Beim USV Knoblinger Neuhofen i. I. dreht sich vor dem Start in der Bezirksliga West alles um die Aufarbeitung eines Abstiegs, den im Verein niemand beschönigt. Die sportliche Bilanz der vergangenen Saison in der Landesliga West fällt klar aus, die Ursachen dafür sieht der sportliche Leiter Daniel Peer vor allem in einem tiefen Einschnitt im Kader. Gerade weil der Umbruch schon vor der abgelaufenen Spielzeit begonnen hat, wirkt er in Neuhofen noch nach. Für die kommende Saison steht damit weniger eine große Ansage im Vordergrund als die Frage, wie rasch die Mannschaft wieder Stabilität findet.

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Die Situation des Vereins lässt sich aus Sicht der Verantwortlichen auf einen einfachen Satz verdichten. „Ja, wir sind natürlich abgestiegen“, sagt Daniel Peer. Viel mehr braucht es gar nicht, um die vergangene Saison einzuordnen. Der Abstieg bildet den Ausgangspunkt für alles, was in diesem Sommer folgt. Dass die Mannschaft im Saisonfinish noch einzelne Lebenszeichen setzte, änderte daran nichts mehr. In den letzten fünf Partien gelangen Siege gegen Eferding und Peuerbach, dazwischen standen aber Niederlagen gegen Gmunden, Andorf und Schwanenstadt. Genau dieses Bild passt zur Saison: Es gab zwar Phasen, in denen Neuhofen anschreiben konnte, für eine erfolgreiche Wende fehlte aber die Konstanz.
Den Hauptgrund für das Abschneiden verortet der Verein nicht erst in den Wochen des Abstiegs, sondern deutlich früher. Peer verweist auf den personellen Einschnitt im Jahr 2025, der die Mannschaft nachhaltig verändert hat. „Einer der Hauptpunkte war natürlich der große Umbruch 2025, wo uns sieben Stammspieler verlassen haben. Das dann natürlich zu kompensieren, ist irrsinnig schwierig.“ Deshalb wird die vergangene Saison in Neuhofen nicht isoliert betrachtet. Wenn sieben Spieler aus dem Grundgerüst einer Mannschaft wegbrechen, zieht sich das fast zwangsläufig über Monate. Eingespielte Abläufe gehen verloren, Rollen müssen neu verteilt werden, und gerade in einer Liga, in der viele Partien über Abstimmung, Zweikampfhärte und Routine entschieden werden, lässt sich so ein Einschnitt nicht von heute auf morgen auffangen. In Neuhofen wird der Abstieg deshalb auch als Folge eines längerfristigen Umbruchs gesehen.
Fix ist nun der Neustart in der Bezirksliga West. Dort beginnt für den Verein eine neue Phase, in der sich zeigen wird, wie schnell die Mannschaft die Folgen dieses Umbruchs hinter sich lassen kann. Große Schlagworte liefert der Verein derzeit nicht, der Ton ist vielmehr nüchtern. Das passt zur Ausgangslage: Nach einer Saison, die mit dem Abstieg endete, geht es zunächst darum, wieder ein belastbares Fundament zu schaffen. Auch für das Umfeld ist damit klar, worauf es in den nächsten Monaten ankommen wird. Die Fans dürfen sich auf ein Team einstellen, das nicht aus einer Position der Selbstzufriedenheit in die Saison startet, sondern aus einer Phase der Korrektur. Der Rückschlag ist aufgearbeitet, die Ursachen sind im Verein klar benannt. Jetzt muss Neuhofen zeigen, dass aus dieser ehrlichen Analyse auch sportliche Konsequenzen folgen.
Der USV geht also mit einer sehr klaren Vorgeschichte in die neue Spielzeit. Der Abstieg ist nicht das Ergebnis eines einzelnen Fehlers, sondern die Zuspitzung einer Entwicklung, die mit dem Verlust von sieben Stammspielern begonnen hat. Genau dort liegt auch der rote Faden für die nächsten Monate: Neuhofen braucht wieder Halt, Verlässlichkeit und ein Gerüst, das schwierige Phasen tragen kann. Die neue Saison in der Bezirksliga West wird damit vor allem daran gemessen werden, ob dieser Neuaufbau gelingt. Der Verein hat seine Probleme ungewöhnlich offen benannt. Jetzt folgt der sportliche Teil der Antwort.