffer wehtaten, blieb das klare Fazit zum Saisonfinish positiv.

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Die Partie begann mit hohem Tempo, genauso, wie es Wengs Trainer Richard Tusori sehen wollte. Nach gut einer halben Stunde durften die Heimfans erstmals jubeln: In Minute 28 stellte Samuel Kobler auf 1:0, mit diesem Spielstand ging es auch in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel nahm das Spiel noch einmal Fahrt auf. Senftenbach kam in der 57. Minute durch Jakob Leherbauer zum Ausgleich, doch Weng antwortete prompt: Nur zwei Minuten später traf Haris Sistek zum 2:1 (59.). Die Gäste blieben aber am Drücker und egalisierten erneut, diesmal in Minute 61 durch Jonas Reisegger – 2:2, alles wieder offen. In der Schlussphase war es dann erneut Kobler, der mit seinem zweiten Treffer des Abends in der 78. Minute das 3:2 markierte. Tusori ordnete den Knackpunkt klar ein: „Die Entscheidung ist nach dem Ausgleich von Senftenbach gefallen. Wir haben dann unser drittes Tor gemacht – das war sehr gute individuelle Qualität von unserem Stürmer. Nach dem 3:2 war das Spiel entschieden. Senftenbach hat aber bis zum Abpfiff alles gegeben und den Ausgleich gesucht.“
In seiner Analyse hob Tusori vor allem den Auftritt seiner Mannschaft über die gesamten 90 Minuten hervor. „Es war sehr intensiv. Ich wollte den Zuschauern ein intensives Spiel zeigen, und bis auf zehn, fünfzehn Minuten, in denen wir kurz Luft holen mussten, haben wir das bis zur 90. Minute durchgezogen. Ich bin mit der gestrigen Leistung aller Spieler sehr zufrieden.“ Entscheidender Unterschied aus seiner Sicht: „Wir haben unsere Chancen richtig ausgenutzt. Unsere Spieler haben alles gegeben, die Laufbereitschaft und der Kampf waren top. Spielerisch haben wir uns sehr gut präsentiert.“ Besonders wichtig war ihm die Balance: „Gegen den Ball haben wir heute sehr gut gearbeitet. Und mit Ball hat es viel besser funktioniert als in den letzten zwei, drei Wochen. Deshalb konnten wir den Sieg holen.“
Trotz der Euphorie blieb der Coach selbstkritisch: „Luft nach oben gibt es trotzdem in der Defensive. Wir haben wieder zwei Tore bekommen – da müssen wir daran arbeiten, weniger Gegentore zu kassieren.“ Lob gab es auch für das Gespann an der Pfeife: „Da gab es keine Diskussionen. Der Schiedsrichter war ruhig und hat eine sehr gute Leistung gebracht. Ich war sehr zufrieden.“
Tusori hatte auch für den Gegner anerkennende Worte übrig: „Das war ein sehr schwieriger Gegner, mit vielen routinierten Spielern und starken Jungen. Senftenbach spielt seit Jahren in dieser Liga und bringt viel Erfahrung mit. Vorne sind sie sehr stark – umso mehr freut mich, dass wir auf diesem Niveau mitgehalten und uns oft sogar besser präsentiert haben.“ Ein Blick auf die Abschlusstabelle zeigt die Qualität des Duells: Senftenbach beendet die Saison mit 37 Punkten auf Rang vier, Weng schließt mit 35 Zählern auf Platz sieben ab. Der 3:2-Erfolg passt damit ins Bild eines letzten Spieltags, an dem die Hausherren noch einmal zulegten und sich für eine engagierte Leistung belohnten.
Tusoris Fazit brachte die Richtung für die kommende Arbeit auf den Punkt: mehr von der aktuellen Intensität und Effizienz beibehalten, hinten weiter feilen – dann kann Weng das positive Gefühl aus diesem Saisonfinish mit in die Pause nehmen.